Audi und SAIC: Vier neue China-Modelle ab 2028
Neues Entwicklungszentrum in Shanghai
Audi (奥迪) und der chinesische Konzern SAIC (上汽集团) haben am 3. September in Shanghai das Audi Innovation & Technology Center (AITC) gegründet. Das Gemeinschaftsunternehmen ist ausschließlich für die neue China-Marke AUDI zuständig — jene Fahrzeuge also, die Audi ohne die vier Ringe gemeinsam mit SAIC entwickelt. AITC soll Autos vollständig entwickeln können, von der ersten Konzeption bis zur Serienreife.
Mit dem Zentrum bündelt Audi seine China-Aktivitäten in einer eigenen Forschungs- und Entwicklungseinheit. Das Werk ist Teil der sogenannten Doppelmarken-Strategie: Audi tritt in China künftig mit den klassischen Ringen plus der neuen Marke AUDI an.
Fokus auf Software und KI
Der Schwerpunkt liegt auf Software-definierten Fahrzeugen (Software-Defined Vehicles, SDV) und KI-definierten Fahrzeugen (AI-Defined Vehicles, AIDV). Konkret geht es laut Unternehmen um:
- Fahrzeug- und Fahrdynamik-Entwicklung
- ein KI-gestütztes, immersives Cockpit speziell für chinesische Premiumkunden
- die nächste Generation der Fahrassistenzsysteme (ADAS)
„Der neue Audi Innovation & Technology Center wird zum Innovationstreiber unserer nächsten Produktgeneration", sagt Fred Schulze, CEO der strategischen Zusammenarbeit Audi·SAIC und Vorsitzender des AITC-Vorstands. Man entwickle derzeit die ADP 2.0 — die Advanced Digitized Platform, eine speziell für künftige vernetzte Fahrzeuge konzipierte Architektur.
Vier neue Modelle ab 2028
Auf Basis von ADP 2.0 wollen Audi und SAIC vier komplett neue AUDI-Modelle entwickeln. Sie sollen das bestehende China-Portfolio der Marke ergänzen, zu dem bereits der Audi E5 Sportback und der kommende Audi E7X gehören. Das erste Modell der neuen Reihe ist für 2028 angekündigt.
Audi China-Präsident Dr. Johannes Roscheck sieht darin ein klares Bekenntnis: „Wir verbinden deutsche Ingenieurspräzision mit lokaler Innovationskraft." SAIC-Vizepräsident und Chefingenieur Zu Sijie sprach von einem weiteren Meilenstein der Partnerschaft.
Rund 300 Mitarbeiter, deutsch-chinesische Doppelspitze
Geleitet wird AITC von Matthias Pfister (Generaldirektor), der zuvor das Vorserienzentrum von SAIC Volkswagen in Shanghai führte, und seinem Stellvertreter Shan Yunwei von SAIC. Beide sollen ein Team von rund 300 Fachkräften führen. Mit der Kombination aus deutscher Entwicklungstradition und chinesischem Tempo will Audi seine Wettbewerbsfähigkeit auf dem größten Automarkt der Welt stärken.
In Deutschland
Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.

