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HuaweiChooseAutoVon 3 Min. Lesezeit

Shangjie Z9: Huawei-Flaggschiff ab ca. 38.400 €

Shangjie Z9: Das neue Flaggschiff-SUV startet in China ab ca. 38.400 €. Der Fünfmeter-Stromer mit Huaweis ADS 5, Lidar und HarmonyOS bleibt vorerst ein China-Modell.

Shangjie Z9: Huawei-Flaggschiff ab ca. 38.400 €

Shangjie (尚界), das gemeinsame Premium-EV-Projekt von SAIC und Huawei, bringt mit dem Z9 sein erstes großes SUV an den Start. Die Typzulassungsdaten des Modells sind jetzt beim MIIT (chinesisches Industrie- und Informationsministerium) aufgetaucht, der Vorverkauf soll noch in diesem Jahr beginnen. Der Einstiegspreis dürfte nach Einschätzung chinesischer Medien oberhalb von ca. 38.400 € (ca. 300.000 Yuan) liegen und damit deutlich über den bisherigen Shangjie-Baureihen Z7 und Z7 GT.

Fünfmeter-SUV mit zwei Antriebsvarianten

Der Z9 misst 5.139 mm in der Länge, 2.005 mm in der Breite und 1.776 mm in der Höhe, der Radstand liegt bei 3.086 mm. Damit tritt er gegen Modelle wie den Li Auto L8 oder den AITO M8 an — beides ebenfalls große Familien-SUVs mit viel Platz im Fond. Geboten werden fünf oder sechs Sitze, angetrieben wird rein elektrisch (BEV).

Design ohne Überraschungen

Optisch bleibt sich Shangjie treu: Der Z9 folgt der Formensprache des H5 und wirkt wenig eigenständig. Auch die Namenslogik sorgt in chinesischen Foren für Diskussionen — die Ziffer 9 steht bei Shangjie bislang für Limousinen der Z7-Reihe, nun wird daraus ein SUV. Ein echter Wiedererkennungswert gegenüber den Schwestermarken AITO (问界), Luxeed (智界), Stelato (享界) und Maextro (尊界) fehlt.

Huaweis Ökosystem als Alleinstellung hat ausgedient

Der eigentliche Kritikpunkt in China: Zu viele Marken im Huawei-Umfeld bewerben identische Technik. HarmonyOS-Cockpit und Qiankun-Fahrassistenz sind längst keine Unique Selling Proposition mehr — vom AITO M9 bis zum Luxeed R7 nutzen alle dieselben Bausteine. Der H5, einst als Hoffnungsträger gestartet, blieb ein Verkaufsschlager verwehrt. Hinzu kommt der öffentlichkeitswirksame Schaden nach einem gebrochenen Bremspedal beim Maextro, der Fragen zur Serienreife der schnell aus dem Boden gestampften „Huawei-Marken" aufwirft.

Konkurrenten setzen derweil auf nachprüfbare Funktionen statt Ökosystem-Rhetorik: BYD (比亚迪) bietet mit dem Assistenzsystem God's Eye B (天神之眼 B) einen Laserradar-basierten Stadtpilot samt automatischem Einparken inklusive Haftungsübernahme an — für viele chinesische Käufer derzeit das greifbarere Argument.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.

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