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HuaweiCarNewsChinaVon 2 Min. Lesezeit

Maserati plant zwei E-Modelle mit Huawei und JAC

Maserati setzt bei zwei neuen E-Modellen auf Huawei-Technik und JAC-Fertigung. Deutschland zählt zu den ersten Zielmärkten für E-GT und E-SUV.

Maserati plant zwei E-Modelle mit Huawei und JAC

Maserati plant zwei E-Modelle mit Huawei und JAC

Maserati steht vor einem grundlegenden Umbau. Der italienische Luxushersteller will künftig Technik von Huawei und Fertigungskapazitäten des chinesischen Autobauers JAC nutzen, um seine Elektromodelle neu aufzustellen. Nach Informationen des Branchenportals Future Cars Daily sind zwei neue Stromer bereits in konkreter Planung: ein mittelgroßes bis großes Elektro-SUV sowie ein großer Elektro-GT.

Zwei neue Modelle auf Huawei-Basis

  • Das Elektro-SUV soll das bestehende Grecale Folgore ergänzen und die Lücke im volumenstarken Premium-Segment schließen.
  • Der große Elektro-GT soll auf dem Erbe des GranTurismo Folgore aufbauen und die sportliche Markenidentität stärken.
  • Intern, so die zitierten Quellen, hat der Elektro-GT derzeit die besten Chancen, als erstes Produkt der Kooperation an den Start zu gehen.

Ein Dreier-Bündnis aus Technik, Fertigung und Marke

Die Aufgaben sind klar verteilt:

  • Huawei: liefert die Plattform der HIMA (Harmony Intelligent Mobility Alliance), darunter das intelligente Cockpit, das Fahrassistenzsystem Qiankun ADS und die E-Antriebstechnik.
  • JAC: übernimmt im Maextro-Werk die Fahrzeugentwicklung und Fertigung.
  • Maserati: steuert die über 100-jährige Designsprache und das weltweite Vertriebsnetz bei.

Unter einer „Dual-Brand"-Strategie laufen die Fahrzeuge in China unter der Marke Maextro, im Export behalten sie dagegen das Maserati-Logo.

SKD-Produktion zwischen China und Italien

Um Kosteneffizienz und Luxusanspruch auszubalancieren, plant Maserati ein SKD-Modell (Semi Knocked Down). Dabei werden die unlackierten Rohkarosserien („White Bodies") im JAC-Werk im chinesischen Hefei gefertigt und anschließend nach Italien verschifft. Dort erfolgen Endmontage, Innenraumausbau und Fahrwerksabstimmung. Als erste Zielmärkte gelten laut den Quellen der Nahe Osten, Italien, Frankreich und Deutschland. Zugleich soll die Strategie die traditionsreichen Produktionsstandorte Cassino und Modena wiederbeleben.

Ein Umbau aus der Not

Die Kooperation trifft Maserati in einer schwierigen Lage. 2025 sanken die weltweiten Auslieferungen auf unter 8.000 Fahrzeuge — ein Rückgang von 80 Prozent gegenüber dem Höchststand von 2017 und der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt. Der bereinigte operative Verlust lag bei 198 Millionen Euro, die Marge bei -27,3 Prozent. Stellantis-Chef Antonio Filosa hatte zuvor eingeräumt, dass Industriepartner nötig seien, um die Zukunft der Marke zu sichern, ohne sie verkaufen zu müssen. Mit Huaweis intelligenter Technik und JACs Fertigungskapazität will Maserati seine Schwächen in Entwicklung und digitaler Transformation ausgleichen und den alten Glanz im globalen Luxusmarkt zurückgewinnen.


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.


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