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GeelyCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

Geely bringt Google Gemini und Maps ab 2027 ins Auto

Geely rüstet seine Übersee-Modelle ab der zweiten Hälfte 2027 mit Google Gemini, Maps und Play aus. Erste Details zur Partnerschaft nannte CTO Dr. Shen Yuan.

Geely bringt Google Gemini und Maps ab 2027 ins Auto

Geely bringt Google Gemini und Maps ab 2027 ins Auto

Geely hat eine globale Partnerschaft mit Google geschlossen. Ab der zweiten Hälfte 2027 sollen Fahrzeuge der Marke in Überseemärkten mit Google Gemini, Google Maps und Google Play ausgestattet werden. Das gab Konzern-CTO Dr. Shen Yuan am 16. Oktober 2026 bekannt. Ein Preis für das Paket wurde nicht genannt — die Dienste gelten als Teil des digitalen Cockpits.

Google-Ökosystem statt Insellösung

Die Vereinbarung umfasst laut Geely den Aufbau einer kompletten Cockpit-Umgebung auf Basis der Google-Dienste. Sie soll in allen Pkw-Marken des Konzerns zum Einsatz kommen, die in Märkten verkauft werden, in denen Google-Dienste verfügbar sind. Der erste Serienwagen mit den Google-Funktionen soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2027 auf den Weltmarkt kommen. Welches Modell den Anfang macht, ließ das Unternehmen noch offen.

Konkret sollen Fahrer künftig Ziele suchen, Ladestationen in der Nähe finden und Apps direkt im Fahrzeug nutzen können. Die Sprachsteuerung übernimmt Google Gemini. Für deutsche Autofahrer ist das vor allem deshalb interessant, weil Google-Dienste hierzulande zum Alltag gehören — anders als die bislang meist auf chinesischen Servern laufenden Cockpit-Ökosysteme vieler chinesischer Hersteller.

Shen Yuan: „Technik soll nicht fordern"

Der CTO betonte, es gehe nicht darum, dem Fahrer mehr Technik vor die Nase zu setzen: „Diese Partnerschaft bedeutet nicht, mehr Technologie vor den Fahrer zu stellen. Sie soll dafür sorgen, dass sich die Technik weniger aufdringlich und intuitiver anfühlt. Ein digitales Cockpit kann sehr schnell überladen wirken“, sagte Shen Yuan. Funktionen konkurrierten um Aufmerksamkeit, Menüs würden tiefer, eine einfache Fahrt erfordere zu viele Berührungen. Genau das wolle Geely vermeiden.

Konzern rüstet sich für Überseemärkte

Die Google-Einbindung ist Teil einer breiteren Software-Offensive des Geely-Konzerns.

  • Marken im Portfolio: Geely, Geely Galaxy, Zeekr, Lynk & Co, Volvo, Polestar, Lotus, Smart, Farizon, Proton, LEVC und Riddara
  • Erstes Modell mit Google-Diensten: Marktstart zweite Hälfte 2027, Name noch unbekannt
  • Umfang: Google Gemini, Google Maps, Google Play, Sprachsteuerung
  • Zielmärkte: Überseemärkte mit verfügbaren Google-Diensten
  • Vorherige Software-Schritte: Zeekr kooperiert mit AirConsole für Cloud-Gaming sowie mit dem Anbieter 3 Screen Solutions (3SS) für eine Medienplattform auf Basis von Android Automotive OS

Mit Volvo, Polestar und Smart gehören bereits mehrere europäisch geprägte Marken zum Konzern. Deren Modelle treten unter anderem gegen den VW ID.4, den Tesla Model Y und den Hyundai Ioniq 5 an — Konkurrenz, die bei Software und Vernetzung ebenfalls aufrüstet.


In Deutschland

Geely ist in ausgewählte EU-Märkte erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland. Für hiesige Käufer ist die Google-Partnerschaft dennoch relevant: Sollte die Marke nach Deutschland kommen, dürften Fahrzeuge mit Google Maps, Play und Gemini die gleiche Cockpit-Erfahrung bieten wie bei VW, Volvo oder Polestar. Konzernschwestern wie Volvo und Polestar sind hierzulande bereits mit Google-Diensten an Bord unterwegs.


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