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HuaweiD1EVVon 3 Min. Lesezeit

Yijing X9: 9.157 Bestellungen, Auslieferung stockt

Der Dongfeng-Huawei-SUV Yijing X9 startet in China ab rund 38.400 €. 9.157 Bestellungen in 24 Stunden — doch die Auslieferung verzögert sich.

Yijing X9: 9.157 Bestellungen, Auslieferung stockt

Yijing X9: 9.157 Bestellungen, Auslieferung stockt

Der chinesische Hersteller Yijing (奕境) hat mit dem X9 sein neues Familien-Flaggschiff an den Start gebracht. Der große Sechssitzer-SUV entsteht in enger Zusammenarbeit von Dongfeng und Huawei und startet in China in der 300.000-Yuan-Klasse — umgerechnet ab ca. 38.400 € (ca. 300.000 Yuan).* Der Marktstart erfolgte am 24. September.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

9.157 verbindliche Bestellungen in 24 Stunden

Die Nachfrage nach dem X9 ist enorm: Wie das Branchenportal Gasgoo berichtet, gingen innerhalb der ersten 24 Stunden nach Marktstart 9.157 verbindliche Bestellungen (chinesisch „大定", also Bestellungen mit Anzahlung) ein. Schon im Vorverkauf hatten sich binnen eines Tages mehr als 20.000 unverbindliche Vorbestellungen („小订") angesammelt. Damit etabliert sich der Yijing X9 im umkämpften Segment der großen Sechssitzer-SUVs — eine Klasse, in der auch Modelle wie der Li Auto L8 oder der AITO M9 antreten.

Markenchef entschuldigt sich für Wartezeiten

Angesichts der hohen Nachfrage wurde „Wann kann ich mein Auto abholen?" zur meistgestellten Frage in den Nutzerforen. Markenchef Zeng Qinglin reagierte nun öffentlich über seinen Weibo-Kanal und räumte ein, dass über Plattformen, Kommentarspalten und Händler fast nur noch Lieferanfragen eingingen. Er entschuldigte sich bei den Kunden für die langen Wartezeiten, betonte aber zugleich: „Lieber lassen wir die Kunden ein paar Tage länger warten und zahlen Ausgleichspunkte für die Überschreitung, als dass ein nicht fertig entwickeltes Fahrzeug an einen Kunden geht."

Sein Credo: Geschwindigkeit müsse sich der Qualität unterordnen. Die erforderlichen Prüfprozesse und Qualitätsschranken würden „nicht um ein einziges Stück" reduziert.

Fahrzeuge mit Sonderausstattung laufen jetzt vom Band

Laut Zeng haben mittlerweile auch die Bestellungen mit Sonderausstattung die Produktion erreicht und sollen in Kürze ausgeliefert werden. Die längeren Lieferzeiten für diese Varianten begründen sich einerseits mit der Teilebeschaffung, andererseits mit strengen internen Qualitätsprüfungen: Neue Ausstattungsoptionen dürfen erst dann in Serie gehen, wenn der komplette Produktions- und Validierungsprozess abgeschlossen ist. Diese Prüfungen seien nun abgeschlossen, das Material sei vorhanden.

Um die Auslieferung zu beschleunigen, stehen Vorstandschef Wang Junjun und Zeng Qinglin nach eigenen Angaben täglich mit dem Produktionssystem in Kontakt und prüfen den Versandstatus. Auftretende Probleme sollen noch am selben Tag gelöst werden. Werk, Logistik und Auslieferungsteams arbeiten im Dauerbetrieb, die täglichen Auslieferzahlen sollen schrittweise steigen.

Huawei liefert 23 Prüfstandards, Werk Chengdu fertigt

Der X9 ist als zweite Generation eines Familien-Flaggschiffs das Ergebnis einer gemeinsamen Entwicklung von Dongfeng und Huawei. Huawei steuerte unter anderem 23 Validierungsstandards und -methoden für das Gesamtfahrzeug bei, mit denen das Modell in mehreren Kategorien zur Branchenspitze aufschließen soll. Das Werk im chinesischen Chengdu arbeitet nach Huawei-Qualitätsstandards; jede Einheit durchläuft mehrere Abnahmeprüfungen nach der Montage.

Beobachter sehen in dem offenen Umgang mit den Wartezeiten ein Signal: In einer Branche, in der alle Hersteller um die schnellste Auslieferung wetteifern, setzt Yijing auf Transparenz statt Tempo — ein Ansatz, der Vertrauen bei einer neuen Premiummarke aufbauen soll.


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.

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