BMW i3 Neue Klasse: 1.213 km ohne Ladestopp
BMW (宝马) hat am 15. Oktober 2026 am Standort Shenyang die sechste Generation seiner Antriebsbatterie in Serie vom Band geholt — die erste großvolumige Serienfertigung großer zylindrischer Akkuzellen (Rundzellen) dieser Art in China. Der BMW-Vorstandsvorsitzende reiste zum „China Innovation Day" an und nannte den Start „einen bedeutenden Moment für BMW, für Shenyang und für unsere Entwicklung in China". Die Stromer der Neuen Klasse, BMW iX3 und BMW i3, stehen damit in den Startlöchern.
960 Zellen, kein Modul, 800 Volt
Die Gen6-Batterie gilt als technisches Herz der Neuen Klasse. Sie arbeitet mit 960 großen Rundzellen, angeordnet in 40 Reihen zu je 24 Zellen, zwischen denen jeweils eigene Kühlplatten sitzen. Statt klassischer Module werden die Zellen per CTC-Bauweise (Cell-to-Pack) direkt in das Batteriegehäuse integriert — das spart Bauraum und Gewicht. Laut BMW liegt die Energiedichte mehr als 20 % über der Vorgängergeneration, Ladegeschwindigkeit und Reichweite verbessern sich um bis zu 30 %. Die Technik wurde auf der Weltkonferenz für Neue Energiefahrzeuge 2026 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet.
Für die Fertigung setzt BMW auf die iFACTORY-Strategie mit digitalem Zwilling, KI-gestützter Qualitätskontrolle und industriellem IoT. Jede Batterie durchläuft vor dem Bandende eine vollständige Leistungs- und Sicherheitsprüfung. Mit der lokalen Batteriefertigung stammen die drei Kernkomponenten des Gen6-Antriebsstrangs — Motor, Leistungselektronik und Akku — nun vollständig aus chinesischer Produktion.
1.213 Kilometer ohne Ladestopp
Die Papierwerte ließ BMW auf der Straße prüfen: Beim „Qianlima"-Test fuhr nach BMW-Angaben ein BMW i3 der Neuen Klasse 1.213 km am Stück ohne Zwischenladung über Autobahn, Landstraße, Nebenstraßen und Stadtverkehr — eine reine Realstrecke, die den Alltag der Kunden abbilden soll. Die Reichweitenquote lag bei 118 %.
Derweil sammelte der BMW iX3 bei den Branchenpartnern großes Lob: Fünf Zulieferer aus den Bereichen Antriebsbatterie, künstliche Intelligenz und Fahrzeugkomponenten platzierten vor Ort ihre ersten Bestellungen. Der lange Atem resultiert laut BMW aus dem Zusammenspiel von Gen6-Batterie, 800-Volt-Architektur, Energiemanagement, Software-Architektur und Fahrwerksintegration — nicht aus reinen Hardware-Werten.
Milliarden-Investition in Shenyang
Seit 2010 hat BMW am Standort Shenyang mehr als 15,4 Mrd. € (ca. 120 Mrd. Yuan) investiert, allein in das Gen6-Batterieprojekt flossen rund 1,28 Mrd. € (ca. 10 Mrd. Yuan).* Im Mai 2026 lief dort das siebenmillionste Fahrzeug vom Band. Die Wertschöpfungskette von Forschung über Einkauf bis zur Fahrzeug- und Batterieproduktion ist vollständig lokal abgebildet.
Nach aktueller BMW-Strategie kommen bis 2027 fast 20 neue oder überarbeitete BMW-Modelle mit Neue-Klasse-Technik auf den chinesischen Markt. Bis 2030 soll der Anteil lokal gefertigter Fahrzeuge auf über 95 % steigen. Zugleich prüft BMW den Export chinesisch gebauter Stromer nach Südostasien.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
In Deutschland
Der BMW iX3 der Neuen Klasse ist als globales Modell auch für den deutschen Markt vorgesehen und wird in Europa gefertigt. Die hier beschriebene Shenyang-Produktion von Antriebsbatterie und Fahrzeugen dient dem chinesischen Markt; die Modelle aus China sind in Deutschland nicht erhältlich. Die Gen6-Rundzelltechnik gilt als technologische Basis für die kommenden europäischen Neue-Klasse-Stromer.