Jetour Traveler 7: ab 16.100 € als Einführungspreis
Jetour (捷途), die SUV-Marke des Chery-Konzerns, hat am 14. Oktober 2025 die neue Generation ihres Geländewagens Traveler 7 in Peking vorgestellt. Der kantige Offroader — in China als „Box-Design"-Modell bekannt — startet mit Benzinmotor offiziell bei umgerechnet ca. 17.900 € (ca. 139.900 Yuan)*, zum Aktionspreis zur Markteinführung ab ca. 16.100 € (ca. 125.900 Yuan). Die Plug-in-Hybrid-Version Traveler 7 C-DM kostet ca. 19.600 bis 22.100 € (ca. 152.900 bis 172.900 Yuan), zum Einführungspreis ab ca. 18.400 € (ca. 143.900 Yuan).
Zum Marktstart legt Jetour zusätzliche Kaufanreize in Höhe von umgerechnet bis zu ca. 5.100 € (ca. 40.000 Yuan) beim Benziner und bis zu ca. 6.400 € (ca. 50.000 Yuan) beim C-DM auf — ein weiterer Hinweis auf den intensiven Wettbewerb im chinesischen SUV-Segment.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Zwei Antriebe, ein Konzept
Der Traveler 7 ist wahlweise mit reinem Verbrenner oder als Plug-in-Hybrid (PHEV) erhältlich. Der Benziner kombiniert einen 2,0-Liter-Turbomotor (Kunpeng 2.0 TGDI) mit 187 kW und 8-Gang-Automatik. Der C-DM-Hybrid setzt auf drei Elektromotoren mit echtem Allradantrieb und kommt auf eine Systemleistung von 575 kW bei 835 Nm Drehmoment — Werte auf Sportwagen-Niveau.
Die wichtigsten Daten der Hybridversion:
- Batterie: 45,12 kWh (CATL)
- Elektrische Reichweite: 251 km (CLTC) — entspricht ca. 210 km (WLTP-Schätzwert)
- Gesamtreichweite: 1.400 km (CLTC) — entspricht ca. 1.190 km (WLTP-Schätzwert)
- Verbrauch: 1,08 l/100 km (Normwert)
- Radstand: 2.800 mm | Kofferraumvolumen: 580 l
Zum besseren Vergleich: CLTC ist der chinesische Verbrauchszyklus und liegt typischerweise 10–15 % über dem europäischen WLTP-Wert.
Huawei-Technik und Offroad-Fokus
Während der Benziner das hauseigene „Falcon 500"-Fahrassistenzsystem (ADAS) für den Autobahn-Pilot (NOA) und automatisches Parken nutzt, greift die Hybridversion zur Technik von Huawei (华为): Das Qiankun-ADS-5-System mit Lidar und 27 Sensoren übernimmt den Stadtpilot. Beide Modelle teilen sich das XWD-Allradsystem mit automatischer Geländeanpassung; der Verbrenner verfügt zusätzlich über eine intelligente Momentenverteilung und eine Differenzialsperre.
Rund um das Fahrwerk setzt Jetour auf eine 81-prozentige Hochfeststahl-Karosserie und einen integrierten Leiterrahmen; dazu gibt es eine lebenslange Garantie für das gesamte Fahrzeug.
Komfort im Fokus
Im Innenraum gibt es einen 15,6-Zoll-Bildschirm in 2,5K-Auflösung mit Qualcomm-Chip (8255), 24 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Massenspeicher sowie ein KI-Sprachmodell von iFlytek, das mehrere Befehle in Folge versteht. Hinzu kommen ein 64-Zoll-Panoramadach, eine 256-Farben-Ambientebeleuchtung, Komfortsitze mit 12-Lagen-Struktur samt Frontheizung, -belüftung und SPA-Massage sowie ein 23-Lautsprecher-Soundsystem. Insgesamt 73 Ablagemöglichkeiten und ein bei umgeklappter zweiter Reihe entstehendes Liegebett sollen das Fahrzeug zum Reisebegleiter machen.
Mit seiner kantigen Form und dem 2.800-mm-Radstand tritt der Traveler 7 gegen klassische Offroader wie den Jeep Wrangler oder den Land Rover Defender an — zu einem Bruchteil von deren Preisen.
Verkaufszahlen und Strategie
Jetour verfolgt seit 2018 die „Reise+"-Strategie. Weltweit hat die Marke bislang mehr als 2,56 Millionen Fahrzeuge verkauft, allein die Traveler-Reihe kommt auf rund 600.000 Einheiten. Seit 31 Monaten in Folge liegen die Monatsverkäufe über 10.000 Einheiten, in 13 Ländern führt die Baureihe die Kategorie der Box-Design-Modelle an — von der G318-Route bis zur Wüste.
In Deutschland
In Deutschland ist Jetour bislang nicht vertreten; auch ein konkreter Europa-Start für den Traveler 7 ist nicht angekündigt. Die Marke konzentriert sich weiterhin auf den chinesischen Heimatmarkt sowie ausgewählte Übersee-Märkte. Für deutsche Käufer, die einen kantigen Offroader suchen, bleiben vorerst Modelle wie der Land Rover Defender, der Jeep Wrangler oder der Mercedes-Benz G-Klasse die einzigen Optionen im Segment.