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AudiSinaVon 2 Min. Lesezeit

AUDI: Neuer Chef für China-Joint-Venture ab Juli 2026

Der Audi-SAIC-Joint-Venture-Marke AUDI wechselt die Führung: Fred Schulze ersetzt Fermin Soneira. Der ehemalige Audi-Werksleiter soll das junge Premium-EV-Label von Produktaufbau zur Systemkonkurrenz führen.

AUDI: Neuer Chef für China-Joint-Venture ab Juli 2026

Das chinesische Premium-Elektroauto-Joint-Venture AUDI (奥迪与上汽合资) bekommt einen neuen CEO. Zum 1. Juli 2026 übernimmt Fred Schulze (舒睿泽) die Leitung des Projekts von Fermin Soneira (宋斐明). Soneira hatte das Joint Venture in den vergangenen zwei Jahren von der Markenpremiere bis zur Markteinführung zweier Modelle aufgebaut.

Soneiras Aufbauarbeit

Soneiras Bilanz ist dicht: Im November 2024 feierte die Marke AUDI Weltpremiere, 2025 startete die Produktion im Shanghai-eigenen Smart-Werk. Die erste Modell, das Sportback E5, gewann im Jahr der Markteinführung den Preis „Chinas Auto des Jahres“. 2026 folgte der E7X, das erste SUV der Marke, das auf der Beijing Auto Show debütierte und auf der Greater Bay Area Auto Show auf den Markt kam. Besonders wichtig: Soneira trieb die Gründung des Audi Innovation Technology Center in Shanghai voran – die erste vollwertige lokale F&E-Einheit von Audi in China. Damit sollen künftige Modelle nicht mehr vollständig von Deutschland abhängig sein.

Schulzes Erfahrung

Fred Schulze, Jahrgang 1967, arbeitet seit fast 30 Jahren im VW-Konzern. Seine Karriere umfasst Qualitätsmanagement, Karosseriebau und Werksleitung. Er leitete das Audi-Werk in Neckarsulm für die Entwicklung und Produktion von Oberklassemodellen und war von 2018 bis 2021 als Technischer Geschäftsführer bei SAIC Volkswagen in China tätig. Diese China-Erfahrung dürfte entscheidend für seine Auswahl sein: Er kennt die Logik von Joint Ventures und die lokale Lieferkette. Schulze berichtet direkt an Audi-CEO Gernot Döllner, wodurch die Entscheidungskette in China verkürzt wird.

Nach dem „drei Modelle in drei Jahren“-Plan sind E5 Sportback und E7X bereits auf dem Markt. Ein drittes Modell – ein hochpositioniertes Sportcoupé – soll 2027 folgen. Darüber hinaus plant AUDI vier weitere maßgeschneiderte Premium-EVs für China, die das Innovation Technology Center mit Schwerpunkt auf intelligentem Cockpit und Fahrassistenz entwickeln soll.

Schulzes Aufgabe: die Marke von der Produkteinführung zur systemischen Wettbewerbsfähigkeit führen. Der Markt ist hart umkämpft: NIO, Li Auto und AITO gewinnen Anteile in den oberen Preisklassen, während die BBA (BMW, Mercedes-Benz, Audi) bei der Elektrowende noch am Anfang stehen. AUDI versucht mit dem „Buchstaben-Logo“ eine Nische: die Ingenieurskompetenz von Audi kombiniert mit der lokalen Intelligenz von SAIC. Ob dieses Modell überzeugt, hängt von der Wettbewerbsfähigkeit künftiger Modelle ab.


In Deutschland

Die Marke AUDI (Joint Venture Audi/SAIC) ist ausschließlich für den chinesischen Markt konzipiert. Ein Markteintritt in Deutschland oder Europa ist derzeit nicht vorgesehen.

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