NIO, XPeng & Co: L3-Abos ab 2025 – 8.200 €-Lektion gelernt
Level-3-Autonomes Fahren (SAE-Klassifikation: bedingte Automation, Fahrer darf sich abwenden) steht vor der Kommerzialisierung. Chinesische E-Auto-Hersteller wie NIO (蔚来), XPeng (小鹏) und Li Auto (理想) planen Abo-Modelle für L3-Funktionen. Der Hintergrund: Einmalzahlungen für Fahrassistenz waren ein Flop. Ein bekannter Anbieter verlangte einmalig ca. 8.200 € (ca. 64.000 Yuan) für einen Autopiloten – mangels klarem Mehrwert ein Misserfolg. Nun setzt die Branche auf Abos, die die Haftung auf den Hersteller übertragen. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
L3-Abo als Risikopool
Das L3-Abo funktioniert wie eine eingebaute Haftpflichtversicherung: Der Nutzer zahlt für die rechtliche Entlastung. Die Hersteller bündeln die Prämien in einem Risikopool und decken Haftungsfälle über Rückversicherer ab. „Mehr Nutzer = größerer Risikopool = stabileres System", so das Modell. Anders als pauschale Jahresgebühren fallen Kosten nur bei Nutzung im geografisch begrenzten L3-Bereich an – eine faire „Pay-per-Use"-Struktur.

