Zeekr 7X in Europa: 35 PS mehr ab 52.990 €
Zeekr (极氪) hat die überarbeitete Version seines Elektro-SUVs 7X für den europäischen Markt vorgestellt. Der 7X ist zunächst in Frankreich bestellbar, die günstigste Variante startet bei 52.990 €. Die ersten Auslieferungen sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Wichtig für europäische Kunden: Das Europa-Modell unterscheidet sich technisch deutlich vom Facelift, das Zeekr parallel in China anbietet. Dort leistet die Allradversion 585 kW (795 PS) und nutzt eine 103 kWh große NMC-Batterie. Der 7X tritt in der Mittelklasse unter anderem gegen VW ID.4 und Tesla Model Y an.
Antrieb: Rund 35 PS mehr und mehr Effizienz
Die Basisversion des neuen 7X treibt ein einzelner Elektromotor an der Hinterachse an. Seine Spitzenleistung steigt von 310 kW (421 PS) auf 335 kW (455 PS), der Sprint auf 100 km/h gelingt in 5,6 Sekunden. Als Energiespeicher dient ein LFP-Akku mit 75 kWh, der nach WLTP 482 km weit reicht. Wer mehr Reichweite braucht, wählt die Long-Range-Version mit 100 kWh großer NMC-Batterie und 627 km nach WLTP. Zum Vergleich: Das Modelljahr 2025 kam auf 480 bzw. 618 km — das Update arbeitet also auch etwas effizienter.
- Einstiegsversion: 335 kW (455 PS), 75 kWh LFP, 482 km (WLTP), 5,6 s auf 100 km/h
- Long Range RWD: 100 kWh NMC, 627 km (WLTP)
- Allrad (Privilege AWD): 500 kW (680 PS), 545 km (WLTP), 3,7 s auf 100 km/h
- Laden: 10 auf 80 Prozent in 15 Minuten
- Architektur: 800-Volt-System
Allrad mit 680 PS, aber ohne China-Technik
Die Topversion Privilege AWD legt um rund 40 PS zu und kommt auf 500 kW (680 PS). Damit beschleunigt der Allradler in 3,7 Sekunden auf 100 km/h — 0,1 Sekunden schneller als das bisherige Topmodell mit 470 kW (639 PS), das 3,8 Sekunden benötigte. Geladen wird der gesamte 7X an der 800-Volt-Architektur in 15 Minuten von 10 auf 80 Prozent.
Optisch erkennen Kenner das Update an neu gezeichneten Stoßfängern. Im Innenraum erhielt die Mittelkonsole ein neues Layout: Der störende Vorsprung hinter der induktiven Ladeablage für Smartphones entfällt. Zudem hat Zeekr eine Partnerschaft mit AirConsole angekündigt, einer Cloud-Plattform für lokale Multiplayer-Spiele, die Gaming im Fahrzeug ermöglicht.
ADAS von Bosch, aber ohne Stadtpilot
Beim Fahrassistenzsystem (ADAS) setzt Zeekr in Europa auf Bosch-Technik mit sieben Kameras und drei Millimeterwellen-Radaren für den adaptiven Tempomaten. Überraschend: Der Geely-Konzern bringt sein selbst entwickeltes G-ASD-G-Pilot-System, das auf der CES 2026 Weltpremiere feierte, nicht nach Europa. Auch die Funktion Navigate On Autopilot (NOA) — vergleichbar mit Tesla FSD — bleibt dem Europa-7X verwehrt, obwohl sie bei BYD und XPeng demnächst in Europa verfügbar sein soll. Immerhin: Ein ferngesteuerter Parkassistent ist an Bord.
Preise in Frankreich
- Zeekr 7X Core RWD — 52.990 €
- Zeekr 7X Long Range RWD — 57.990 €
- Zeekr 7X Privilege AWD — 64.990 €
In Deutschland
Zeekr ist bislang in den Niederlanden und in Schweden erhältlich; ein Markteintritt in Deutschland ist angekündigt, konkrete Termine stehen noch aus. Das neue 7X-Facelift startet zunächst in Frankreich, wo es ab 52.990 € bestellbar ist.




