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OFweek NEVVon 5 Min. Lesezeit

XPeng GX: 24.863 Bestellungen in 12h – Einstieg ab ca. 34.500 €

XPeng bringt das Fullsize-SUV GX auf den Markt. Der Einstiegspreis liegt nach Rabatt bei ca. 34.500 €. Innerhalb von 12 Stunden gingen über 24.800 Bestellungen ein, 70 % für das Topmodell Ultra.

XPeng GX: 24.863 Bestellungen in 12h – Einstieg ab ca. 34.500 €

Auftakt mit Kampfpreisen „Wir spielen nicht nur mit, wir sprengen die Konkurrenz." Mit diesen Worten präsentierte XPeng (小鹏)-CEO He Xiaopeng am 20. Mai den neuen GX. Das Fullsize-SUV ist in zwei Antriebsvarianten – Range-Extender-Elektrofahrzeug (EREV) und rein elektrisch (BEV) – sowie vier Ausstattungslinien erhältlich. Die ursprüngliche Preisliste begann bei ca. 35.800 € (ca. 279.800 Yuan) und endete bei ca. 46.000 € (ca. 359.800 Yuan). Doch XPeng gewährt bis zum 30. Juni einen zeitlich befristeten Rabatt von ca. 1.300 € (ca. 10.000 Yuan). Damit sinkt der effektive Einstiegspreis auf ca. 34.500 € (ca. 269.800 Yuan).*

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Das Topmodell Ultra war im Vorverkauf zunächst mit ca. 51.200 € (ca. 399.800 Yuan) angesetzt. Nach internen Diskussionen und Marktrückmeldungen senkte XPeng den Preis um rund 6.400 € (ca. 50.000 Yuan) auf ca. 44.800 € (ca. 349.800 Yuan). He Xiaopeng erklärte, man wolle trotz des aggressiven Preises profitabel bleiben.

Das Ergebnis: Innerhalb von 12 Stunden nach Freigabe der Bestellungen gingen 24.863 Einheiten ein. Davon entfielen rund 70 % auf das Ultra-Flaggschiff. Damit dürfte der GX den besten Start eines neuen SUV in diesem Segment feiern. Der Andrang war so groß, dass die XPeng-App zwischenzeitlich überlastet war.

Design und Raum: Fullsize-Format

Der GX misst 5.265 mm Länge, 1.999 mm Breite und 1.800 mm Höhe bei einem Radstand von 3.115 mm. Er liegt damit auf dem Niveau eines Mercedes GLS oder Audi Q7 – also Fullsize-Klasse. Die Linienführung kombiniert eine fließende Coupé-Dachlinie mit einer durchgehenden Lichtleiste. Das Design wirkt wuchtig und präsent, die großzügigen Abmessungen versprechen reichlich Platz im Innenraum.

Technik: Drei KI-Chips, bis zu 3.000 TOPS

Das Cockpit wird dominiert von einem 17,3 Zoll großen Zentraldisplay, einem 88 Zoll AR-HUD und serienmäßigem Kühlschrank. Die Ultra-Variante bietet zusätzlich zwei 21,4 Zoll große Entertainment-Bildschirme in der zweiten Reihe. Im Top-Modell kommt ein KI-Privatsphären-Modul zum Einsatz.

Für die Fahrassistenz setzt XPeng auf seine eigene KI-Chip-Plattform „Turing“ (图灵). Drei Stufen werden angeboten:

  • Max: 1 Turing-Chip + VLA (Vision-Language-Action-Modell) der zweiten Generation
  • Ultra SE: 2 Chips + VLA
  • Ultra: 3 Chips mit kombinierter Rechenleistung von 3.000 TOPS, unterstützt VLA und VLM (Vision-Language-Modell) – multimodales Modell

Das System nutzt ein KI-Modell, das sowohl visuelle als auch sprachliche Informationen verarbeitet. Mit dem Start des GX wird auch die Version 6.2.0 der Fahrassistenz-Software ausgerollt, die unter anderem einen erweiterten Autobahn-Pilot (高速NOA) und eine Rundum-Kamera-Funktion für enge Stellen bietet. Für August ist das Update 6.3 angekündigt, das weitere Leistungssteigerungen bringen soll.

Reichweite und Antrieb

Der GX ist als EREV (Range Extender) und als BEV erhältlich.

EREV-Variante:

  • Antrieb: 1,5-Liter-Turbobenziner als Generator + zwei Elektromotoren (Allrad)
  • Batterie: 63,3 kWh
  • Elektrische Reichweite: 430 km (CLTC, chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP) – entspricht ca. 366 km (WLTP-Schätzwert)
  • Gesamtreichweite (mit vollem Tank): 1.585 km

BEV-Variante:

  • Antrieb: Zwei Elektromotoren (Allrad) mit 430 kW (585 PS) Systemleistung und 750 Nm Drehmoment
  • 0–100 km/h: 4,5 Sekunden
  • Batterie: 110 kWh
  • Reichweite: 750 km (CLTC) – entspricht ca. 638 km (WLTP-Schätzwert)

Sicherheit und Fahrwerk

Der GX besitzt eine Karosserie mit 16.000-Tonnen-Großpressteil und einer „Schiffspanzer“-Struktur. Die Torsionssteifigkeit liegt bei 56.000 Nm/Grad – ein Spitzenwert im Segment. Serienmäßig sind elf Airbags an Bord.

Erstmals kommt ein „Multiszenario-Aktives-Sicherheitssystem“ zum Einsatz, das unter anderem AES (Automatische Notbremsung) bei Schnee, Reifenpanne-Assistent, Ausweichunterstützung, bis zu 700 mm Wasser-durchfahrtshöhe und zwölf Kameras umfasst. Alle Versionen haben ein Fahrer-Notfall-Assistenzsystem, das bei plötzlicher Erkrankung des Fahrers automatisch den Ablauf „Warnen – Verlangsamen – Anhalten – Rufen“ einleitet.

Das Fahrwerk umfasst serienmäßig eine Zwei-Kammer-Luftfederung mit adaptiven Dämpfern, Hydraulikbremsen und eine Doppelquerlenker-Vorderachse mit H-förmigem Hinterachslenker. Die Ultra-Variante bietet eine Hinterachslenkung (bis zu 0,6 Meter kleinerer Wendekreis) für noch bessere Agilität.

Marktposition: Angriff auf die 9er-Klasse

XPeng positioniert den GX als direkten Konkurrenten zu etablierten Fullsize-SUVs wie dem Li Auto L9 (理想L9), AITO M9 (问界M9) oder NIO ES8 (蔚来ES8). Der Preisbereich von ca. 34.500 bis 44.800 € liegt leicht unter denen der Rivalen. XPengs CEO betonte, der GX sei in Technologie und Ausstattung mindestens gleichwertig – insbesondere beim automatisierten Fahren und der KI-Integration.

Der Markt für Fullsize-SUVs in China ist hart umkämpft: Neben den Genannten bringen auch Voyah (V9X), Leapmotor (D19), HIMA/SERES und weitere Hersteller neue Modelle in den Preisklassen von 150.000 bis 500.000 Yuan. XPeng hofft, mit dem GX eine Nische im Bereich 250.000–350.000 Yuan (ca. 32.000–45.000 €) zu besetzen.

Allerdings könnte der GX dem eigenen Modell G9 (einem großen Fünf-Sitzer-SUV) Marktanteile wegnehmen. Der G9 bietet weniger Platz und eine einfachere Ausstattung, kostet aber nur ca. 3.000 € weniger. XPeng verkauft derzeit nur rund 1.000 G9 pro Monat. Der GX könnte diesen ohnehin schwachen Verkauf weiter kannibalisieren.


Der XPeng GX wird zunächst ausschließlich in China angeboten (china_only). Ein Europa-Start ist bisher nicht angekündigt, aber XPeng ist mit anderen Modellen (G9, G6, P7) bereits in Deutschland vertreten.

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