Aiva ME7: Seres-CATL-Stromer mit bis zu 563 PS
Seres und CATL bringen ihren ersten gemeinsamen Stromer auf den Weg
Am 16. Oktober 2026 ist der Aiva ME7 in der aktuellen Typgenehmigungsliste des MIIT (chinesisches Industrie- und Informationsministerium) aufgetaucht. Der große Elektro-Fünfsitzer ist das erste Modell aus der Partnerschaft zwischen Seres (赛力斯) und dem Batteriekonzern CATL (宁德时代). Damit beginnt für das Duo die heiße Phase der Markteinführung auf dem chinesischen Heimatmarkt. Einen Preis hat der Hersteller noch nicht genannt.
Die Marke tritt im Chinesischen unter dem Namen „Saidou" an. Der ME7 ist als rein elektrisches Fahrzeug (BEV) mit wahlweise einem oder zwei Motoren angekündigt. Alle Versionen sind fünfsitzig. Optional gibt es unter anderem rote Bremssättel, ein schwarzes Dach, verschiedene Räder, eine Anhängerkupplung und ein ETC-Bordgerät für die chinesische Maut. Serienmäßig an Bord ist ein Unfalldatenschreiber (EDR).
Fünf Meter Länge, bis zu 563 PS Systemleistung
Mit 4.999 mm Länge, 1.999 mm Breite und 3.050 mm Radstand rangiert der Aiva ME7 in der Oberklasse — dort, wo Modelle wie der NIO ET7 oder der Mercedes EQE antreten. Mit 1.616 mm (bzw. 1.626 mm) Höhe ist er allerdings deutlich hochbeiniger als eine klassische Fließheck-Limousine.
Die wichtigsten Daten:
- Länge: 4.999 mm
- Breite: 1.999 mm
- Höhe: 1.616 mm / 1.626 mm
- Radstand: 3.050 mm
- Höchstgeschwindigkeit: 255 km/h
- Anhängelast: 700 kg
- Sitzplätze: fünf
Beim Antrieb gibt es zwei Varianten. Die Basisversion fährt mit einem Heckmotor von Chongqing Qingshan Industrial und leistet 270 kW (362 PS). Die Allradversion kombiniert denselben Heckmotor mit einem Frontmotor von Chongqing Jinkang Powertrain New Energy, der 150 kW (201 PS) beisteuert. In Summe kommen so 420 kW (563 PS) zusammen.
Batterie kommt aus dem Seres-Werk
Als Stromspeicher dienen ternäre Lithium-Ionen-Zellen von CATL. Der Konzern hat bereits im Juni 2025 zwei Fertigungslinien für CTP-2.0-Pakete im Seres-Werk in Betrieb genommen. CTP (Cell-to-Pack) heißt, dass die Zellen ohne klassische Module direkt ins Batteriepaket wandern — das spart Bauraum und Gewicht. Die Pakete werden damit direkt am Montageband der Flaggschiffe Aito (问界) M9 und M8 verbaut („Production-to-Installation").
Erst eine Woche vor dem Behörden-Eintrag hatten Seres und CATL eine Vereinbarung unterschrieben, um den Bau der Phase II des „Werk-im-Werk"-Projekts zu beschleunigen. Phase II ist auf eine Jahreskapazität von 10 bis 12 GWh ausgelegt. Nach der Fertigstellung sollen Phase I und II zusammen auf mehr als 20 GWh pro Jahr kommen — genug Zellen für mehrere zehntausend Fahrzeuge jährlich.
Für deutsche Autofahrer ist der Aiva ME7 vorerst ein Blick in die Zukunft: Das Modell ist ein reines China-Produkt und tritt gegen eine wachsende Riege heimischer Elektro-Oberklasse an — von NIO bis zu den Elektroflaggschiffen von BMW, Mercedes-Benz und Audi.
In Deutschland
Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.




