China EV News
Zurück
SinaVon 2 Min. Lesezeit

Qingzhou: Physikalische KI mit 500 TOPS für autonomes Fahren

Das chinesische KI-Unternehmen Qingzhou stellt auf der Chongqing Auto Show ein neues System für autonomes Fahren vor – mit Weltmodell-Architektur und 500 TOPS Rechenleistung. Erste Tests laufen bereits in München und Paris.

Qingzhou: Physikalische KI mit 500 TOPS für autonomes Fahren

Auf der diesjährigen Chongqing Auto Show präsentiert Qingzhou (轻舟智航), ein auf physikalische KI spezialisiertes Unternehmen, seine neueste Technologie für autonomes Fahren. Der Fokus liegt auf dem Zusammenspiel von Weltmodell und Reinforcement Learning – eine Kombination, die das Fahrverhalten von KI-Systemen deutlich verbessern soll.

Weltmodell trifft auf 500 TOPS

Das Herzstück des neuen Ansatzes ist eine zweigeteilte Architektur: Die Cloud-Weltmodell-Plattform erzeugt mit einem Weltsimulator und Reinforcement Learning hochrealistische Trainingsdaten. Sie kann sogenannte „Long-Tail-Szenarien" – seltene, aber gefährliche Verkehrssituationen – kostengünstig und in großer Zahl synthetisch generieren. So lernt die KI in der digitalen Welt nahezu unbegrenzt.

Auf der Fahrzeugseite kommt ein Fahrzeug-Weltverhaltensmodell zum Einsatz, das ebenfalls auf dem Weltmodell-Ansatz basiert. Es modelliert die gesamte Kette von der Wahrnehmung bis zur Entscheidung und verbessert Reasoning, Entscheidungsfindung und Generalisierungsfähigkeit. Das System läuft auf einer Hardware mit über 500 TOPS Rechenleistung und ist als City NOA-Lösung (vergleichbar mit Teslas FSD) konzipiert.

Von der City NOA bis zum L4-Logistikfahrzeug

Qingzhou positioniert seine Technologie als universelle KI-Basis für verschiedene Fahrzeugklassen – von Pkw über Robotaxis bis hin zu Lieferrobotern. Besonders die L4-Logistiklösungen sind bereits in mehreren chinesischen Städten im Testbetrieb. Sie decken ein Ladevolumen von 3 bis 12 Kubikmetern ab und kommen in der Paketzustellung, Industrielogistik, Kühlkette und sogar für Sicherheitspatrouillen zum Einsatz.

Parallel dazu arbeitet Qingzhou an einem L4-Robotaxi-System, das auf dem Weltmodell-Ansatz aufbaut. Ziel ist ein massenproduktionstaugliches, fahrerloses Transportsystem.

Erste Schritte in Europa

Bereits heute testet Qingzhou seine Fahrassistenzsysteme auf Münchner und Pariser Straßen – ein klares Signal für die geplante globale Expansion. Das Unternehmen tritt damit in direkte Konkurrenz zu etablierten Anbietern wie Mobileye, Waymo oder dem deutschen VW-Partner Bosch.


In Europa

Dieses Unternehmen hat derzeit keine Fahrzeuge oder Systeme auf dem europäischen Markt im Angebot. Erste öffentliche Testfahrten mit Fahrassistenzsystemen laufen jedoch in München und Paris. Eine konkrete Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

Autonomes FahrenSicherheit