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Autohome NewEnergyVon 3 Min. Lesezeit

Maextro V800: Bremspedal brach bei 1612 Newton

Nach Bremspedal-Brüchen beim Maextro V800 veröffentlicht der Hersteller ein Gutachten. Das Pedal hielt 3000 Newton stand — doch die Debatte geht weiter.

Maextro V800: Bremspedal brach bei 1612 Newton

Maextro V800: Bremspedal brach bei 1612 Newton

Maextro (尊界), die Luxusmarke des chinesischen Herstellers JAC (江淮), steht nach mehreren Bremspedal-Brüchen beim V800 unter Druck. Am 13. Oktober verschickte der Hersteller an seine Kunden eine Erläuterung zur Untersuchung des Bremspedals, die erstmals ein Gutachten einer unabhängigen Prüfstelle zitiert. Das Dokument kursiert seither in zahlreichen Besitzer-Foren.

Was bei den Tests passierte

Auslöser der Debatte war ein am 8. Oktober veröffentlichtes Bremsvideo. Vom 1. bis 4. Oktober hatte eine Testgruppe drei fabrikneue Maextro V800 (Baujahr August und September, eines mit nur 3 Kilometern Laufleistung) aus Tempo 100 km/h bis zum Stillstand voll abbremsen lassen. Bei allen drei Fahrzeugen brach der Pedalhalter — jeweils beim dritten, vierten und zweiten Bremsversuch. Auffällig: Die Bruchstellen lagen fast identisch, das Bruchbild war nahezu gleich. In einem Fall wirkte eine Kraft von 1612 N auf das Pedal.

Das Gutachten entlastet das Bauteil

Laut der Kundenmitteilung prüfte am 11. Oktober ein staatlich anerkanntes Prüfinstitut das Bremspedal des V800. Nach der Branchennorm QC/T 788-2018 ergab eine Prüfung mit 1500 N Längskraft eine mittlere Verformung von 2,61 mm; die Festigkeitsprüfung erfüllte die Anforderungen. Anschließend wurde das Bauteil in einer verschärften Prüfung stufenweise bis 3000 N belastet (Lastgeschwindigkeit 20 mm/min, Haltezeit 5 Sekunden, fünf Zyklen) — eine Sichtprüfung jedes einzelnen Pedal-Baugruppenträgers zeigte keine Risse und keine Beschädigungen.

Hersteller nennt Test „extrem"

Maextro bezeichnete die Medienprüfung als „nicht standardisierten Extrem-Test" und betonte, das Bremssystem sei nach Anforderungen entwickelt und validiert worden, die über nationalen und Branchenstandards lägen. Seit der ersten Auslieferung sei im realen Betrieb kein Bruch des Pedalträger-Sockels aufgetreten. Der Hersteller kündigte an, das Bauteil zu optimieren und bereits ausgelieferten Kunden ein kostenloses Upgrade anzubieten. Wie der Kundendienst am 11. Oktober bestätigte, soll die Upgrade-Lösung für den Sockel des Pedalträgers bis Ende Oktober feststehen, ab November beginnt der Austausch. Fahrzeuge, die noch nicht versandt wurden, erhalten laut Hersteller direkt die überarbeitete Version.

Folgen für JAC: Milliardenverlust in zwei Tagen

Der Imageschaden schlug sich sofort an der Börse nieder. Am 8. Oktober fiel die Aktie von JAC auf das Tageslimit (−10 %), am 9. Oktober verlor sie weitere 7,97 %. Binnen zwei Handelstagen schrumpfte der Börsenwert um rund 1,5 Milliarden € (ca. 11,77 Milliarden Yuan). Zahlreiche Vorbesteller erhielten zudem verschobene Liefertermine — die Auslieferung soll erst nach dem Bremsen-Upgrade wieder anlaufen.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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