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MERICSVon 3 Min. Lesezeit

Trotz Zöllen: Chinesische Marken bauen EU-Marktanteil aus

Die EU-Zölle bremsen den Vormarsch chinesischer Elektroautos nur bedingt: Ihr europäischer Marktanteil wächst weiter, in Deutschland erreichten die Marken im ersten Quartal 2026 rund 9,4 Prozent bei den BEV-Neuzulassungen.

Trotz Zöllen: Chinesische Marken bauen EU-Marktanteil aus

Die seit Oktober 2024 geltenden EU-Ausgleichszölle haben den Vormarsch chinesischer Elektroautos in Europa gebremst, aber nicht gestoppt. Nach Analysen des Thinktanks MERICS steht die EU-China-Politik bei E-Autos an einem Wendepunkt: Höhere Zölle treffen auf weiter steigende Marktanteile chinesischer Hersteller.

Die Zahlen

Der gemeinsame Anteil chinesischer Marken am europäischen E-Auto-Markt hat erstmals die Marke von 15 Prozent überschritten – trotz der Zollmauern. In Deutschland kamen die Marken im ersten Quartal 2026 zusammen auf rund 9,4 Prozent der BEV-Neuzulassungen, das entspricht etwa 15.000 Fahrzeugen.

Warum die Zölle nur begrenzt wirken

Ein Grund: Viele Hersteller fangen die Aufschläge über Marge, Modellmix und lokale Produktion in Europa ab. Wer in Ungarn, Spanien oder der Slowakei fertigt, umgeht die Zölle ganz. Gleichzeitig erweitern chinesische Anbieter ihr Portfolio in Segmenten, in denen europäische Hersteller wenig günstige Alternativen bieten.

Einordnung für deutsche Autofahrer

Für deutsche Kundinnen und Kunden heißt das: Das Angebot chinesischer E-Autos wächst weiter, auch wenn die Kampfpreise der Anfangsphase durch Zölle und Mindestpreise unter Druck stehen. Modelle aus europäischer Fertigung dürften künftig eine größere Rolle spielen.


Zusammenfassung auf Basis der Analyse von MERICS. Originalbeitrag über den Quell-Link.

EUMarktanteilZölle