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AionD1EVVon 5 Min. Lesezeit

Aion vorn: 96,86 Punkte im chinesischen ADAS-Ranking

Der Aion i60 debütiert beim chinesischen ADAS-Wettbewerb in Changsha – eine Übernahme, aber Rotlicht bedeutet Aus. Im Ranking liegt Aion dennoch vorn.

KI-gestützte Übersetzung aus D1EV

Aion vorn: 96,86 Punkte im chinesischen ADAS-Ranking

Der Aion i60 hat bei seinem ersten Auftritt im chinesischen ADAS-Wettbewerb in Changsha genau eine Übernahme durch den Fahrer gebraucht – und ist trotzdem vorzeitig ausgeschieden. Ein Rotlichtverstoß kostete 10 Punkte, eine überfahrene durchgezogene Linie weitere 2. Diese 12 Punkte fehlten am Ende, um sich in der WeRide-Gruppe gegen den Exeed EX7 durchzusetzen, der mit derselben Software antritt.

In der Monatswertung für Oktober 2026 steht Aion dennoch an der Spitze – mit 96,86 Punkten aus zwei Finalteilnahmen. Der Sprung nach oben kam allerdings nicht aus eigener Kraft: Bisheriger Spitzenreiter war Exeed, das in Changsha Federn ließ.

So rechnet die Rangliste

Grundlage ist keine Einzelveranstaltung, sondern ein rollierender Durchschnitt über die vergangenen sechs Stationen (Runde 27 bis 32, Mai bis Oktober 2026). Gewertet werden nur Marken, die in diesem Fenster mindestens zweimal ein Finale erreicht haben – aktuell 14. Jede neue Station verdrängt die älteste, ein gutes Ergebnis fällt also nach sechs Monaten wieder heraus. Bei Aion ist das der wunde Punkt: Zwei Finals sind die halbe Miete, für die Beurteilung von Stabilität über ein halbes Jahr reicht die Datenbasis nicht.

Die Top Sechs, alle aus dem Lager der Zulieferer:

  • Aion (WeRide), 96,86 Punkte – 2 Finals
  • Exeed (Bosch + WeRide), 92,81 – 4 Finals
  • Exeed (Horizon Robotics), 89,23 – 3 Finals
  • AITO (Huawei), 89,20 – 2 Finals
  • IM Motors (Momenta), 82,72 – 5 Finals
  • Avatr (Huawei), 79,95 – 3 Finals

Zulieferer vorn, Hausentwicklung hinten

Das Muster ist deutlich: Alle sechs Spitzenplätze gehen an Zulieferlösungen von WeRide, Bosch, Horizon Robotics, Huawei und Momenta. Die vier Hersteller mit eigener Software – XPeng, Li Auto, Xiaomi und NIO – landen geschlossen ab Rang 7. Wer in China über Fahrassistenz spricht, spricht inzwischen über Softwarefirmen, nicht über Autobauer.

Wie eng es zugeht, zeigt Rang 3 gegen Rang 4: Zwischen Exeed mit Horizon-Technik und AITO mit Huaweis ADS liegen 0,03 Punkte. Exeeds Rückstand ist struktureller Natur – die 102,81 Punkte aus Hefei fallen im nächsten Monat aus dem Fenster, danach droht ein Schnitt von 89,48.

Was der i60 im Verkehr zeigte

Abseits der Punkteskala lieferte der Wagen das beste Bild des Tages bei der Verzahnung von Fahren und Parken. Am Ziel angekommen, ließ er einen zu engen Parkplatz links liegen, suchte sich selbst eine Lücke am Straßenrand und setzte zurück. In einer engen Anwohnerstraße, in der kein Gegenverkehr möglich war, wich er rund 5 Meter zurück und ließ den anderen zuerst durch. In der Kategorie Alltagsszenarien blieb er ohne Abzug.

Die Schwäche liegt woanders: Beim dreipunktigen Wenden und in dichten Verkehrssituationen fehlt es der Software an Konsequenz. Dass ausgerechnet die Verkehrsregeln das Finale kosteten, ist bei einem System, das den Fahrer entlasten soll, der relevanteste Befund des Wochenendes.

Momenta: Sieg und Ausfall am selben Wochenende

Der IM Motors LS8 gewann das Finale mit 101,47 Punkten – als einziges Fahrzeug des Tages über 90 und mit 13,26 Punkten Vorsprung. Über fünf Stationen hinweg hat sich die Leistung stetig verbessert, die Abzüge in den Kategorien Ausweichen und Verkehrsregeln liegen seit drei Stationen bei null.

Das Gegenbild lieferte dieselbe Software am selben Tag: Der Denza Z9GT schied in der Vorrunde nach einer Kollision aus, der bei GAC Toyota gebaute Toyota bZ7 kam auf 49,27 Punkte. Ein Unterschied von mehr als 45 Punkten zwischen zwei Fahrzeugen mit identischem System. Die Abstimmung der Momenta-Software auf unterschiedliche Modelle bleibt das größte ungelöste Problem des Anbieters.

Die Absteiger

Xiaomi rutschte mit 43,07 Punkten auf den letzten Platz – der schwächste Wert des Herstellers in einem halben Jahr. Abzüge in allen vier Kategorien, 27 davon in Alltagsszenarien. Die im Oktober eingesetzte Version 1.18.0 soll bei der Linientreue und an Kreuzungen zugelegt haben; in den Ergebnissen schlägt sich das nicht nieder. Für deutsche Leser einzuordnen: Xiaomi tritt mit der Limousine SU7 gegen das Tesla Model 3 an und ist in Europa bislang nicht vertreten.

Li Auto verlor nach eigenen Angaben 31,14 Punkte gegenüber der Station in Shenyang und kam auf 59,5 – trotz neuer Hardware und neuer Softwareversion. Der L9 ist ein Full-Size-SUV der Oberklasse, von der Größe her eher bei BMW X7 als bei einem VW ID.4 einzuordnen. Auffällig: In extrem engen Passagen zeigte sich laut Wertungsbogen kaum Reserve.

Hongqi verlor 50,5 Punkte, davon allein 30 in der Kategorie Ausweichen – der höchste Einzelabzug, den die Serie in einem halben Jahr vergeben hat. Zeekr kam mit 66,11 Punkten zurück, blieb beim Ausweichen erstmals ohne Abzug, verlor aber 23 Punkte bei der Effizienz. WEY sprang mit 88,21 Punkten von Rang 13 auf 10 und legte damit den stärksten Zuwachs des Monats hin.

XPengs neue VLA-Generation

XPeng trat mit der Version XOS 6.3.0 an, dem ersten Einsatz der zweiten Generation eines Vision-Language-Action-Modells. Der Ansatz soll Fahrsituationen sprachbasiert interpretieren und über rund 30 Sekunden Kontextgedächtnis verfügen. Der GX kam auf 72,26 Punkte und Rang 7 – ein Rückgang gegenüber Shenyang, im Feld aber ein kleiner Fortschritt. Die Effizienz blieb mit 25 Punkten Abzug die größte Baustelle; dreipunktiges Wenden und Rückwärtsfahren gibt die Software noch nicht frei.

Was der Wettbewerb taugt

Die Veranstaltung ist kein standardisierter Test wie Euro NCAP, sondern ein privat organisiertes Rennen mit wechselnden Fahrzeugen, Fahrern und Strecken. Die Punktzahlen taugen als Trendbarometer, nicht als Kaufargument. Inhaltlich zeigt sich ein Muster, das auch für Europa gilt: Stadtpilot-Funktionen bleiben Stufe 2 der SAE-Klassifikation, der Fahrer haftet. Mercedes-Benz bietet mit DRIVE PILOT ein Stufe-3-System, allerdings nur auf Autobahnen und bei niedrigem Tempo. Ein System, das an belebten Kreuzungen regelmäßig den Fahrer übernehmen lässt, ist im Alltag kaum nutzbar – genau daran werden die nächsten Stationen gemessen.

Die 33. Runde findet am 21. und 22. November 2026 in Nanchang statt.


In Deutschland

Aion (广汽埃安) plant eine Expansion nach Europa, der Marktstart in Deutschland ist noch nicht terminiert.

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