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Tesla-Autopilot übersieht Reifen — Front hebt bei 105 km/h ab

Tesla-Autopilot übersieht Reifen bei 105 km/h: Fahrzeug fährt darüber, Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Assistenzsystemen auf.

Tesla-Autopilot übersieht Reifen — Front hebt bei 105 km/h ab

Tesla-Autopilot übersieht Reifen — Front hebt bei 105 km/h ab

Ein Tesla mit aktivem Autopilot hat auf einer chinesischen Autobahn einen auf der Fahrbahn liegenden Reifen nicht erkannt und ist mit etwa 105 km/h direkt darüber gefahren. Das zeigt ein Video, das ein chinesischer Tesla-Blogger am 19. Oktober veröffentlichte. Die Fahrzeugfront hob nach dem Überfahren kurz ab, ohne dass der Wagen die Spur verlor.

Was das Video zeigt

Der Tesla war mit aktivem Autopilot (AP) unterwegs, Teslas serienmäßigem Stufe-2-Fahrassistenzsystem nach SAE-Klassifikation. Nach Angaben des Bloggers versagte die Erkennung allgemeiner Hindernisse: Das System habe den Reifen weder identifiziert noch eine Bremsung eingeleitet. Der Blogger fordert Tesla auf, die Sicherheit von AP zu verbessern, da die meisten Tesla-Kunden in China ausschließlich AP nutzen.

Was Tesla in China anbietet

Tesla bietet in China drei Assistenzpakete an:

  • AP (Autopilot): serienmäßig, Stufe 2, mit Abstandsregelung und Spurzentrierung auf Autobahnen und Schnellstraßen — vergleichbar mit einem klassischen ACC-System.
  • EAP (Enhanced Autopilot): kostet ca. 4.100 € (ca. 32.000 Yuan) und ergänzt Navigationsfahrten mit automatischem Ein- und Ausfädeln, Spurwechsel, automatischem Einparken und Smart-Summon.
  • FSD (Full Self-Driving): kostet ca. 8.200 € (ca. 64.000 Yuan) und soll Stadt- und Autobahnpiloten ermöglichen. In Nordamerika ist FSD bereits breit ausgerollt, in China ist es offiziell nicht freigeschaltet und wird Kunden faktisch als Zukunftspaket verkauft.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Einordnung für deutsche Fahrer

Der Fall zeigt die Grenzen aktueller Assistenzsysteme bei ungewöhnlichen Hindernissen. Zwar sind Autopilot und vergleichbare Systeme in Deutschland verfügbar, sie bleiben aber Stufe-2-Funktionen: Der Fahrer muss die Verkehrslage permanent überwachen und jederzeit eingreifen können. Tesla betont, dass AP kein autonomes Fahren ersetzt.


In Deutschland

Tesla ist in Deutschland mit Model 3 und Model Y erhältlich. Autopilot gehört zur Serienausstattung; erweiterter Autopilot und FSD sind kostenpflichtige Optionen, wobei FSD in Europa nicht den in den USA verfügbaren Funktionsumfang erreicht. Der geschilderte Vorfall betrifft den chinesischen Markt und ändert nichts an der Marktverfügbarkeit von Tesla in Deutschland.

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