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Jetta M6: Elektro-Limousine startet ab ca. 10.200 €

Jetta bringt die Elektro-Limousine M6 in China ab ca. 10.200 €. 2.820 mm Radstand, 10,5 kWh/100 km (Herstellerangabe, CLTC), Stadtpilot.

Jetta M6: Elektro-Limousine startet ab ca. 10.200 €

Jetta M6: Elektro-Limousine startet ab ca. 10.200 €

Jetta (捷达), die Einstiegsmarke von FAW-Volkswagen, hat im Oktober in Chengdu die Elektro-Limousine M6 auf den Markt gebracht. Der Einstiegspreis liegt bei ca. 10.200 € (ca. 79.800 Yuan) und damit klar unter der 100.000-Yuan-Marke, die in China als Grenze zum volumenstarken Familiensegment gilt.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Raum und Komfort im Fokus

Der M6 hat einen Radstand von 2.820 mm – ein Wert, der an Mittelklasse-Limousinen wie den VW Passat (2.791 mm) heranreicht. Eine Gesamtlänge des Fahrzeugs nennt Jetta in den veröffentlichten Daten nicht.

Die Raumkennzahl, die Jetta als „Ausnutzungsrate" bezeichnet (Verhältnis von Innenraum- zu Außenabmessungen), gibt der Hersteller mit 91,3 Prozent an. Der Kofferraum fasst zwischen 542 und 1.800 Liter.

  • Radstand: 2.820 mm
  • Kofferraumvolumen: 542 bis 1.800 Liter
  • Stromabgabe nach außen (V2L): 3,5 kW
  • Zero-Gravity-Sitze (Nullschwerkraft-Polsterung): Sitze mit besonders gleichmäßiger Druckverteilung
  • „One-Touch-Sofa"-Funktion: Sitze klappen auf Befehl in eine Liegeposition um

Für Familien dürfte vor allem die Kombination aus Beinfreiheit im Fond und der 3,5-kW-Stromabgabe interessant sein, die Camping oder mobiles Arbeiten ermöglicht.

Stadtpilot und drei KI-Modelle

Anders als frühere Jetta-Modelle setzt der M6 stark auf Assistenz und Konnektivität. Als Rechenbasis dient der Horizon-Journey-6M-Chip des chinesischen Halbleiterherstellers Horizon Robotics. Das System bietet einen Stadtpilot (vergleichbar mit dem Tesla-FSD-Ansatz) und wurde laut Hersteller über 300.000 km im Realverkehr erprobt.

Im Cockpit sind drei große Sprachmodelle eingebunden – Doubao von ByteDance, DeepSeek und Qwen von Alibaba. Jetta spricht von mehr als 650 Sprachbefehlskategorien. Damit vollzieht die Marke einen Kurswechsel: Stand Jetta bislang für Robustheit und niedrige Unterhaltskosten, rückt nun die digitale Ausstattung in den Vordergrund.

Sicherheit und Effizienz

Beim Karosseriebau gibt Jetta einen Anteil hochfesten Stahls von 86 Prozent an, davon 31 Prozent warmumgeformt. Die Batterie habe über 400 Tests absolviert, dazu kommen 14 aktive Sicherheitsfunktionen.

Den cW-Wert nennt der Hersteller mit 0,208 – ein für eine Limousine dieser Klasse sehr niedriger Wert. Der Normverbrauch liegt laut Jetta bei 10,5 kWh/100 km (Herstellerangabe, CLTC). Wie viel davon im Alltag übrig bleibt, hängt wie immer von Tempo, Außentemperatur und Fahrweise ab.

Beim Ausweichtest nennt Jetta eine Durchfahrtsgeschwindigkeit von 80,6 km/h. Der Wert bezieht sich auf den chinesischen Ausweichtest nach ISO 3888-2 und ist eine Herstellerangabe – er ist nicht mit Ergebnissen des europäischen Moose-Tests gleichzusetzen.

Reichweite: Herstellerangabe steht noch aus

Eine Reichweite nach CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 Prozent optimistischer als WLTP) nennt Jetta bislang nicht. Angesichts des angegebenen Verbrauchs von 10,5 kWh/100 km (CLTC) und der in dieser Klasse üblichen Akkugrößen ist mit einem WLTP-Schätzwert deutlich unter 500 km zu rechnen – belastbar ist das aber erst mit den offiziellen CLTC-Angaben. Diese werden üblicherweise kurz nach dem Marktstart über die MIIT (chinesisches Industrie- und Informationsministerium) veröffentlicht.

Preis und Marktposition

Zum Marktstart gewährt Jetta ein Paket aus fünf lebenslangen Garantiekomponenten plus einer zusätzlichen Absicherung (im Chinesischen als „fünf Mal lebenslang plus Absicherung" beworben) sowie vier weitere Kaufanreize. Eine genaue Aufschlüsselung der einzelnen Garantiebestandteile veröffentlichte der Hersteller zum Start nicht.

Mit dem Preis unter 100.000 Yuan zielt Jetta auf Erstkäufer und Familien, die vom Verbrenner auf ein Elektroauto umsteigen wollen. Das Segment ist in China hart umkämpft – BYD, Changan und die chinesischen EV-Startups (NIO, XPeng, Li Auto u. a.) bieten dort bereits etablierte Modelle.

Ob der M6 die frühere Strahlkraft der Marke im Verbrennersegment wiederholen kann, hängt an Fahrberichten, Crashtests und der Alltagstauglichkeit – nicht an den Prospektdaten allein.


In Deutschland

Jetta ist eine reine China-Marke von FAW-Volkswagen; der M6 wird ausschließlich dort angeboten. Ein Europa-Start ist nicht angekündigt.

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