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XPeng öffnet KI-Plattform für Partner — Start in Europa ab 2027

XPeng-CEO He Xiaopeng stellt auf dem Pariser Autogipfel die Plattform „XPENG AI ENGINEERING' vor. Der Hersteller will Fahrzeug- und KI-Technik an globale Partner lizenzieren — NGP-Tests in Europa laufen.

XPeng öffnet KI-Plattform für Partner — Start in Europa ab 2027

XPeng öffnet KI-Plattform für Partner — Start in Europa ab 2027

Auf dem Pariser Autogipfel während der Auto China 2026 (internationale Automesse in Peking mit begleitenden Auslandsforen) hat XPeng (小鹏) seine Technologieoffensive angekündigt. Konzernchef He Xiaopeng war der einzige eingeladene chinesische Auto-CEO und präsentierte die neue Geschäftseinheit „XPENG AI ENGINEERING". Kern der Botschaft: XPeng will seine intelligenten Fahrzeuglösungen sowie sein komplettes Ökosystem rund um physische KI weltweit für Partner öffnen.

Offene Plattform statt geschlossenes System

Das Angebot gliedert sich in drei Bausteine. Erstens eine komplette Fahrzeugplattform, die von Kompakt- bis Oberklasse-Fahrzeugen skalieren soll — mit dem Ziel, die Teilewiederverwendung deutlich zu erhöhen. Die dazugehörige Elektrik-/Elektronik-Architektur nutzt 10-Gigabit-Ethernet und beschleunigt die Datenübertragung im Fahrzeug um den Faktor 33. Sie unterstützt Steer-by-Wire-Chassis und die für Stufe 3 autonomes Fahren (SAE-Klassifikation) nötige Sicherheitsredundanz.

Zweitens modulare Technik für Fahrassistenzsystem (ADAS), KI-Box, Chips, Batterie und E-Antrieb:

  • Turing-AI-Fahrassistenz mit VLA-Modell der zweiten Generation
  • Turing-AI-Chip als eigene Rechenplattform
  • KI-Box, die MoE-Modelle mit bis zu 30 Milliarden Parametern ausführen kann
  • 8C-Schnellladebatterie: Ladung von 10 auf 80 Prozent in acht Minuten
  • Vollständiges Over-the-Air-Update des Fahrzeugs in 15 Minuten

Drittens eine Werkzeugkette für Kalibrierung, End-of-Line-Prüfung und KI-Diagnose. Laut XPeng sinkt die kumulierte Prüfzeit pro Fahrzeug um 41 Minuten, die jährlichen Betriebskosten der elektrischen Fertigungsprüfung um 95 Prozent.

Physical-AI-Ökosystem: Roboter, Robotaxi, Flugauto

Parallel öffnet XPeng sein komplettes Ökosystem für physische KI zur Zusammenarbeit. Dazu zählen humanoide Roboter, Robotaxi, Flugautos, der Turing-AI-Chip und ein Basismodell der physischen Welt. Der Autobahn-Pilot NGP (vergleichbar mit dem Tesla-FSD-Ansatz) wurde erstmals in Europa in großem Rahmen öffentlich getestet; ab 2027 will XPeng schrittweise weltweit ausliefern. Humanoide Roboter sollen Ende 2026 in Serie gehen und im ersten Halbjahr 2027 ausgeliefert werden. Das Flugauto verzeichnet nach Konzernangaben über 7.000 Bestellungen. Für das Robotaxi laufen Gespräche mit mehreren europäischen Mobilitätsplattformen — es trägt den chinesischen Namen „Xiaopeng Youyou" und den internationalen Namen „XPENGYOYO".


In Deutschland

XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland. Der Hersteller ist damit in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt. Die jetzt vorgestellte Öffnung der KI- und Fahrzeugplattform ist ein strategischer Schritt: Statt nur eigene Modelle zu verkaufen, will XPeng als Technologiezulieferer auftreten — ähnlich wie es chinesische Wettbewerber bereits bei Software und Batterien praktizieren.

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