Audi RS 5 PHEV: 680 PS Hybrid-Sportback für China
Mit der fünften Generation des RS 5 Sportback geht Audi in China einen neuen Weg: Statt reinem Verbrenner setzt die Ingolstädter Premiummarke auf einen Plug-in-Hybrid (PHEV). Damit reagiert man auf den wachsenden Wettbewerb durch chinesische EV-Startups (NIO, XPeng, Li Auto u. a.), die im Segment der Hochleistungslimousinen zunehmend Druck machen. Der Marktstart in China wird für 2025 erwartet.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick:
- Verbrenner: 2,9-Liter-V6-Biturbo (EA839), 375 kW (510 PS) bei 600 Nm
- E-Motor (P2-Position): 130 kW (177 PS), 460 Nm
- Systemleistung: über 500 kW (ca. 680 PS) – offiziell nicht bestätigt
- Batterie: 22 kWh Lithium-Ionen, hinter der Hinterachse platziert
- Getriebe: 8-Gang-Tiptronic, sportlich abgestimmt
- Antrieb: permanenter Allradantrieb (Quattro) mit mechanischer Viskosperre und zusätzlichem Hinterachsmotor
- Architektur: 400 Volt
Antrieb: V6-Biturbo trifft E-Motor
Herzstück bleibt der bekannte EA839 – ein 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 375 kW (510 PS) und 600 Nm Drehmoment. Die 90-Grad-Zylinderbank mit zwei Turboladern, die direkt im V-Raum sitzen, sorgt für spontanes Ansprechverhalten. Hinzu kommt ein P2-E-Motor mit 130 kW (177 PS) und 460 Nm, der zwischen Verbrenner und 8-Gang-Tiptronic-Getriebe platziert ist. Die Systemleistung wird in chinesischen Quellen mit über 500 kW (680 PS) angegeben – diese Zahl ist jedoch offiziell nicht bestätigt. Zum Vergleich: Der Mercedes-AMG C63 S E Performance leistet 500 kW (680 PS) – der RS 5 wäre ein direkter Konkurrent.
Die Lithium-Ionen-Batterie mit 22 kWh Kapazität liegt über der Hinterachse und ermöglicht rein elektrische Fahrten im Kurzstreckenbetrieb.
Quattro-Allrad: Mechanik trifft E-Antrieb
Audi setzt beim Allradantrieb auf eine Kombination aus mechanischer Viskosperre und einem zusätzlichen Hinterachsmotor. Die Viskosperre verteilt das Drehmoment variabel zwischen 70/30 und 15/85 (vorn/hinten) und reagiert mit elektronischer Vorspannung vorausschauend auf die Fahrbahn. Ein wassergekühlter permanenter Synchronmotor an der Hinterachse mit ca. 80 kW (109 PS) unterstützt die Drehmomentverteilung – die genauen Werte sind offiziell nicht bestätigt, liegen aber für ein Performance-Modell in dieser Klasse nahe. Dadurch wird die Gierrate präzise gesteuert, ohne dass aufwändige aktive Stabilisatoren nötig sind.
Die 400-Volt-Architektur erlaubt das Laden mit Wechselstrom; genaue Ladeleistungen nannte Audi noch nicht. Der Verbrenner kann als Generator zum Laden der Batterie arbeiten, die Rekuperation beim Bremsen speist ebenfalls Energie zurück.
Konkurrenz aus China
Der RS 5 PHEV tritt gegen starke einheimische Konkurrenz an: Elektro-Limousinen von NIO, XPeng und BYD (Marke Denza) beschleunigen in unter vier Sekunden auf 100 km/h und bieten oft mehr Reichweite. Audis Antwort: eine ausgereifte Mischung aus Verbrenner-Kompetenz und elektrifiziertem Allrad, die sich auf dem Nürburgring bewähren muss.
Der Audi RS 5 Sportback PHEV wird zunächst nur für den chinesischen Markt entwickelt. Eine Europa-Einführung ist nicht bestätigt – angesichts der hohen Zölle auf China-Importe und der strengen EU-Emissionsvorschriften derzeit unwahrscheinlich.

