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BYDCarNewsChinaVon 4 Min. Lesezeit

BYD Tang EV: 700 PS, 850 km CLTC – Händlerpreis ab 28.800 €

Die dritte Generation des BYD Tang EV steht bei chinesischen Händlern. 700 PS, 850 km CLTC, Luftfederung — die Einkaufspreise starten bei rund 28.800 €.

KI-gestützte Übersetzung aus CarNewsChina

BYD Tang EV: 700 PS, 850 km CLTC – Händlerpreis ab 28.800 €

BYD Tang EV: 700 PS, 850 km CLTC – Händlerpreis ab 28.800 €

Die dritte Generation des BYD (比亚迪) Tang EV rollt zu den chinesischen Händlern. Der Marktstart des elektrischen SUV ist für November auf der Messe in Guangzhou vorgesehen. Serienmäßig an Bord: Zweikammer-Luftfederung, Allradantrieb mit 515 kW (700 PS) und ein Dach-Lidar. Der Tang EV ist damit kein Siebensitzer mehr, sondern ein Fünfsitzer.

Händler-Einkaufspreise, keine Endkundenpreise

Interne Verteilerlisten der Händler nennen Beschaffungspreise von ca. 28.800 € (ca. 225.000 Yuan) für die Heckantriebsvariante Premium mit 850 km Reichweite und ca. 30.700 € (ca. 240.000 Yuan) für die Topversion Flagship. Diese Zahlen sind Einkaufspreise des Handels — BYD hat weder Listenpreise für Kunden noch Auslieferungstermine veröffentlicht. Ein Preisvergleich mit Wettbewerbern ist deshalb nur eingeschränkt möglich: Ein Tesla Model Y startet in China bei 249.900 Yuan, also ca. 32.000 € — das ist allerdings ein Endkundenpreis und damit nicht direkt mit den Tang-Einkaufspreisen vergleichbar. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Neue Elektro-Plattform, deutlich größer

Der Generationswechsel ist mehr als ein Facelift. Seit dem Debüt 2018 teilte der Tang EV seine Architektur mit den Verbrennern der Baureihe; die neue Generation steht auf einer reinen Elektro-Plattform. Der Radstand wächst um 130 mm auf 2.950 mm, die Länge liegt bei 5.045 mm. Damit ist der Tang EV länger als ein BMW iX (4.953 mm) und deutlich größer als ein VW ID.4 (4.584 mm).

In der zweiten Reihe nennt BYD mehr als 1.000 mm Kniefreiheit. Die Lehnen lassen sich elektrisch bis 130 Grad neigen, dazu kommen Klapptische und magnetische Befestigungspunkte. Unter dem vorderen Deckel sitzt ein zusätzlicher Stauraum, unter dem Ladeboden ein weiteres Fach. Statt des drehbaren Zentralbildschirms gibt es nun ein festes 30-Zoll-Panoramadisplay; optional zieht sich ein 35,4-Zoll-Band über das untere Armaturenbrett. Zur Komfortausstattung gehören eine Kompressor-Kühlbox und ein Warmhaltefach.

  • Länge/Breite/Höhe: 5.045 / 1.980 / bis 1.760 mm
  • Radstand: 2.950 mm (+130 mm gegenüber Vorgänger)
  • Akku: 88,682 kWh oder 105,792 kWh (Blade-LFP, 2. Generation, FinDreams)
  • Heckantrieb: 300 kW (408 PS), 730 km CLTC (kleiner Akku) bzw. 850 km CLTC (großer Akku)
  • Allradantrieb: 515 kW (700 PS), 830 km CLTC
  • Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Gewicht (AWD): 2.520 kg

Fünflenker-Hinterachse und DiSus-A

Vorn arbeitet eine Doppelquerlenker-Achse aus Aluminium, hinten eine Fünflenker-Hinterachse — der Vorgänger fuhr vorn noch mit MacPherson-Federbeinen. Das Fahrwerkssystem DiSus-A kombiniert Zweikammer-Luftfedern mit adaptiven Dämpfern und verstellt Federkennlinie und Niveau. Kameras und Sensoren am Dach lesen die Fahrbahn voraus. Unabhängige Messungen zur Reaktionszeit des Systems oder zu seinem Einfluss auf die Karosseriebewegung liegen nicht vor.

Beim Antrieb unterscheidet BYD zwei Varianten: Der Heckantrieb nutzt einen 300-kW-Synchronmotor, der Allradantrieb ergänzt vorn eine 215-kW-Asynchronmaschine. Die Reichweiten nach CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) liegen bei 730 km — entspricht ca. 620 km (WLTP-Schätzwert) — mit dem kleinen Akku, bei 850 km CLTC — entspricht ca. 720 km (WLTP-Schätzwert) — mit Heckantrieb und großem Pack sowie bei 830 km CLTC — entspricht ca. 710 km (WLTP-Schätzwert) — mit Allrad. Nach Werksangabe lädt die Hochvoltbatterie unter definierten Bedingungen in fünf Minuten von 10 auf 70 Prozent, 97 Prozent sind in neun Minuten erreicht. Reale Ladezeiten hängen von Ladesäule, Batterietemperatur und Betriebszustand ab.

Fahrassistenz mit Dach-Lidar

Zum Einsatz kommt das Assistenzsystem DiPilot 300, in China als „God's Eye B" vermarktet. Zur Hardware gehören ein Lidar auf dem Dach, vorn gerichtete Stereokameras, Millimeterwellen-Radare und Rundumkameras. Unterstützt werden Autobahn- und Stadtpilot (NOA, vergleichbar mit Tesla FSD) sowie automatisiertes Einparken. Die Antriebsdaten stammen aus der Typzulassung beim MIIT (chinesisches Industrie- und Informationsministerium). Ein unabhängiges Euro-NCAP-Ergebnis liegt nicht vor, eine EU-Typgenehmigung ist nicht bestätigt.


In Deutschland

Der Tang EV ist in Deutschland nicht im Programm. BYD vertreibt hierzulande Atto 3, Dolphin, Seal, Sealion 7 und den Plug-in-Hybrid Seal U DM-i; der Tang wurde in Europa zuletzt nur in Norwegen angeboten und ist aus dem hiesigen Modellprogramm verschwunden. Ob und wann die dritte Generation nach Europa kommt, ist offen — BYD nennt weder Europapreise noch einen Termin.


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