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SinaVon 2 Min. Lesezeit

Mengshi M817: Rennserien-Erprobung für die Serie

Der Mengshi M817 beweist beim Taklamakan-Rallye, dass serienmäßige Antriebe extremen Bedingungen standhalten. Die Mach-Antriebe von Zhixin Technology kommen ohne Modifikationen aus und sichern Podiumsplätze. Das Konzept „Serienfahrzeug mit Rennsportqualität“ wird Realität.

Mengshi M817: Rennserien-Erprobung für die Serie

Mengshi M817: Rennserien-Erprobung für die Serie

Zhixin Technology (智新科技), der Antriebsspezialist der Dongfeng-Gruppe, veranstaltete eine Technik-Tagung zum 2026 Taklamakan-Rallye. Im Mittelpunkt stand der Mengshi (猛士) M817, ein vollelektrischer und hybridisierter Geländewagen, der mit serienmäßigen Antriebskomponenten bei dem extremen Wüstenrennen antrat. Der M817 gewann den SS4-Sieg in der T2-Produktionsklasse, wurde SS8-Zweiter in der T2.E-Klasse (neue Energie) und holte den SS10-Gesamtsieg. Das Motto: „Ab Werk rennbereit“ – ohne Leistungsmodifikationen.

Technologie: Mach-Serie mit Rennstrecken-Härte

Die Kernkompetenz liegt in den selbst entwickelten Antriebssystemen der Mach-Serie. Dazu gehören der Mach H Hybridantrieb mit dem 2,0‑l‑Turbomotor B20TDE (206 kW / 415 Nm) und dem zweistufigen Hybrid-Getriebe HD200 (P1+P3 längs, Dauerleistung 240 kW) sowie der Mach E reinelektrische Antrieb mit dem iD4‑200 (95,4 % Spitzenwirkungsgrad, 92,5 % unter Dauerlast im CLTC-Zyklus) und dem neuen koaxialen EiD5-Motor mit Axialfluss-Design für hohe Leistungsdichte. Die HD200-Einheit erreicht im WLTC nahezu 90 % Gesamtwirkungsgrad und liefert kurzzeitig bis zu 6.300 Nm Radmoment – ausgelegt für Steigungen bis 100 % und Neigungen von 45° längs / 42° quer.

„Der Antrieb muss auf unerwartete Extremsituationen reagieren“, erklärte Chefingenieur Du Jiangwei. Im SS2-Segment wurde der M817 durch umherfliegende Steine getroffen: Kühler und Windschutzscheibe brachen, die Öltemperatur stieg auf 124 °C. Das serienmäßige Hitzeschutzsystem hielt den Motor am Laufen – eine Situation, die kein Labor nachstellt. Vierfacher Rallye-Teilnehmer Fan Gaoxiang ergänzte: „Im T2.E-Feld starteten 19 New-Energy-Fahrzeuge – alle mit chinesischen Eigenentwicklungen. Die Zeit ausländischer Dominanz ist vorbei.“

Fahrerlebnis: Von der Wüste auf die Straße

Bei einer Probefahrt mit dem 1,5‑l‑Hybrid‑M817 zeigte sich die Übertragung der Rennsport-Kalibrierung auf den Alltag: auf der Straße geschmeidige Übergänge zwischen E‑ und Verbrennermodus, kein Ruckeln, direkte Gasannahme. Auf unbefestigten Wegen liefert der E‑Antrieb sofort Drehmoment für Steigungen und Überholmanöver. Neun Geländefahrmodi mit intelligenter Zwei-/Allradverteilung runden das Paket ab. Die Redaktion konnte zwar nicht die über 100 km/h auf Wüstenpisten nachfahren, aber der Eindruck war eindeutig: „Ab Werk rennbereit“ ist kein leeres Marketing. Der Kunde erhält einen Antrieb, der 8.000 km Taklamakan-Härte durchlaufen hat.

Die Tagung zeigte: Chinesische New-Energy-Geländewagen haben das Denken „Rennwagen müssen modifiziert werden“ hinter sich gelassen. Mit hauseigenen Mach-Antrieben entsteht ein geschlossener Kreislauf: Entwicklung – Extremtest – Serienproduktion. Das ist das Ergebnis von über zwei Jahrzehnten Industrie-Know-how.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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