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AudiOFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

Audi RS 5 PHEV: 375 kW V6 mit E-Boost

Der neue Audi RS 5 kombiniert einen 2,9-Liter-V6-Biturbo (375 kW) mit einem 130 kW starken Elektromotor und 22-kWh-Akku. Das Plug-in-Hybrid-System steigert die Dynamik und ermöglicht rein elektrische Fahrten. Marktstart zunächst in China.

Audi RS 5 PHEV: 375 kW V6 mit E-Boost

Audi (奥迪) bringt die nächste Generation des RS 5 als Plug-in-Hybrid (PHEV) an den Start. Der Antriebsstrang vereint altbekannte Verbrenner-Tugenden mit moderner Elektrifizierung – eine Antwort auf den wachsenden Wettbewerb durch reine Elektroautos und chinesische Neueinsteiger. Der Wagen wird zunächst in China vorgestellt, wo die Nachfrage nach hochperformanten Modellen trotz E-Auto-Boom ungebrochen ist.

Antrieb: V6-Biturbo plus E-Maschine

Herzstück ist der bekannte EA839-Motor, ein 2,9-Liter-V6 mit 90-Grad-Zylinderwinkel und zwei in das V montierten Turboladern. Er leistet 375 kW (510 PS) und dreht 600 Nm Drehmoment. Die Besonderheit: ein VGT-Ladersystem (variable Turbinengeometrie) für spontanes Ansprechen. Gekoppelt ist der Motor an eine Achtgang-Tiptronic, die für hohe Lastwechsel optimiert wurde – inklusive Flüssigkeitskühler für konstante Öltemperatur.

Zwischen Verbrenner und Getriebe sitzt ein Scheibenläufer-Elektromotor (P2-Prinzip) mit 130 kW (177 PS) und 460 Nm. Er wird über eine 400-Volt-Architektur mit Strom versorgt. Der Lithium-Ionen-Akku hat 22 kWh Kapazität und liegt unter dem Kofferraumboden. Damit sind rein elektrische Fahrten möglich, außerdem unterstützt der E-Motor beim Beschleunigen, rekuperiert Bremsenergie und schaltet den Verbrenner im Stop-and-Go ab.

Fahrwerk: Quattro mit elektrischem Torque-Vectoring

Der RS 5 behält den mechanischen Quattro-Allradantrieb mit Torsen-Mittendifferenzial. Die Kraftverteilung variiert zwischen 70/30 und 15/85 (vorne/hinten). Neu ist ein hinterer E-Aktor: An der Hinterachse sorgt ein kleiner wassergekühlter Synchronmotor (8 kW/40 Nm) für gezielte Drehmomentverteilung zwischen den Rädern. Das System greift aktiv in Kurven ein – es verlagert Antriebskraft ans kurvenäußere Rad, untersteuert entgegenzuwirken, ohne auf Bremseingriffe angewiesen zu sein. Dieses elektrische Torque-Vectoring ergänzt die mechanische Basis und hebt die Agilität auf ein neues Niveau.

Vergleich mit der Konkurrenz

Gegenüber den reinen Verbrenner-Vorgängern und den Konkurrenten von BMW M und Mercedes-AMG bietet der RS 5 PHEV nun eine Kombination aus altbewährter Handwerkskunst und moderner E-Unterstützung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h liegt im Bereich von 3 bis 4 Sekunden – ein Wert, der bei chinesischen Elektroautos inzwischen Standard ist. Der RS 5 punktet jedoch mit der emotionalen Charakteristik des V6 und dem mechanischen Quattro-Gefühl, das reine E-Autos mit ihrem digitalen Allradantrieb nicht bieten können.

Dennoch: Im direkten Vergleich mit einem vollelektrischen Konkurrenten wie dem NIO ET7 oder dem XPeng P7 bleibt der RS 5 ein Kompromiss. Die Vorteile der elektrischen Antriebe – nahezu lautlose Beschleunigung, sofortiges Drehmoment, keine Ladehemmung auf Langstrecken – sind unbestreitbar. Ob der PHEV-Ansatz ausreicht, um die „verlorene Aristokratie“ der Verbrenner-Performance zu retten, wird sich am Markt zeigen.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt. Da es sich um eine globale RS-Baureihe handelt, ist eine spätere Auslieferung in Deutschland wahrscheinlich.

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