Changan und CATL bauen 75 GWh Akku-Kapazität aus
Der chinesische Hersteller Changan (长安) hat offiziell eine Vertiefung seiner Partnerschaft mit dem Batterieriesen CATL angekündigt. Beide Unternehmen wollen ihre gemeinsame Zellproduktion auf 75 GWh ausbauen und zusammen an Feststoffbatterien sowie Natrium-Ionen-Zellen arbeiten. Die Bekanntgabe erfolgte über die interaktive Plattform der Shenzhener Börse.
Joint Venture wächst um 25 GWh
Changan und CATL sind keine neuen Partner: Bereits 2023 gründeten sie das Joint Venture CATL-Changan (时代长安, Times Changan), das die hauseigenen NEV-Marken von Changan mit Zellen versorgt — darunter Avatr, Deepal und Nevo. Wie das chinesische Branchenportal Libattery.net berichtet, steuert das JV derzeit auf 50 GWh Produktionskapazität zu, ein Plan, den Changan im Mai 2025 auf einem Investorentag vorgestellt hatte.
Nun kommen 25 GWh sowie neue Fertigungslinien hinzu. Das Joint Venture plant eine 700.000 Quadratmeter große Anlage mit einem Investitionsvolumen von ca. 640 Mio. € (ca. 5.000.000.000 Yuan).Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Fertigungsstart 2027
Die neue Anlage soll die „neueste Generation der CATL-Batterietechnologie" integrieren und die NEV-Marken von Changan beliefern. Der Betrieb soll 2027 anlaufen, das 25-GWh-Ziel innerhalb von drei Jahren erreicht werden. Standort ist eine Hightech-Zone zwischen der Stadt Chongqing und der Provinz Sichuan.
Changan erwartet durch den Ausbau einen Jahresumsatz von ca. 1,28 Mrd. € (ca. 10.000.000.000 Yuan), rund 2.500 neue Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen von ca. 38,4 Mio. € (ca. 300.000.000 Yuan) für die Region.
Feststoffzellen mit über 1.500 km Reichweite
Changan ist bereits im Rennen um Feststoffbatterien (SSB) aktiv und stellte im November 2023 seine „Golden Bell" (Jinzhongzhao) genannten Zellen vor. Die Eckdaten:
Der Zeitplan sieht Fahrzeug-Roadtests für 2026 und die Serienproduktion ab 2027 vor. Neben Batterien nennt Changan auch Zukunftsfelder wie humanoide Roboter und die chinesische „Niedrigflughöhen-Wirtschaft" (low-altitude economy) als strategische Ziele.
In Deutschland
Changan plant eine Expansion nach Europa, konkrete Deutschland-Pläne wurden bekannt gegeben, aber ein Marktstart steht noch aus.
