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XPengOFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

XPeng G9L: 29.700 Euro Basispreis sorgt für Diskussion

Der XPeng G9L startet in China ab umgerechnet 29.700 Euro. Der Fünf-Sitzer bietet bis zu 2.250 TOPS Rechenleistung, doch Reichweite und Preisstruktur stoßen auf Kritik.

XPeng G9L: 29.700 Euro Basispreis sorgt für Diskussion

Nach dem Marktstart des XPeng (小鹏) GX hat der Hersteller am 17. September mit dem G9L das zweite Modell der Reihe nachgeschoben. Die Erwartungen waren hoch: Konzernchef He Xiaopeng nannte den Preis auf der Präsentation „extrem stark", Präsidentin Wang Fengying erklärte, der G9L habe in seinem Preissegment weltweit keine Konkurrenz. Für begrenzte Zeit startet der G9L zu Preisen von ca. 29.700 bis 39.700 € (ca. 231.800 bis 309.800 Yuan). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Deutlich günstiger als die Konkurrenz — zumindest auf dem Papier

Rein auf die Preisliste geschaut, ist der G9L tatsächlich attraktiv. Der vergleichbare IM Motors LS7 beginnt bei ca. 38.400 € (ca. 299.800 Yuan), die Ultra-Version des Li Auto (理想) L8 liegt bei ca. 47.300 € (ca. 369.800 Yuan). Der XPeng-G9L-Topversion kostet damit etwa so viel wie die Einstiegsvarianten dieser Konkurrenten. Mit 5.120 mm Länge, 1.999 mm Breite, 1.782 mm Höhe und 3.100 mm Radstand spielt der G9L in derselben Größenklasse wie Li Auto L8 oder AITO (问界) M8.

Technisch stark, aber nicht in allen Versionen

  • Fahrassistenz: Erstmals kommt die zweite Generation des VLA-Fahrmodells zum Einsatz
  • Rechenleistung: Bis zu 2.250 TOPS mit drei Turing-KI-Chips (nur Topversion)
  • Basismodell: Lediglich ein Turing-Chip, keine Nachrüstung möglich
  • Sensorik: Durchgehend ohne Lidar, ausschließlich kamera basierte Erkennung
  • Reichweite: 660 bis 755 km (CLTC, chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) — entspricht ca. 560 bis 640 km (WLTP-Schätzwert)
  • Batterie: LFP-Zellen (Lithium-Eisenphosphat) außer in der Topversion, Zulieferer nicht CATL
  • Fahrwerk: Luftfederung und Hinterradlenkung serienmäßig

Kritik an Ausstattungslogik und interner Konkurrenz

Die breite Enttäuschung speist sich aus mehreren Punkten. Wer wegen der Assistenzsysteme zum G9L greift, stellt fest, dass die Einstiegsversion mit nur einem Chip schnell an ihre Grenzen kommt. Die Ultra-SE-Variante mit zwei Chips kostet ca. 32.000 € (ca. 249.800 Yuan) — und liegt damit bereits nahe am Grundpreis des größeren GX. Viele Interessenten dürften sich deshalb eher für den geräumigeren Sechssitzer entscheiden.

Hinzu kommt die Reichweite: In der oberen Mittelklasse sind in China bereits Elektro-SUV mit bis zu 900 km nach CLTC unterwegs, der G9L bleibt 200 km darunter. Auch die serienmäßige Luftfederung überzeugt Familienkäufer nicht durchgehend — sie sorgt eher für Diskussionen über Wartungskosten und Reparaturanfälligkeit als für Begeisterung.

Die größte Schwäche bleibt jedoch die Preisüberschneidung mit dem eigenen GX, der zwischen ca. 34.500 und 44.800 € (ca. 269.800 bis 349.800 Yuan) liegt. Statt sich zu ergänzen, konkurrieren beide Modelle innerhalb des eigenen Portfolios. Im reiferen chinesischen Elektromarkt reicht reine Hardware-Fülle nicht mehr aus — die Balance zwischen praktischem Nutzen und vernünftiger Preisgestaltung entscheidet.


In Deutschland

XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark, Niederlande erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.

XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

XPengBatterieReichweite