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HuaweiSinaVon 4 Min. Lesezeit

Yijing X9: Dongfeng-Huawei-SUV startet am 24. September

Yijing X9: Der Dongfeng-Huawei-SUV startet in China zum Kampfpreis. Die Marke verzichtet beim ersten Modell auf Marge und setzt ganz auf Huawei-Technik.

Yijing X9: Dongfeng-Huawei-SUV startet am 24. September

Am 24. September 2026 hat die neue chinesische Marke Yijing (奕境) in Guangzhou ihr erstes Modell vorgestellt: den Yijing X9, ein großes Sechssitzer-SUV für Familien. Yijing ist ein Gemeinschaftsprojekt des traditionsreichen Herstellers Dongfeng und des Technologiekonzerns Huawei (华为) — und tritt damit in direkte Konkurrenz zum Schwestermodelle AITO (问界). Nach der Präsentation stellten sich Markengeschäftsführer Zeng Qinglin und Marketingchef Cheng Jinwen den Fragen der Presse.

Kampfpreis ohne Marge: „Das erste Auto verdient kein Geld"

Die erste Frage galt dem Preis. Der X9 nutzt dieselbe Huawei-Technik wie der AITO, kostet aber deutlich weniger. Cheng Jinwen begründet das mit der Positionierung: Yijing ziele auf den „Familien-Flaggschiff-Sektor", nicht auf das Business-Luxussegment. Die Zielgruppe seien Familien aus der Mittelschicht, die ein qualitativ hochwertiges Auto suchten, aber keine hohen Aufpreise akzeptierten. Man habe deshalb „alle Luxusaufschläge entfernt", so Cheng. Auch der Hinweis auf den intensiven Wettbewerb im chinesischen Markt ließ er nicht gelten: Der Preiskampf sei zwar ein Faktor, aber nicht der entscheidende.

Druck gibt es trotzdem. „Bei diesem Preis haben wir großen Druck, und wir verdienen sicher kein Geld", räumt Cheng ein. Man wolle die Marke schnell bekannt machen und Volumen aufbauen. Als Orientierung nannte das Management für künftige Modelle ein Preisfenster von ca. 38.400 bis 51.200 € (ca. 300.000 bis 400.000 Yuan)*.

Die Huawei-Ausstattung des X9 stammt aus der deutlich höheren Preisklasse: Pixel-Scheinwerfer, das Fahrassistenzsystem ADS 5, ein 896-Linien-Lidar sowie vier Lidars — Komponenten, die Huawei sonst in Fahrzeugen der umgerechnet rund 64.000-Euro-Klasse einsetzt. Auch beim Akku bleibt man Herstellerangaben zufolge bei CATL (宁德时代).

Full-Stack-Co-Creation: Wenn Dongfeng und Huawei gemeinsam entwickeln

Kern des Konzepts ist das „Full-Stack-Co-Creation-Modell" (全栈原生共创模式) — eine gemeinsame Entwicklung von Fahrzeug und Software auf allen Ebenen. Zeng Qinglin betont: „Es ist kein einseitiges Geben, sondern ein beidseitiger Weg." Dongfeng bringe die tiefe Erfahrung bei Fahrwerk und Sicherheit ein, Huawei seine Stärke bei Software und Fahrassistenz (ADAS).

Ergebnis ist die gemeinsame Sicherheitsarchitektur „Tianqiong Zhidun" (天穹智盾). Zeng zufolge wäre sie ohne diese Konstellation nicht möglich gewesen. Für das kommende Jahr kündigte Cheng zudem eine neue Fahrwerks- und Plattformgeneration an, die gemeinsam mit Huawei entwickelt wird.

Wichtigste technische Neuerungen des Yijing X9 im Überblick:

  • Huawei ADS 5 — Fahrassistenzsystem, erstmals im X9
  • HarmonyOS Cockpit 6 (鸿蒙座舱6) — erstmals im X9
  • 896-Linien-Lidar plus vier Lidars
  • Pixel-Scheinwerfer
  • Sechs Sitze, Ausrichtung auf Familien
  • CATL-Akkus
  • Sicherheitsarchitektur Tianqiong Zhidun (Dongfeng + Huawei)

360 Händler, vier Wochen Lieferzeit

Beim Vertrieb setzt Yijing auf das Netz von Dongfeng und Huawei. Über 60 Prozent der Partner seien ehemalige Händler von BBA (BMW, Mercedes-Benz, Audi — die drei deutschen Premiumhersteller), viele Standorte würden aus umgebauten Premium-Autohäusern entstehen. Bis heute hat die Marke nach eigenen Angaben fast 360 Standorte eröffnet; im kommenden Monat sollen es 400 in rund 90 Städten sein, zum Jahresende 130 Städte. Das Servicenetz soll dann über 150 Städte abdecken.

Beim Thema Lieferzeit wurde Zeng ungewohnt offen: „Ehrlich gesagt ist die Auslieferung für uns eine Herausforderung." Die Produktion laufe noch hoch, die Vorbestellungen seien zahlreich. Wer innerhalb von drei Tagen verbindlich bestellt, soll innerhalb von vier Wochen beliefert werden — für jeden Tag Verzug gibt es 1.000 Punkte als Entschädigung, ohne Obergrenze. Die ersten Auslieferungen starten Ende September / Anfang Oktober, die rein elektrische Version (BEV) folgt im Dezember.

Zum Absatzziel sagte Zeng: „Mindestens Top 3 der Branche, Top 3 im Segment." Für das kommende Jahr kündigte er drei neue Modelle an — eines im ersten Halbjahr, eines zur Jahresmitte, eines in der zweiten Jahreshälfte. Innerhalb von drei Jahren sollen es fünf Fahrzeuge werden, alle im Familiensegment; Geländewagen oder Business-Modelle seien nicht geplant. Auf die Frage nach dem Verhältnis zum Huawei-Vertriebsverbund HIMA (鸿蒙智行) verglich Zeng lieber nicht: „Wir bewerten andere nicht, wir sprechen nur über uns."


In Deutschland

Zu diesem Hersteller liegen uns aktuell keine gesicherten Informationen über einen europäischen Markteintritt vor. Das Modell ist derzeit auf dem chinesischen Markt erhältlich.

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