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HuaweiCarNewsChinaVon 3 Min. Lesezeit

Maserati: Zwei E-Modelle mit Huawei-Technik aus China

Mit Huawei-Technik und JAC-Fertigung in China will Maserati zwei neue E-Modelle auf die Räder stellen. Deutschland zählt zu den ersten Zielmärkten.

Maserati: Zwei E-Modelle mit Huawei-Technik aus China

Maserati: Zwei E-Modelle mit Huawei-Technik aus China

Maserati (玛莎拉蒂) sucht sein Heil in chinesischer Technik. Nach Informationen des Branchendienstes Future Cars Daily hat die italienische Luxusmarke ihre Pläne für eine umfassende Allianz mit dem Technologiekonzern Huawei (华为) und dem Hersteller JAC Motors (江淮汽车) konkretisiert. Zwei neue Elektromodelle sollen entstehen: ein mittelgroßes bis großes E-SUV und ein großer elektrischer GT. Preise sind bislang nicht bekannt.

Zwei Modelle mit klarer Aufgabe

Die beiden Fahrzeuge schließen laut Insidern gezielt Lücken im Modellprogramm. Das SUV soll den bereits erhältlichen Grecale Folgore ergänzen, der GT auf dem GranTurismo Folgore aufsetzen und die sportliche Marken-DNA stärken. Intern favorisiere man derzeit, den elektrischen GT zuerst auf den Markt zu bringen.

Die geplanten Modelle im Überblick:

  • Mittelgroßes bis großes E-SUV — Ergänzung zum Grecale Folgore
  • Großer elektrischer GT — soll die Tradition des GranTurismo Folgore fortführen und zuerst starten
  • Antrieb: rein elektrisch (BEV)

Drei Partner, ein Ziel

Die Allianz verteilt die Aufgaben klar. Huawei steuert die HIMA-Plattform (Harmony Intelligent Mobility Alliance, 鸿蒙智行) bei — dazu gehören ein intelligentes Cockpit, das Fahrassistenzsystem Qiankun ADS (vergleichbar mit Tesla FSD) und die E-Antriebstechnik. JAC übernimmt im Maextro-Werk (尊界) Engineering und Fertigung. Maserati bringt seine jahrzehntealte Designsprache und das globale Vertriebsnetz ein. Unter einer „Dual-Brand"-Strategie laufen die Fahrzeuge in China als Maextro, international bleibt das Maserati-Logo.

Konkurrenz-Bezug: Das geplante SUV dürfte in Europa gegen Modelle wie den Porsche Macan Electric oder den Audi Q6 e-tron antreten.

SKD-Fertigung: Karosserie aus Hefei, Endmontage in Italien

Um Kosteneffizienz und Luxusanspruch zu verbinden, setzt Maserati auf den SKD-Export (Semi Knocked Down). Unlackierte Rohkarosserien („white bodies") entstehen im JAC-Werk in Hefei, anschließend werden sie nach Italien verschifft und dort endmontiert — inklusive Luxusinterieur und Fahrwerksabstimmung. Das soll auch die Traditionswerke Cassino und Modena wieder auslasten.

Quellen zufolge behält Maserati die Entscheidungsgewalt über den internationalen Vertrieb. Erste Zielmärkte sind der Nahe Osten, Italien, Frankreich und Deutschland.

Ein Traditionskonzern in der Krise

Die Partnerschaft kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Im Jahr 2025 sanken die weltweiten Auslieferungen auf unter 8.000 Einheiten — ein Rückgang von 80 % gegenüber dem Höchststand von 2017 und der niedrigste Wert seit über einem Jahrzehnt. Der bereinigte Betriebsverlust lag bei 198 Millionen Euro, die Umsatzrendite bei -27,3 %.

Stellantis-Chef Antonio Filosa hatte zuvor erklärt, Maserati brauche Industriepartner, um die Zukunft der Marke zu sichern, ohne sie verkaufen zu müssen. Mit der Technik von Huawei und den Fertigungskapazitäten von JAC will Maserati seine Defizite bei Entwicklung und Digitalisierung ausgleichen.


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.


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