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SinaVon 2 Min. Lesezeit

Horizon Robotics HSD V2.0: KI-Upgrade für autonomes Fahren

Horizon Robotics aktualisiert sein Fahrassistenzsystem HSD auf Version 2.0 mit Weltmodell und Reinforcement Learning. Der iCAR V27 erhält das OTA-Update ab 30. Juni. Die Technologie steigert Sicherheit und Komfort deutlich.

Horizon Robotics HSD V2.0: KI-Upgrade für autonomes Fahren

Horizon Robotics (地平线) hat am 29. Juni 2025 die zweite Generation seines Fahrassistenzsystems HSD V2.0 vorgestellt. Das Update gilt als der bislang größte OTA-Sprung des Systems und umfasst 18 neue Funktionen sowie 25 Optimierungen. Erster Empfänger ist der iCAR V27, der ab 30. Juni 2025 in China per Update versorgt wird.

End-to-End mit Weltmodell

HSD V2.0 setzt auf eine Architektur, die ein Weltmodell (World Model) mit End-to-End (E2E) Reinforcement Learning kombiniert. Statt einzelner Module für Wahrnehmung, Planung und Steuerung arbeitet ein einheitliches KI-Modell. Das System lernt aus realen Fahrten und simuliert zudem unzählige Grenzszenarien, um Situationsverständnis und Reaktionsfähigkeit stetig zu verbessern. Ergebnis: flüssigere Fahrmanöver, bessere Parkvorgänge („findet Platz, wo Platz zu sein scheint") und insgesamt höhere Vorhersagegenauigkeit.

Sicherheitsfunktionen erweitert

Die aktive Sicherheit profitiert von einem einheitlichen Basis-Modell, das die bisherigen Nischenfunktionen AEB (automatische Notbremsung), AES (automatische Notausweichung) und AMAP (Gaspedal-Fehlbedienungsschutz) auf eine gemeinsame KI-Plattform hebt. Der sogenannte Occupancy Network (OCC), der bislang nur für den Autobahnpiloten NOA diente, durchdringt nun alle Sicherheitsfunktionen. Dadurch wird das System unabhängig von starren „Whitelist"-Objekten – es erkennt auch ungewöhnliche Hindernisse wie umgestürzte Bäume oder verirrte Tiere zuverlässiger.

Marktakzeptanz: 77 % wählen HSD

Horizon Robotics betont, dass bereits 77 % der Käufer von Fahrzeugen mit HSD-Option das Assistenzpaket aktiv bestellen. Die HSD-Nutzungsrate liege bei fast 50 % der gefahrenen Kilometer; beim iCAR V27 (Ausstattungslinie Falcon 700) sogar bei 85,14 %. Die Reaktionszeit des Systems – vom Umgebungswechsel bis zur Aktion – sei zudem 34 % schneller als beim zweitplatzierten Wettbewerber. Das Unternehmen mit über elfjähriger Entwicklungshistorie hält mehr als 2.000 globale Patente und hat über 50 Fachaufsätze auf internationalen Konferenzen veröffentlicht.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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