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AionAutohome NewEnergyVon 4 Min. Lesezeit

Aion Ray7: Fastback-Limousine ab 16.500 € mit 702 km

Die Aion Ray7 startet in China als viertürige Fastback-Limousine ab ca. 16.500 €. Mit Huawei-Technik und bis zu 702 km Reichweite (CLTC) zielt sie auf junge Käufer.

Aion Ray7: Fastback-Limousine ab 16.500 € mit 702 km

Aion Ray7: Fastback-Limousine ab 16.500 € mit 702 km

Aion (广汽埃安) hat am 17. Oktober in China den Vorverkauf der neuen Ray7 gestartet. Die viertürige Fastback-Limousine ist das erste Modell der neuen Ray-Serie, die die Marke zum zehnjährigen Jubiläum für junge Kunden auflegt. Fünf Ausstattungsvarianten stehen zur Wahl, die Preise liegen bei ca. 16.500 bis 20.300 € (ca. 128.800 bis 158.800 Yuan).* Die Ray7 trägt erstmals das erneuerte Logo und die neue Designsprache und führt die Baukästen „Super-Chassis", „Super-E-Antrieb" und „Super-Intelligenz" ein.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Design und Abmessungen

Die Karosserie zeigt sich mit abfallender Fastback-Dachlinie, halbversenkten Türgriffen und 19-Zoll-Felgen in doppelter Fünfspeichen-Optik sportlich. Serienmäßig sind gelbe Bremssättel montiert. Die durchgehende Lichtleiste vorn und hinten trägt mittig das neue Aion-Logo. Zwei Farben stehen zur Wahl: Blitzgelb und Mittsommer-Violett. Die Abmessungen im Überblick:

Innenraum und Komfort

Der Innenraum ist als geschwungene, um den Fahrer gelegte Kabine (Wrap-around-Prinzip) gestaltet. Ein Dreispeichen-Multifunktionslenkrad, ein schmales Digitalinstrument und ein freistehender Touchscreen prägen das Cockpit. Durchgehende Lüftungsdüsen und eine induktive Ladeschale für Smartphones sorgen für eine aufgeräumte Optik. Die Vordersitze sind integrierte Sportsitze mit zusätzlichen Schulterstützen. Ein dreilagiges Panoramadach mit Silberbeschichtung schützt vor Sonne.

Technik und Assistenz

Der Ray7 ist mit 27 Sensoren in Automobilqualität ausgestattet, darunter ein Lidar mit 192 Linien und drei 4D-Radare. Das Fahrassistenzsystem nutzt ein End-to-End-Großmodell, das aus dem L4-Robotaxi-Programm von WeRide (文远知行) stammt. Es soll komplexe Situationen wie Dorfstraßen, Wendemanöver auf einspurigen Straßen, Ausweichmanöver sowie das Parken vom Fahrzeug bis zum Stellplatz meistern. Auch das Finden naher Parkplätze und die Passage von Schranken sind möglich, ebenso verschiedene anspruchsvolle Parksituationen.

Fahrwerk, Antrieb und Batterie

Die Ray7 nutzt eine chipbasierte, integrierte Antriebs- und Bremsarchitektur sowie die vollständig elektronische Bremsanlage HUAWEI DriveONE EMB von Huawei. Der Bremsweg aus 100 km/h soll nur 33 Meter betragen; das intelligente Drehmomentkontrollsystem iTRACK reduziert zudem das Durchdrehen auf nassen und verschneiten Straßen. Das Fahrwerk basiert auf einer rein elektrischen Heckantriebsplattform mit Erfahrung aus der Abstimmung von Alfa Romeo, einer Alu-Mix-Vorderachse mit Doppelquerlenkern, einer Fünflenker-Hinterachse, adaptiven FSD-Dämpfern und Stabilisatoren vorn und hinten.

Angetrieben wird die Limousine von einem 180 kW starken Einzelmotor von Huawei mit 235 Nm maximalem Drehmoment. Als Batterien kommen CATL-Zellen (宁德时代) mit 45,58 kWh und 62,98 kWh zum Einsatz, kombiniert mit der Aion-Sicherheitstechnologie „Magazine Battery 2.0". Die Reichweiten: 530 km (CLTC, chinesischer Verbrauchszyklus – rund 10–15 % optimistischer als WLTP) — entspricht ca. 450 km (WLTP-Schätzwert) — sowie 702 km (CLTC) — entspricht ca. 600 km (WLTP-Schätzwert).

Wettbewerb und Positionierung

Die Ray7 ist ein strategisches Modell, mit dem Aion sein Markenbild nach oben schärfen und das Klischee des reinen Familien- und Flottenfahrzeugs abstreifen will. Sie tritt im hart umkämpften Segment der Elektro-Fastbacks um umgerechnet 20.000 bis 25.000 € gegen den Xiaomi SU7 und den Shangjie (尚界) Z7 an. Der SU7 (ein Konkurrent zu Tesla Model 3 und Porsche Taycan) punktet mit Fahrleistungen und seinem eng vernetzten Ökosystem, der Z7 mit dem vollständigen Technikbaukasten der HIMA (Harmony Intelligent Mobility Alliance). Die Ray7 setzt dagegen auf eine ausgereifte Batteriesicherheit und einen niedrigeren Einstiegspreis, hat aber Nachteile bei Markenstrahlkraft und beim vernetzten Ökosystem.

Aion hatte zuvor seine Magazine-Battery-Sicherheitstechnik vorgestellt, die in über 1,5 Millionen Fahrzeugen verbaut ist und mehr als 160 Milliarden Kilometer sichere Fahrleistung absolviert hat. Zusätzlich führt die Marke eine „Drei-Verantwortungs"-Garantie ein: Für Batteriebrände im Antriebsstrang, übermäßige Batteriealterung und Unfälle beim intelligenten Parken kommt der Hersteller auf. Die hochwertige Fahrassistenz mit Lidar, End-to-End-Großmodell und leistungsstarkem Chip bringt Aion erstmals in die Preisklasse um 15.000 €; künftig soll die L4-nahe Algorithmik auch in das Segment von 10.000 bis 15.000 € wandern.


In Deutschland

In Deutschland ist die Aion Ray7 bislang nicht erhältlich. Die Marke Aion gehört zum GAC-Konzern, der seinen Europa-Vertrieb derzeit ausbaut und den Markteintritt in mehreren EU-Ländern vorbereitet. Ein konkreter Deutschland-Start der Ray7 ist noch nicht bestätigt — die Limousine ist zunächst ausschließlich für den chinesischen Markt vorgesehen. Sollte Aion die Ray-Serie nach Europa bringen, träte sie hier gegen etablierte Mittelklasse-Stromer wie den VW ID.7 oder den Tesla Model 3 an.

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