Mazda EZ-60: Lidar-Version startet ab ca. 18.700 €
Changan Mazda (长安马自达) hat den Mazda EZ-60 in der neuen Lidar-Version auf den chinesischen Markt gebracht. Der Marktstart wurde am 26. September 2026 beim Changan-Mazda-Fan-Festival im südchinesischen Zhuhai gefeiert. Die Lidar-Version des Mittelklasse-SUV startet zu einem Einstiegspreis von ca. 18.700 € (ca. 145.900 Yuan). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Parallel veröffentlichte das Joint Venture die Preisliste für das Modelljahr 2027 des EZ-60. Insgesamt stehen neun Varianten zur Wahl, vier davon mit Lidar. Erhältlich sind beide Antriebsarten — als Range-Extender-Elektrofahrzeug (EREV, Elektromotor mit Verbrenner als Generator) und als rein elektrisches Fahrzeug (BEV).
Modelljahr 2027: Neun Varianten, sieben Kaufanreize
Zum Marktstart schnürt Changan Mazda ein umfangreiches Rabattpaket:
- Umtauschprämie: ca. 800 € (ca. 6.000 Yuan), für treue Mazda-Kunden zusätzlich ca. 100 € (ca. 1.000 Yuan)
- Zeitlich begrenzter Bonus: bei Lidar-Varianten bis zu ca. 900 € (ca. 7.400 Yuan), direkt vom Kaufpreis abziehbar
- Dreifach-Garantie: lebenslange Garantie auf die Elektrokomponenten — auch für Bestandskunden
- Ausstattungs-Upgrade im Wert von ca. 200 € (ca. 1.500 Yuan)
- Zubehör-Fonds: ca. 400 € (ca. 3.000 Yuan)
- Finanzierung: Kredit über 100.000 Yuan (ca. 12.800 €), zwei Jahre zinsfrei bei fünf Jahren Laufzeit
- Brandschutz-Paket im Wert von ca. 1.000 € (ca. 7.999 Yuan)
Fahrassistenz: Erfahrung statt Datenmenge
Das Lidar dient der Lidar-Version des EZ-60 als zentrale Sensor-Basis. Ergänzt wird es durch elf HD-Kameras, zwölf Ultraschallsensoren und drei Millimeterwellen-Radare. So entsteht ein Rundum-Wahrnehmungsnetz, das den Autobahn-Pilot und den Stadtpilot (vergleichbar mit Teslas FSD) abdeckt.
Auf der Autobahn übernimmt das System im Bereich von 0 bis 130 km/h Spurwechsel, Ausweichen, Auf- und Abfahren sowie das An- und Abfahren von Raststätten. In der Stadt arbeitet es mit der spurgenauen Navigation von Tencent und einer End-to-End-Architektur — und meistert so Einscheren, Baustellen-Umfahrungen und enge Straßen. Per OTA folgt zudem eine „Begleitfahr"-Funktion für Kolonnenfahrten.
Beim Parken deckt das System über 300 Szenarien ab — vom Senkrecht- über den Längsparkplatz bis hin zu Rampen und Kurven. Neu ist das „Einparken mit geschlossener Tür": Der Fahrer steigt aus, schließt ab, und das Auto parkt selbstständig ein. Auch ein Memory-Parken ist per OTA verfügbar.
Sicherheit und Marktlage
Die Lidar-Version bietet 25 aktive Assistenzfunktionen. Der Notbremsassistent (AEB) reagiert auf stehende Hindernisse bis 110 km/h, auf Fußgänger in Längsrichtung bis 90 km/h sowie auf querende Fußgänger und Radfahrer bis 60 km/h. Für plötzlich hinter Hindernissen auftauchende Personen oder Fahrzeuge greift das System bis 50 km/h. Reicht eine Bremsung nicht aus, lenkt das Auto zusätzlich aus (AEB & AES).
Vor dem Start absolvierte der EZ-60 gemeinsam mit dem chinesischen Testzentrum CATARC elf reale Gefahrenszenarien in Folge — und bestand alle. Dafür gab es das TOP-Intelligence-Sicherheitszertifikat.
Kommerziell läuft es für Changan Mazda derzeit rund: Von Januar bis August 2026 lag der Absatz 20 Prozent über dem Vorjahr und damit 38 Prozentpunkte über dem Marktdurchschnitt, der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge liegt bei 57 Prozent. Der EZ-60 ist seit sieben Monaten der meistverkaufte Mittelklasse-SUV unter den Joint-Venture-Elektroautos; für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen rund 25 Prozent Plus.
Beim Fan-Festival trat erneut Markenbotschafter Tony Leung Ka-fai auf. Außerdem startete auf dem Zhuhai International Circuit der erste MAZDA-Fahrerlebnistag, weitere Stationen sollen folgen.
In Deutschland
Changan plant eine Expansion nach Europa, konkrete Deutschland-Pläne wurden bekannt gegeben, aber ein Marktstart steht noch aus.


