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SinaVon 3 Min. Lesezeit

Horizon HSD V2.0: 18 neue KI-Funktionen per OTA ab Juni 2026

Horizon Robotics stellt die zweite Generation seines Fahrassistenzsystems HSD vor. Mit 18 neuen Funktionen und 25 Optimierungen soll der iCar V27 ab 30. Juni per OTA-Upgrade zum intelligentesten Co-Piloten werden.

Horizon HSD V2.0: 18 neue KI-Funktionen per OTA ab Juni 2026

Der chinesische KI- und Fahrassistenzspezialist Horizon Robotics (地平线) hat die zweite Generation seines Fahrassistenzsystems HSD (Horizon SuperDrive) vorgestellt. Die Version V2.0 wird ab sofort an Automobilhersteller ausgeliefert. Erstes Serienmodell ist der iCar V27, der ab dem 30. Juni 2026 per OTA-Upgrade auf den neuen Stand gebracht wird. Weitere Partner sollen folgen.

Weltmodell trifft Reinforcement Learning: Das neue Herz von HSD V2.0

HSD V2.0 ist kein reines Funktionsupdate, sondern eine tiefgreifende Modellweiterentwicklung. Der Kern liegt in der Kombination aus einem Weltmodell (World Model) und verstärkendem Lernen (Reinforcement Learning) auf End-to-End-Basis. Das System versteht nicht nur die aktuelle Fahrsituation, sondern kann die physikalische Umgebung, dynamische Bewegungen und Risiken vorausschauend erkennen. Dadurch wird aus einem reaktiven Assistenzsystem ein prädiktiver Co-Pilot.

Konkret bringt das Update 18 neue Funktionen und 25 optimierte Erlebnisse in sechs Bereichen: Fahrassistenz, Einparken, Sicherheit, Interaktion und mehr. Die Punkt-zu-Punkt-Fahrfähigkeit ist nun durchgängig – von alltäglichen Pendelstrecken bis zu komplexen Verkehrssituationen. Beim Einparken erkennt das System nahezu jede Lücke und umfährt Hindernisse souverän. Für die Sicherheit baut Horizon Robotics eine „allseitige Kollisionsvermeidung“ auf: Alle Objektklassen, alle Richtungen, alle Geschwindigkeiten, Tag und Nacht, bei jedem Wetter.

Sicherheitsdimension: AEB und Co. bekommen KI-Unterstützung

Besonders bemerkenswert ist die Erweiterung der Sicherheitsfunktionen. HSD V2.0 nutzt das gleiche Occupancy Network (OCC), das bisher dem NOA (Navigation on Autopilot – Navigationsassistent) vorbehalten war, nun auch für AEB (Automatische Notbremsung), AES (Automatisches Notausweichen) und AMAP (Anti-Missbrauch des Gaspedals). Das Shared-Base-Modell erkennt damit auch ungewöhnliche Hindernisse, die klassische Radarsysteme übersehen würden – ohne auf eine statische „Whitelist“ angewiesen zu sein. Diese Risikowahrnehmung und Entscheidungsfähigkeit wird durch synthetische Langzeitszenarien kontinuierlich verbessert.

Markterfolg: 77 % Konfigurationsrate belegt Vertrauen

Die kontinuierliche Weiterentwicklung von HSD zeigt sich auch in den Marktzahlen: Bei Fahrzeugen mit HSD-Option entscheiden sich 77 % der Kunden aktiv für das System. Die HSD-Nutzungsrate liegt bei knapp 50 %, beim iCar V27 mit der „Falcon 700“-Version sogar bei 85,14 %. Die Reaktionszeit des Systems – von Umgebungserkennung bis Aktion – ist laut Hersteller 34 % schneller als beim Zweitplatzierten der Branche. Horizon Robotics hat in den letzten drei Jahren über 50 Paper auf internationalen Top-Konferenzen veröffentlicht, mehr als 100.000 akademische Zitate und über 2.000 globale Patentanmeldungen. Diese Forschungsbasis bildet das Fundament für die weitere Evolution des End-to-End-Ansatzes, bei dem das System eigenständig lernt und sich ständig verbessert.


Der iCar V27 ist aktuell ausschließlich für den chinesischen Markt bestimmt. Eine Europa-Expansion ist weder für das Modell noch für das Horizon-HSD-System offiziell angekündigt.

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