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OFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

XPeng GX: 34.500-Euro-Vollformat-SUV mit 24.863 Bestellungen

Der XPeng GX startet in China als neues Flaggschiff-SUV ab ca. 34.500 €. Mit 5,26 m Länge und bis zu 750 km Reichweite (CLTC) soll er die 9er-Klasse herausfordern – europaweit noch nicht erhältlich.

XPeng GX: 34.500-Euro-Vollformat-SUV mit 24.863 Bestellungen

„Wir haben die Preise mit Tränen in den Augen festgelegt.“ Mit diesen Worten präsentierte XPeng (小鹏) auf der Markteinführung am 20. Mai den neuen GX. Der vollelektrische SUV startet in vier Ausstattungsvarianten zu einem Einstiegspreis von ca. 34.500 € (ca. 269.800 Yuan) nach Abzug eines zeitlich begrenzten Rabatts von 1.000 €. Ursprünglich lag der Vorverkaufspreis für die Topversion Ultra bei ca. 51.200 € (ca. 399.800 Yuan), doch XPeng senkte diesen drastisch um rund 9.000 € auf nun ca. 44.800 € (ca. 349.800 Yuan). Bereits in den ersten zwölf Stunden gingen 24.863 Bestellungen ein – ein Rekord für die Marke. Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Maßgeschneidert für die Oberklasse

Mit einer Länge von 5.265 mm, einer Breite von 1.999 mm und einer Höhe von 1.800 mm sowie einem Radstand von 3.115 mm tritt der XPeng GX gegen die größten SUV der chinesischen Premiumliga an – ähnlich positioniert wie ein BMW X7 oder Mercedes GLS, aber zu einem Bruchteil des Preises. Das Design folgt einer „Jacht-Linie“ mit durchgehender Lichtleiste und wirkt bullig und präsent.

Technik und autonomes Fahren

Die intelligente Fahrassistenz (XPengs Kernkompetenz) wird durch drei Nvidia Drive Orin-Chips (Ultra-Version) mit einer Rechenleistung von bis zu 3.000 TOPS ermöglicht. Serienmäßig an Bord: ein 17,3-Zoll-Mitteldisplay, ein 88-Zoll-AR-Head-up-Display und eine Kühlbox. Die Ultra-Version bietet zudem einen 21,4-Zoll-Monitor für die zweite Reihe und KI-gestützte Privatsphärenfunktionen. Das Assistenzsystem nutzt XPengs zweite Generation des Vision-Language-Action (VLA)-Modells, das ab August mit dem Update 6.3 weitere Funktionen wie vollautonomes Rangieren (Robotaxi) erhalten soll.

Sicherheit und Festigkeit

Der GX basiert auf einer 16.000-Tonnen-Druckguss-Vorderachse und einer „Schiffspanzer“-Rahmenstruktur mit einer Torsionssteifigkeit von 56.000 Nm/Grad – ein Spitzenwert in dieser Klasse. Elf Airbags schützen die Insassen. Für Notfälle gibt es ein Fahrererfassungssystem, das bei plötzlicher Erkrankung automatisch über „Warnen – Stützen – Anhalten – Rufen“ reagiert. Zudem sind Notausgänge, integrierte Notruf- und Kommunikationssysteme serienmäßig.

Antrieb: Zwei Varianten

Der XPeng GX wird mit zwei Antriebssträngen angeboten:

  • EREV (Range Extender): 1,5-Liter-Turbobenziner als Generator + zwei Elektromotoren, 63,3-kWh-Batterie, rein elektrische Reichweite 430 km (CLTC) – entspricht ca. 370 km (WLTP-Schätzwert), kombinierte Reichweite 1.585 km (CLTC).
  • BEV (rein elektrisch): Zwei Elektromotoren, Systemleistung 430 kW (585 PS), maximales Drehmoment 750 Nm, 0–100 km/h in 4,5 Sekunden, 110-kWh-Batterie, Reichweite 750 km (CLTC) – entspricht ca. 640 km (WLTP-Schätzwert).

Der EREV ist serienmäßig mit Luftfederung und hydraulischer Bremsanlage ausgestattet, der BEV optional mit einer aktiven Hinterachslenkung (Wendekreis 0,6 Meter weniger).

Wettbewerbssituation

Mit seinem aggressiven Preis unterbietet der GX direkt Konkurrenten wie Li Auto L9, AITO M9, NIO ES8 oder den kommenden Zeekr 9X. XPeng zielt damit auf das wachsende Segment der chinesischen Premium-SUV zwischen 25.000 und 45.000 €. Allerdings könnte der GX den eigenen Schwestermodellen wie dem XPeng G9 (ab ca. 30.700 €) Kannibalisierung drohen – der G9 verkauft sich zuletzt nur noch dreistellig.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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