VW ID.Buzz: Nachfolger auf SSP-Plattform erst ab 2030
Die nächste Generation des VW ID.Buzz kommt frühestens 2030. Das hat Volkswagen-Chef Thomas Schäfer am Rande des Pariser Autosalons 2026 in einem Medieninterview bestätigt. Der Elektro-Bulli soll dann auf die konzernweite SSP-Plattform (Scalable Systems Platform) wechseln und günstiger werden als das aktuelle Modell. Einen konkreten Termin nannte Schäfer nicht — die Branche rechnet mit 2030 als frühestem realistischen Debüt.
SSP-Plattform als neue Basis
Die architektonische Neuausrichtung ist der Kern des Projekts. Die SSP-Plattform soll bei Volkswagen künftig Verbrenner- und Elektroarchitekturen zusammenführen. Als erstes Fahrzeug auf dieser Basis gilt ein Flaggschiff-SUV, das möglicherweise ID. Touareg heißen wird und für 2029 erwartet wird. Da der ID.Buzz erst danach folgen soll, wäre 2030 das früheste mögliche Debüt.
Der Preisvorteil ist erklärtermaßen das Ziel: Der neue ID.Buzz soll unter dem heutigen Einstiegspreis liegen. Wie groß der Sprung ausfällt, ließ Volkswagen offen. Als Kostentreiber will VW künftig auf LFP-Akkus (Lithium-Eisenphosphat) setzen — eine Zellchemie, die vor allem chinesische Hersteller wie BYD und CATL zur Serienreife gebracht haben und die in China bereits große Stückzahlen erreicht.
Design: vertraute Form, neuer Auftritt
Designchef Andreas Mindt verspricht eine deutliche optische Abkehr vom aktuellen Modell, ohne die Identität des Bulli aufzugeben. Der heutige ID.Buzz lebe von seinem Retro-Charme, sagte Mindt. Die nächste Generation soll darauf aufbauen, aber „stabiler“, gefälliger und mit überraschenden Details gezeichnet werden — eine Linie, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Marke verbinden soll.
Technik: mehr Reichweite, schnelleres Laden
Der Plattformwechsel bringt laut Volkswagen spürbare Fortschritte bei den Kerndisziplinen. Erwartet werden:
- höhere Reichweite durch die neue Architektur
- schnellere Ladeleistung an Gleichstromsäulen
- modernere Fahrassistenz- und Infotainmentsysteme
- geringere Kosten durch LFP-Batteriezellen
Der aktuelle ID.Buzz tritt in Deutschland unter anderem gegen den Mercedes EQV und den Ford E-Tourneo Custom an. Weitere Details zur nächsten Generation will Volkswagen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben.
In Deutschland
Der ID.Buzz ist in Deutschland und ganz Europa erhältlich und wird in Hannover gefertigt. Die aktuelle Modellgeneration bleibt bis zum SSP-Nachfolger im Programm — ein Termin vor 2030 gilt als unwahrscheinlich. Ob die nächste Generation auch in China gefertigt oder dort verkauft wird, ist bislang nicht bestätigt.