Aion Ray7: Vorverkauf für 702-km-Limousine startet
Aion (广汽埃安) hat den Vorverkaufsstart seines neuen Flaggschiffs Ray7 auf den 17. Oktober datiert. Die Elektro-Limousine der oberen Mittelklasse basiert auf der AEP-Elektroplattform und soll mit einer Kombination aus Huawei-Technik und CATL (宁德时代)-Batterien antreten. Als direkte Konkurrenten gelten der Xiaomi SU7 und der Zeekr 007, die in China im selben Segment positioniert sind.
Karosserie: 0,22 cW und 4,96 Meter Länge
Der Ray7 tritt als flache, breite Schrägheck-Limousine an. Die durchgehende Frontpartie trägt den Namen „Quantensternring“, in der Mitte der Leuchten sitzt ein beleuchtetes Aion-Logo. Am Heck korrespondiert ein durchgehendes Leuchtenband mit der Front. Nach Herstellerangaben wurde die Karosserie an 14 Stellen aerodynamisch optimiert.
- Länge / Breite / Höhe: 4.960 / 1.900 / 1.455 mm
- Radstand: 2.920 mm
- Luftwiderstandsbeiwert: 0,22 cW
- Außenfarben: Blitzgelb und Mittsommerlila
Innenraum: Minimalismus und Qualcomm-Chip
Das Cockpit ist bewusst schlicht gehalten: ein freistehendes volldigitales Instrumentendisplay, ein Dreispeichen-Multifunktionslenkrad und ein großer Touchscreen in der Mitte. Darunter folgen Lüftungsdüsen, Ablagefächer, eine Induktionsladeschale mit 50 Watt und zwei Becherhalter; auf der Beifahrerseite verläuft eine durchgehende Lüftungsdüse. Die Vordersitze sind als integrierte Sportsitze mit zusätzlichen Schulterflanken ausgeführt. Das Dach besteht aus einem dreilagigen, versilberten Sonnenschutzglas – im Rahmen des am 21. September gestarteten „Vorab-Programms“ wird diese Ausstattung kostenlos aufgewertet. Als Cockpit-Chip kommt der Qualcomm 8295 zum Einsatz.
Assistenz: 27 Sensoren und Lidar
Beim Fahrassistenzsystem (ADAS) fährt Aion nach eigener Darstellung groß auf: Bis zu 27 Sensoren der Automotive-Klasse sind verbaut, darunter ein Lidar mit 192 Linien und drei 4D-Millimeterwellen-Radare. Die Software basiert auf einem End-to-End-Großmodell, das von der L4-Entwicklung von WeRide (文远知行) abgeleitet ist. Unterstützt werden sollen Stadtpilot (City-NOA), automatisches Parken in allen Situationen sowie eine Parkplatzsuche ohne aktive Navigation.
Antrieb, Batterie und Fahrwerk
Angetrieben wird der Ray7 ausschließlich von einem Heckmotor mit 180 kW (ca. 245 PS), der als Huawei (华为) Drive ONE Mehr-in-Eins-Antrieb ausgeführt ist.
Zur Batterie hat Aion zwei Größen eingereicht: 45,58 kWh und 62,98 kWh. Daraus ergeben sich drei Reichweitenstufen (CLTC – chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP):
- 702 km (CLTC) — entspricht ca. 600 km (WLTP-Schätzwert)
- 600 km (CLTC) — entspricht ca. 510 km (WLTP-Schätzwert)
- 530 km (CLTC) — entspricht ca. 450 km (WLTP-Schätzwert)
Beim Fahrwerk setzt Aion auf eine Aluminium-Doppelquerlenker-Vorderachse und eine Fünflenker-Hinterachse, jeweils mit Stabilisatoren. Hinzu kommen FSD-Dämpfer mit variablem Dämpfungskennfeld und HRS-Hydraulik-Endanschläge. Gebremst wird mit dem Huawei EMB, einem voll elektrischen Brake-by-Wire-System. Den Bremsweg aus 100 km/h gibt der Hersteller mit 33 Metern an.
In Deutschland
Aion (广汽埃安) plant eine Expansion nach Europa, der Marktstart in Deutschland ist noch nicht terminiert.


