XPeng YOYO: Robotaxi mit 3.000 TOPS startet in Guangzhou
XPeng (小鹏) hat sein Robotaxi-Geschäft offiziell unter einer eigenen Marke gebündelt: XPeng YOYO (小鹏悠游). Zeitgleich ging auf der Konzernwebsite eine eigene Robotaxi-Seite online, und in China startete ein Buchungs-Mini-Programm für autonome Fahrten. Der Zugang erfolgt zunächst über Einladungscodes. Damit verlässt XPeng die reine Technikerprobung und geht in den Nutzerbetrieb sowie in die kommerzielle Erprobung über.
Der chinesische Name setzt sich aus den Zeichen für „entspannt" (悠) und „Reisen" (游) zusammen und soll ein möglichst unbeschwertes Fahrerlebnis beschreiben. Der englische Name XPeng YOYO ist bewusst kurz und international lesbar gewählt — er dient als einheitliche Markenidentität für die geplante globale Expansion.
Technik: 3.000 TOPS und kein Lidar
Technisch setzt XPeng auf einen Weg, der sich deutlich von klassischen Robotaxi-Anbietern unterscheidet. Statt teurer Sensorik und hochauflösender Karten arbeitet das System mit selbst entwickelten Turing-KI-Chips und dem VLA-Modell (Vision-Language-Action) der zweiten Generation.
Der Verzicht auf Karten und Lidar soll die Skalierung beschleunigen: Das Modell kann laut Hersteller in neuen Städten und Umgebungen deutlich schneller ausgerollt werden. XPeng spricht davon, damit die Lücke zwischen Fahrassistenzsystem (SAE-Stufe 2) und vollautonomem Fahren (SAE-Stufe 4) zu schließen.
Zeitplan: Vom Band zur Nutzerfreigabe
Der Zeitplan ist ambitioniert. Im Mai 2026 lief das Serienfahrzeug vom Band, im Juli wurde die komplette Kette von der Buchung über die automatische Abholung bis zur Zielankunft geschlossen und der interne Test mit Mitarbeitern gestartet. Im August folgte die Genehmigung für den Remote-Testbetrieb in Guangzhou. Bezahlte Testfahrten wurden bereits erprobt — pro Bestellung zu einem symbolischen Preis von ca. 0,10 € (ca. 1 Yuan). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen. Der Fokus lag dabei auf dem Buchungs- und Abrechnungsprozess.
Geschäftsidee: XPeng als Technikanbieter
Beim Geschäftsmodell tritt XPeng nicht selbst als Betreiber auf. Konzernchef He Xiaopeng beschreibt das Unternehmen als Technologieanbieter und Ökosystem-Partner: Geld verdient XPeng über Fahrzeugverkäufe, Serviceleistungen und Umsatzbeteiligungen. Den Betrieb vor Ort sollen weltweit lokale Partner übernehmen. Das Gesamtpaket aus Fahrzeugplattform, Autonomie-Software und KI-Fähigkeiten soll die Robotaxi-Sparte vom Einzelnachweis in die breite, globale Skalierung führen.
In Deutschland
XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.
XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

