Jetour Traveler 7: 1.400 km (CLTC), Marktstart Ende 2026
Jetour (捷途) hat den neuen Traveler 7 vorgestellt — die nächste Generation des kastenförmigen SUV-Bestsellers der chinesischen Marke. Der Wagen kommt in zwei Antriebsvarianten: als Verbrenner mit 2,0-Liter-Turbobenziner und als Plug-in-Hybrid C-DM. Ein chinesischer Marktstart ist für Ende 2026 geplant. Preise hat Jetour noch nicht genannt.
Die Traveler-Baureihe ist für Jetour ein zentrales Standbein: Weltweit wurden bislang rund 600.000 Einheiten verkauft, die Marke insgesamt liegt bei über 2,56 Millionen Fahrzeugen. Seit 31 Monaten in Folge verkauft sich die Reihe mit mehr als 10.000 Einheiten pro Monat, in 13 Ländern führt sie die Zulassungsstatistik der kastenförmigen SUV an.
Zwei Antriebe, zwei Philosophien
Der Verbrenner setzt auf einen 2,0-Liter-Turbobenziner (Kunpeng 2.0TGDI) mit 187 kW, gekoppelt an eine 8-Gang-Automatik. Der C-DM greift dagegen auf das Kunpeng-Hybridsystem 7.0 zurück:
- Drei Elektromotoren, echter Allradantrieb
- 575 kW Systemleistung, 835 Nm Drehmoment
- 45,12 kWh großer Akku von CATL
- 251 km rein elektrisch (CLTC — chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) — entspricht ca. 210 km (WLTP-Schätzwert)
- 1.400 km Gesamtreichweite (CLTC) — entspricht ca. 1.190 km (WLTP-Schätzwert)
- Verbrauch: 1,08 l/100 km (Normwert)
Serienmäßig an Bord ist das Allradsystem XWD mit automatischer Momentenverteilung und Differenzialsperre. Damit positioniert sich der Traveler 7 als Konkurrent zu etablierten Geländewagen wie dem Land Rover Defender oder dem Toyota Land Cruiser — allerdings zu deutlich niedrigerem Preisniveau.
Huawei-Technik und Komfortausstattung
Beim Fahrassistenzsystem geht Jetour getrennte Wege: Der Verbrenner nutzt das hauseigene Falcon-500-System mit Autobahn-Pilot (NOA) und automatischem Parken. Die C-DM-Version erhält dagegen das Qiankun-ADS-5-System des Zulieferers Huawei mit Lidar im Innenraum, 27 Sensoren und einem Dual-Modus-Kamerasystem. Damit ist der Traveler 7 eines der wenigen Modelle, die je nach Antrieb unterschiedliche Fahrassistenz-Plattformen bieten.
Im Innenraum setzt Jetour auf das Infotainmentsystem TOUR OS mit Qualcomm-Snapdragon-8255-Chip, 24 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher. Der 15,6-Zoll-Bildschirm löst in 2,5K auf und wird durch ein KI-Sprachmodell (iFlytek Spark) ergänzt, das mehrere aufeinanderfolgende Sprachbefehle versteht.
Platz, Ausstattung und Sicherheit
Der Traveler 7 misst 2.800 mm im Radstand und bietet 580 Liter Kofferraumvolumen; die zweite Reihe lässt sich per Knopfdruck zu einer zwei Meter langen Liegefläche umklappen. Insgesamt 73 Ablagefächer verteilen sich im Innenraum.
- 81 % hochfester Stahl in der Käfigkarosserie, integrierter Leiterrahmen
- Großzügiges Panorama-Glasdach (ca. 1,6 m² Fläche)
- 256-farbige Ambientebeleuchtung
- „Shuyun"-Sitze mit Zwölfschicht-Aufbau, Frontheizung/-lüftung und SPA-Massage
- 23-Lautsprecher-Soundsystem
- Serienmäßige lebenslange Fahrzeuggarantie (China)
Optisch bleibt der Traveler 7 der klassischen „Boxy"-Form treu, ergänzt um eine höhere Motorhaube, einen breiten Radlauf in Wagenfarbe und runde Scheinwerfer mit durchgehendem Lichtband. Jetour offeriert fünf Lackierungen, darunter ein mehrschichtiges „Highway Grey" von PPG, sowie einen optionalen Heck-Aufsatzbox („Reise-Rucksack").
In Deutschland
Jetour ist in Deutschland und Europa bislang nicht als Pkw-Marke vertreten; die Marke konzentriert sich auf den chinesischen Markt und ausgewählte Übersee-Regionen. Ein konkreter Europa-Marktstart des Traveler 7 ist nicht angekündigt. Wer in Deutschland einen kastenförmigen Geländewagen mit Verbrenner- oder Plug-in-Hybrid-Antrieb sucht, findet im Land Rover Defender, Toyota Land Cruiser oder im neuen Toyota Land Cruiser Prado bekannte Alternativen — allerdings zu einem deutlich höheren Preisniveau. Jetour-Mutterkonzern Chery ist in Europa bislang nur mit der Marke Omoda/Jaecoo aktiv.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.