BYD: Abgerissener E-Motor am Tang – kein Qualitätsmangel
Ein BYD (比亚迪) Tang SUV verlor in Shenyang (China) während einer Fahrt durch überflutetes Gebiet seinen hinteren Elektromotor – das Aggregat hing nur noch an der Hochvolkleitung. Der Vorfall wurde gefilmt und sorgte im Netz für Aufsehen. BYD bestätigte den Schaden, stellte jedoch klar: „Es handelt sich nicht um einen Qualitätsmangel, sondern um eine schwere Unterbodenkollision während der Wasserfahrt.“ Nähere Angaben zu Baujahr oder Reparaturstatus des Fahrzeugs machte der Hersteller nicht.
Wasserdurchfahrten bleiben riskant
BYD nutzte den Anlass, um generell vor übermütigem Verhalten im Wasser zu warnen. Der IP67-Schutz der Antriebsbatterie und der E-Motoren bedeute keineswegs eine Freigabe zum Tauchen: Die Norm besagt lediglich, dass die Komponenten 30 Minuten in einem Meter tiefem, stehendem Wasser aushalten. Bei dynamischer Fahrt entstehen jedoch Strömungen und Druckwellen, die Dichtungen überfordern können. Der Autor des Originalartikels berichtet von einem eigenen Plug-in-Hybrid, der nach einer flachen Wasserpassage kurzzeitig den E-Antrieb verweigerte – erst nach Trocknung funktionierte das System wieder. Auch Türdichtungen seien oft nicht wasserdicht, sodass Feuchtigkeit in den Innenraum eindringen und Sitzelektronik beschädigen kann.


