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BYDCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

BYD Racco: Kei-EV startet in Macau und Sri Lanka

BYD bringt seinen japanischen Kei-Stromer Racco erstmals in andere Rechtslenker-Märkte: Ab sofort in Macau, ab 9. Oktober in Sri Lanka. Europa bleibt vorerst außen vor.

BYD Racco: Kei-EV startet in Macau und Sri Lanka

BYD Racco: Kei-EV startet in Macau und Sri Lanka

BYD (比亚迪) weitet den Verkauf seines Kleinwagens Racco aus: Nach dem Debüt in Japan startet das Elektro-Modell nun auch in Macau und Sri Lanka — den ersten Rechtslenker-Märkten außerhalb Japans. In Macau hat BYD die Bestellbücher bereits geöffnet, in Sri Lanka erfolgt die offizielle Markteinführung am 9. Oktober 2026.

Der Racco ist BYDs erstes speziell für den japanischen Markt entwickeltes Modell und erfüllt die strengen Kei-Car-Vorgaben des Landes, die Größe und Leistung begrenzen. Im Gegenzug profitieren Kei-Cars von Steuervorteilen, und in bestimmten Regionen müssen Halter keinen Nachweis über einen Stellplatz erbringen. Nach Angaben von BYD hat der Racco seit dem Start vor zwei Monaten mehr als 2.000 Bestellungen gesammelt.

Japan wird zum Sprungbrett

Die Ankündigung fiel laut dem chinesischen Tech-Portal IT Home bei einem Händler in Hiratsuka in der Präfektur Kanagawa. Anlass ist ein Verkaufsmeilenstein: Seit dem Markteintritt in Japan hat BYD dort mehr als 10.000 Fahrzeuge abgesetzt. Der Racco ist der erste Kei-Stromer, der eine WLTC-Reichweite von über 300 km erreicht.

BYD-Vertreter erklärten, man prüfe die Nachfrage nach dem Racco außerhalb Japans aktiv und wolle dabei Rechtslenker-Märkte bevorzugen. Als mögliche weitere Ziele gelten Hongkong, wo Suzuki mit Modellen wie Hustler, Jimny und Carry bereits Fuß gefasst hat, sowie Großbritannien, wo Honda den Super-N positioniert hat. Australien ist ebenfalls ein Kandidat — Mitsubishi hatte dort einen Kei-Stromer wegen hoher Homologationskosten verworfen.

Technische Daten des BYD Racco

  • Abmessungen: 3.395 / 1.475 / 1.800 mm, Radstand 2.520 mm
  • Vier Sitzplätze, Kofferraumvolumen 280 Liter
  • Wendekreis: 4,8 Meter
  • Vorderer E-Motor: 47 kW (63 PS) — exakt an der Kei-Grenze
  • Batterie: LFP mit 22,4 kWh oder 35,84 kWh
  • Reichweite: 210 km beziehungsweise 320 km (WLTC — entspricht dem europäischen Verbrauchszyklus)
  • Einstiegspreis in Japan: 2,145 Millionen Yen (ca. 12.500 €; ca. 13.600 US-Dollar)*

Hinweis: Preise beziehen sich auf den japanischen Markt und können in anderen Regionen abweichen.

Warum Europa und China leer ausgehen

Für Linkslenker-Märkte wie Kontinentaleuropa oder BYDs Heimatmarkt China ist der Racco derzeit nicht vorgesehen. In China dominieren Mini-EVs der rund 10.000-US-Dollar-Klasse wie der Changan Lumin oder der Wuling Mini EV das Segment — der vergleichsweise hochpreisige Kei-Stromer dürfte dort schwer zu positionieren sein.

In Japan konkurriert der Racco vor allem mit dem Nissan Sakura und dem Mitsubishi eK X EV, mit dem er sich eine Plattform teilt. Auch Chery plant über ein Joint Venture, ab 2027 Kei-Stromer in Japan anzubieten.


In Deutschland

BYD ist bereits auf dem deutschen Markt vertreten. Aktuelle Modelle in Deutschland: Atto 2, Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7, Han.

BYD ist seit 2022 auf dem deutschen Markt aktiv und baut sein Händlernetz kontinuierlich aus. Der hier vorgestellte Kleinstwagen Racco wird jedoch nicht nach Deutschland kommen: Er ist ausschließlich für Rechtslenker-Märkte wie Japan, Macau und Sri Lanka entwickelt und erfüllt die speziellen Kei-Car-Vorgaben Japans, die in Europa keine Rolle spielen. Deutsche Kunden, die einen kompakten BYD-Stromer suchen, greifen weiterhin zum Dolphin oder Atto 2.


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