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SinaVon 3 Min. Lesezeit

Mengshi M817: Serienantrieb besteht 8.000-km-Rallye-Härtetest

Auf der Taklimakan-Rallye (China) legte der Mengshi M817 mit serienmäßigem Hybridantrieb 8.000 km zurück. Die Technik stammt von Zixin Technology – und soll beweisen: „Rennsport-Niveau ab Werk“ ist kein Marketing.

Mengshi M817: Serienantrieb besteht 8.000-km-Rallye-Härtetest

Mengshi M817: Serienantrieb besteht 8.000-km-Rallye-Härtetest

Die chinesische Rallye Taklimakan („Ring of the Desert“) mit über 8.000 km Strecke, 40 °C Hitze und extremem Gelände diente als Prüfstand für den Mengshi M817. Das SUV von Dongfengs Tochtermarke Mengshi (猛士) trat im Werkzeug-T2.E-Format an: Nur Überrollkäfig und Feuerlöscher waren nachgerüstet, der Antrieb blieb serienmäßig. Mit dieser Ausstattung holte das Fahrzeug mehrere Etappensiege – darunter den Gesamtsieg in der T2-Tagessiegwertung auf der SS4 und SS10.

Die zugrundeliegende Technik präsentierte der Antriebshersteller Zixin Technology (智新科技) auf einem Symposium. Zixin, eine Dongfeng-Tochter, entwickelt die „Maher“-Antriebsplattform (马赫), die in zwei Modulen aufgebaut ist:

  • Maher H (Hybrid) : 2,0-Liter-Turbobenziner (B20TDE) mit 206 kW und 415 Nm Drehmoment, kombiniert mit einem P1+P3-Zweigang-Hybridgetriebe (HD200). Der Elektromotor leistet 240 kW, das kurzfristige Raddrehmoment erreicht 6.300 Nm. Dank Siliziumcarbid-Wechselrichter kommt der Hybrid auf rund 90 % Systemwirkungsgrad im WLTP-Zyklus. Der Verbrenner ist für Steigungen bis 100 % und Höhen bis 2.500 m ausgelegt (Leistungsverlust unter 6 %).
  • Maher E (rein elektrisch) : Hinterachs-Elektromotor (iD4-200) mit 95,4 % Spitzenwirkungsgrad und 92,5 % Dauerwirkungsgrad. Dazu der neue koaxiale EiD5-Motor (axialer Fluss) – kompakt und hochintegriert, ausgelegt für autonomes Fahren der Stufen 3+ sowie für Anwendungen in Lufttaxis, Robotern und Schiffsantrieben.

Praxis: Rennsport-Teil stammt direkt aus der Serie

Der Unterschied zu vielen Wettbewerbern: Die Rallye-Fahrzeuge nutzten exakt dieselben Antriebskomponenten wie die Serienmodelle. Der Chefingenieur von Mengshi, Du Jiangwei, berichtete von einer Szene auf der SS2: Ein Stein zerbrach Windschutzscheibe und Kühler, die Öltemperatur stieg auf 124 °C. Dank des integrierten Überhitzungsschutzes konnte der M817 die Etappe fortsetzen. „Die Wüste akzeptiert keine PowerPoint-Präsentationen, und die Hitze vertraut keinen Labordaten“, so der Ingenieur.

Im Anschluss an die Technik-Präsentation durften Journalisten den Mengshi M817 in der 1,5-T-Variante Probe fahren. Auf der Straße wechselt der Antrieb nahtlos zwischen Verbrenner und E-Motor, ohne die typischen Ruckler eines Plug-in-Hybriden. Auf unbefestigten Pisten liefert der Elektromotor sofort Drehmoment – unterstützt von neun Fahrmodi. „Der Antrieb wurde auf dem Taklimakan für 8.000 km Extrembelastung abgestimmt – das spürt man auch im Alltag“, so das Fazit.

Die Botschaft von Zixin und Mengshi: Der chinesische Offroader beweist, dass heute selbst Serienfahrzeuge den Härtetest einer Wüstenrallye bestehen. Der Mengshi M817 ist ein Konkurrent für den Mercedes G-Klasse oder Land Rover Defender – allerdings mit einem Preis, der in China etwa bei 600.000 Yuan (ca. 76.800 €) beginnt.

In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.


In Europa

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