XPeng GX startet ab 34.500 € und erzielt 24.863 Bestellungen
Preisüberraschung: XPeng GX deutlich günstiger als erwartet
Der chinesische Elektroauto-Hersteller XPeng (小鹏) hat am 20. Mai 2024 den neuen SUV GX offiziell vorgestellt. Das Flaggschiff-Modell in der Oberklasse startet mit einem effektiven Einstiegspreis von ca. 34.500 € (ca. 269.800 Yuan). Ursprünglich lag der Vorverkaufspreis für die Topversion bei ca. 51.200 € (399.800 Yuan), den XPeng nun um ca. 5.000 € (50.000 Yuan) senkte. Die günstigste Version liegt bei ca. 34.500 €, die teuerste bei ca. 44.800 € (349.800 Yuan). Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Die Rechnung ging auf: Innerhalb von 12 Stunden nach Verkaufsstart gingen 24.863 Bestellungen ein. XPeng-CEO He Xiaopeng sprach von einem „explosiven“ Marktstart. Der GX ist damit eines der erfolgreichsten neuen Modelle in diesem Segment.
Abmessungen und Design
Der XPeng GX ist mit 5.265 mm Länge, 1.999 mm Breite und 1.800 mm Höhe sowie einem Radstand von 3.115 mm ein vollwertiger Fullsize-SUV. Das Design folgt der „Yachting“-Linie mit durchgehender Lichtleiste und wirkt bullig.
Zwei Antriebsoptionen: EREV und BEV
XPeng bietet den GX sowohl als Range-Extender-Elektrofahrzeug (EREV) als auch als reines Elektroauto (BEV) an. Der EREV kombiniert einen 1,5-Liter-Turbomotor als Generator mit einem 63,3-kWh-Akku. Die CLTC-Reichweite rein elektrisch beträgt bis zu 430 km (CLTC — chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP), was ca. 370 km (WLTP-Schätzwert) entspricht. Die kombinierte Reichweite liegt bei 1.585 km.
Die BEV-Version verfügt über zwei E-Motoren mit einer Systemleistung von 430 kW (585 PS) und einem Drehmoment von 750 Nm. Der Sprint von 0 auf 100 km/h soll 4,5 Sekunden betragen. Der 110 kWh große Akku ermöglicht eine CLTC-Reichweite von 750 km — das entspricht ca. 640 km (WLTP-Schätzwert).
Innenraum und Komfort
Serienmäßig sind ein 17,3-Zoll-Mittendisplay, ein 88-Zoll-AR-Head-up-Display sowie eine Kühlbox. Die Topversion Ultra bietet zusätzlich einen 21,4-Zoll-Rücksitzbildschirm und zwei Nullschwerkraft-Sitze. XPeng setzt auf eine hochwertige Verarbeitung und eine KI-gestützte Sprachsteuerung.
Fahrerassistenz: Volle Kraft voraus
XPeng ist bekannt für seine fortschrittlichen Fahrassistenzsysteme. Der GX ist serienmäßig mit AI-Chips von Innogrity ausgestattet – je nach Version ein bis drei Chips mit einer Rechenleistung von bis zu 3.000 TOPS. Das System unterstützt das autonome Fahren der Stufe 2+ (VLA/VLM-Multimodalmodell). Für August 2024 ist ein Update (Version 6.3) angekündigt, das weitere Verbesserungen bringt. Darüber hinaus plant XPeng noch 2024 einen Robotaxi-Dienst, dessen Technologie später in den GX einfließen soll.
Sicherheit: Hochfeste Karosserie und Fahrer-Notfallsystem
Mit einer vorderen Aluminium-Druckgusskomponente (16.000 t) und einer Karosseriesteifigkeit von 56.000 Nm/Grad erreicht der GX Spitzenwerte. Serienmäßig sind elf Airbags verbaut. Ein besonderes Feature ist das „Fahrerausfall-Assistenzsystem“: Erkennt das System einen medizinischen Notfall des Fahrers, leitet es selbstständig „Warnung – Verlangsamung – Anhalten – Rettungsruf“ ein. Weitere Sicherheitsmerkmale sind eine AES-Schnee-Notbremsfunktion, eine maximale Wattiefe von 700 mm und 12 Ultraschallsensoren.
Wettbewerb: Angriff auf die „9er-Klasse“
Mit seinen Abmessungen und dem Preis positioniert sich der XPeng GX direkt gegen Topmodelle wie den Li Auto L9, den AITO M9 und den NIO ES8. He Xiaopeng spricht offen von der „9er-Klasse“ (Fullsize-SUVs) und will mit dem GX den Markt aufmischen. Das größte Hindernis ist jedoch der eigene XPeng G9: Der GX ist nicht nur größer, sondern auch vergleichbar ausgestattet – und kostet nur etwa 3.000 € mehr. Damit droht der GX dem G9 den Rang abzulaufen.
Fazit
Der XPeng GX ist ein aggressiv bepreister Fullsize-SUV, der mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis für Furore sorgt. Ob er auch auf dem europäischen Markt erscheinen wird, ist noch offen. In China ist er bereits ein Bestseller.
In Europa
Der XPeng GX ist ein Modell speziell für den chinesischen Markt. Eine Markteinführung in Europa oder Deutschland wurde bislang nicht offiziell angekündigt. Sollte das Fahrzeug nach Europa kommen, wären aufgrund von Zöllen und Homologation höhere Preise zu erwarten.

