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ChanganOFweek NEVVon 2 Min. Lesezeit

Changan Qiyuan A06: Facelift ab ca. 15.000 € in China

Changan bringt den Qiyuan A06 als 2027er-Modell in China — ab ca. 15.000 €. Der Mittelklasse-Stromer bietet 800-Volt-Technik und 2.922 mm Radstand.

Changan Qiyuan A06: Facelift ab ca. 15.000 € in China

Am 10. Oktober hat Changan den Qiyuan (启源) A06 als Modelljahr 2027 in China auf den Markt gebracht. Die Mittelklasse-Limousine mit großer Steilheck-Karosserie ist das volumenstärkste Modell der Qiyuan-Reihe und wird wahlweise rein elektrisch (BEV) oder als Range-Extender-Elektrofahrzeug (EREV — Elektromotor mit Verbrenner als Generator) angeboten.

Preis und Kaufanreize

Zum Marktstart nennt Changan einen Aktionspreis ab ca. 15.000 € (ca. 116.900 Yuan).* Dazu kommen laut Hersteller Kaufanreize im Wert von bis zu ca. 4.900 € (ca. 38.000 Yuan), darunter Inzahlungnahme-Prämie, Finanzierungszuschuss, Rabatte auf Sonderausstattung und Servicepakete. Damit tritt der A06 in China gegen Konkurrenten wie den VW ID.7 oder Tesla Model 3 an — allerdings zu einem deutlich niedrigeren Einstiegspreis.

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Technik und Ausstattung

  • Radstand: 2.922 mm — viel Platz im Fond
  • Fahrwerk: vorn Alu-Doppelquerlenker, hinten Fünflenker-Einzelradaufhängung
  • Laden: 800-Volt-Architektur in den Topversionen, Basisversion mit 400 Volt
  • Assistenz: Lidar nur in den höheren Ausstattungslinien
  • Karosserie: rahmenlose Türen, große Heckklappe (Steilheck)

Absatz und Positionierung

Der Qiyuan A06 ist seit seinem Debüt ein Volumenmodell für Changan. Die monatlichen Retail-Verkäufe liegen stabil bei rund 5.000 Einheiten, in Spitzenmonaten bei über 6.000. Damit hat sich der Wagen im Segment der mittelgroßen Elektrolimousinen unterhalb von ca. 19.000 € etabliert. Changan setzt dabei vor allem auf Hardware: die aufwendige Alu-Vorderachse, der lange Radstand und die 800-Volt-Schnellladetechnik sind in dieser Preisklasse ungewöhnlich.

Diese Schwächen bleiben

Trotz der Modellpflege nennt die chinesische Fachpresse mehrere unveränderte Kritikpunkte. Die rahmenlosen Türen sehen gut aus, kosten aber Akustik: Ab etwa 80 km/h dringen Wind- und Reifengeräusche deutlich in den Innenraum, selbst mit doppelt verglasten Scheiben. Der Fahrerlebnisfaktor Digital: Zwar unterstützt der 2027er-Jahrgang nun drahtloses CarPlay und HiCar, doch der App-Store bleibt dünn besetzt, die OTA-Updates laufen langsam, und das weiße Touchpanel im Cockpit ist anfällig für Fehlberührungen und Kratzer sowie für Hitzeentwicklung in der Sonne.

Zudem ist die Ausstattung stark gestaffelt: 800-Volt-Laden, Lidar, Sitzmassage und Kühlbox gibt es nur in den teuren Versionen, die Einstiegsvariante bleibt bei 400 Volt. Im Innenraum findet sich teils Hartplastik mit anfänglichem Geruch. Und beim Wiederverkaufswert hat die junge Qiyuan-Marke gegenüber etablierten chinesischen EV-Anbietern Nachholbedarf — ein Punkt für alle, die das Auto in weniger als drei Jahren wieder abgeben wollen.


In Deutschland

Changan plant eine Expansion nach Europa, konkrete Deutschland-Pläne wurden bekannt gegeben, aber ein Marktstart steht noch aus.

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