XPeng GX startet ab 34.500 €: 585 PS & 750 km CLTC-Reichweite
XPeng (小鹏) hat am 20. Mai sein neues Flaggschiff-SUV GX in China auf den Markt gebracht. Der Preis beginnt bei 269.800 Yuan (ca. 34.500 €)* für die Basisversion und steigt bis auf 349.800 Yuan (ca. 44.800 €) für die Ultra-Spitzenvariante. Wer bis zum 30. Juni bestellt, erhält zusätzlich 10.000 Yuan (ca. 1.280 €) Rabatt. Ursprünglich war die Topversion mit 399.800 Yuan (ca. 51.200 €) geplant, doch XPeng senkte den Preis aggressiv, um die Marktdurchdringung zu maximieren.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Die Rechnung ging auf: Innerhalb von 12 Stunden nach Verkaufsstart gingen 24.863 Bestellungen ein, davon 70 % für die Ultra-Ausstattung. Der GX ist damit der bisher erfolgreichste Marktstart eines vollelektrischen SUV in diesem Segment.
Technische Daten und Antrieb
Der XPeng GX ist ein Fullsize-SUV mit 5.265 mm Länge, 1.999 mm Breite, 1.800 mm Höhe und einem Radstand von 3.115 mm. Er tritt gegen Konkurrenten wie Li Auto L9, NIO ES8, AITO M9 und den kleineren Bruder G9 an.
Zwei Antriebsvarianten stehen zur Wahl:
EREV (Range-Extender):
- 1,5-Liter-Turbobenziner als Generator
- Zwei Elektromotoren
- 63,3-kWh-Akku
- Elektrische Reichweite: 430 km (CLTC) – entspricht ca. 366 km (WLTP-Schätzwert)
- Kombinierte Reichweite: 1.585 km (CLTC) – entspricht ca. 1.350 km (WLTP-Schätzwert)
BEV (rein elektrisch):
- Zwei Motoren mit 430 kW (585 PS) und 750 Nm Drehmoment
- 0–100 km/h in 4,5 Sekunden
- 110-kWh-Akku
- Reichweite: 750 km (CLTC) – entspricht ca. 640 km (WLTP-Schätzwert)
Ausstattung und Fahrassistenz
Serienmäßig sind ein 17,3 Zoll großes Zentraldisplay, eine 88 Zoll große AR-Head-up-Anzeige und eine Kühlbox an Bord. Die Ultra-Version bietet zusätzlich ein 21,4 Zoll großes Rücksitzdisplay und zweiteilige Liegesitze mit Massagefunktion.
Für das autonome Fahren setzt XPeng auf den Turing-AI-Chip. Je nach Version sind ein bis drei Chips mit einer Rechenleistung von bis zu 3.000 TOPS verbaut. Sie steuern das zweite VLA-Modell (Vision-Language-Action) und ein VLM (Vision-Language-Model). Mit dem Update 6.2.0 wird zudem die Funktion des vollautomatischen Anhaltens bei Fahrerausfall („Driver Failure Response“) aktiviert – ein wichtiges Sicherheitsmerkmal.
Die Karosserie besteht aus einer 16.000-Tonnen-Pressgussstruktur mit einer Torsionssteifigkeit von 56.000 Nm pro Grad und elf Airbags. Der GX ist zudem mit einer 700-mm-Wattiefe und einem Notfallsystem ausgestattet, das bei plötzlichem Fahrerausfall automatisch warnt, anhält und den Rettungsdienst alarmiert.
Marktposition und Strategie
Mit einem effektiven Einstiegspreis von 26,98 Wan (269.800 Yuan) unterbietet der GX nicht nur seine eigenen Planzahlen, sondern auch viele direkte Konkurrenten wie Li Auto L9 und AITO M9. XPeng zielt bewusst auf das Segment zwischen 25 und 35 Wan (ca. 32.000 bis 44.800 €), das weniger umkämpft ist als die 40-Wan-Klasse. Trotzdem kann der GX auch preislich mit dem teureren NIO ES8 mithalten.
Allerdings kommt der GX intern dem Schwestermodell XPeng G9 in die Quere. Der GX bietet mehr Platz, serienmäßig Luftfederung, 88-Zoll-AR-HUD und den Fahrerausfall-Assistenten – und das nur rund 30.000 Yuan (ca. 3.840 €) über dem G9. Die Verkaufszahlen des G9 sind bereits auf einen dreistelligen Monatswert gefallen. XPeng muss nun entscheiden, ob es den G9 weiterbaut oder ihn zugunsten des GX aufgibt.
Der XPeng GX ist zunächst nur für den chinesischen Markt bestimmt. Ein Europa-Start ist derzeit weder bestätigt noch angekündigt. XPeng vertreibt in Europa zwar die Modelle G9 und P7, der GX dürfte jedoch frühestens 2026 in Deutschland erhältlich sein.

