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SinaVon 3 Min. Lesezeit

Zhuoyu zeigt autonomes Fahren in Chongqings 8D-Stadt

Zhuoyu Technology demonstriert auf der Chongqing Auto Show sein KI-Modell für autonomes Fahren unter extremen Bedingungen. Das Unternehmen eröffnet zudem ein Europa-Büro in Braunschweig und plant Markteintritt ab 2027.

Zhuoyu zeigt autonomes Fahren in Chongqings 8D-Stadt

Zhuoyu zeigt autonomes Fahren in Chongqings 8D-Stadt

Härtetest in der 8D-Stadt

Der chinesische KI-Spezialist Zhuoyu (卓驭) hat auf der 2026 Future Automotive AI Technology Exhibition in Chongqing sein natives multimodales Basismodell für autonomes Fahren unter realen Extrembedingungen getestet. Die sogenannte „8D-Stadtlandschaft" Chongqings (ein Begriff für die komplexe, mehrschichtige Verkehrsinfrastruktur) gilt als einer der schwierigsten Testparcours weltweit – mit steilen Steigungen, engen Kurven, dichtem Verkehr und langen Tunneln.

Anders als übliche Demonstrationsfahrten mit vorher aufgezeichneten Daten führte Zhuoyu eine „Open-World"-Fahrt ohne lokale Anpassungen durch. Das System meisterte fünf herausfordernde Strecken: morgendlichen Berufsverkehr in Yuzhong, enge Passagen am Eling Second Factory, dichten Verkehr um die beliebte Guanyinqiao-Szene, das Labyrinth der Jiangnan-Kreuzung und mehrfach verzweigte Tunnel unter schwachem Signal. Laut Zhuoyu zeigte das Modell dabei eine „angeborene Geschmeidigkeit" ohne Modellflickwerk, lernte Verkehrsregeln aus Vortraining und verhielt sich in dynamischen Szenen wie ein erfahrener Fahrer.

Neue Kooperation und Modellvorstellung

Auf der Messe präsentierte Zhuoyu auch das SUV-Coupé Wendao V9 (问道V9), das erste Serienfahrzeug mit der Cockpit-Fusionstechnologie des Unternehmens. Der MPV ist mit Zhuoyus Single-Chip-Lösung ausgestattet, die City-Navigated Pilot (Stadtpilot) ermöglicht – ähnlich wie Teslas FSD. Das Fahrzeug nutzt das native multimodale Modell auf mittlerer Rechenplattform, ohne auf teure Hochleistungs-Chips angewiesen zu sein. Zhuoyus Portfolio umfasst zudem Lösungen für schwere Lkw, Busse, Logistikfahrzeuge und Robotaxis mit den Domänencontrollern PLUS, PRO, MAX und ULTRA.

Bereits jetzt kooperiert Zhuoyu mit 34 Kernpartnern, über 50 Modelle sind in Serie, über 130 weitere in Entwicklung. Die geplante Auslieferung umfasst: ab Juni 2026 Highway-NOA für schwere Lkw, ab Juli City-Tests für fahrerlose Lieferfahrzeuge, ab September Massenauslieferung von Bus-NOA, ab Herbst 2026 L4-Robotaxis.

Expansion nach Europa

Parallel zur technischen Entwicklung treibt Zhuoyu die Internationalisierung voran. Im Mai 2026 eröffnete das Unternehmen ein Europa-Büro in Braunschweig (Niedersachsen). Dort werden gemeinsam mit lokalen Hochschulen und einem führenden Kartenanbieter Technologieanpassungen und Ökosystemaufbau betrieben. Erster Meilenstein: Der SITRAK-Europa-Projekt ist erfolgreich gestartet, die Serienproduktion ist für 2027 geplant. Das erste europäische Fahrzeug mit Zhuoyus natives multimodalen Modell soll noch 2026 auf europäischen Straßen getestet werden.

Zhuoyu betont, dass sein Ansatz anders sei als herkömmliche „Datenpuzzle"-Lösungen: Statt auf lokal gesammelte Daten und teure Hochleistungs-Hardware angewiesen zu sein, lerne das Modell physikalische Gesetze und Verkehrsregeln bereits während des Vortrainings. Dies ermögliche eine universelle Einsetzbarkeit ohne Nachjustierung in neuen Städten oder Ländern. Die Technologie sei auf jede Fahrzeugklasse (Pkw, Lkw, Bus, Logistik) übertragbar und senke die Einstiegshürden für Hersteller.


In Europa

Diese Technologie ist in Europa derzeit nicht im Serieneinsatz. Zhuoyu hat jedoch ein Europa-Büro in Braunschweig eröffnet und plant die Integration in Fahrzeuge für den europäischen Markt ab 2027. Erste Tests auf europäischen Straßen sollen noch 2026 beginnen.

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