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OFweek NEVVon 3 Min. Lesezeit

XPeng GX: Luxus-SUV ab 34.500 € mit 750 km Reichweite

XPeng überrascht mit dem GX: Das vollelektrische/EREV-SUV startet in China bei umgerechnet 34.500 €. Mit 750 km CLTC-Reichweite und hochautomatisiertem Fahren soll es die Konkurrenz von Li Auto und AITO angreifen – Europa-Start offen.

XPeng GX: Luxus-SUV ab 34.500 € mit 750 km Reichweite

Marktstart mit Kampfpreis: XPeng GX ab 34.500 €

Der chinesische EV-Hersteller XPeng (小鹏) hat am 20. Mai sein neues Flaggschiff-SUV GX vorgestellt und sorgt mit einer aggressiven Preisstrategie für Aufsehen. Das Modell ist in zwei Antriebsvarianten (EREV und BEV) sowie mehreren Ausstattungslinien erhältlich. Der offizielle Einstiegspreis beträgt umgerechnet ca. 35.800 € (ca. 279.800 Yuan), doch mit einer zeitlich befristeten Aktion (1.000 € Nachlass bei Bestellung vor dem 30. Juni) sinkt der effektive Preis auf ca. 34.500 € (ca. 269.800 Yuan). Die Topversion Ultra kostet ca. 44.900 € (ca. 359.800 Yuan) – immer noch 6.400 € unter dem ursprünglichen Vorbestellungspreis von ca. 51.200 € (ca. 399.800 Yuan).

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.

Größe, Reichweite und Leistung

Der XPeng GX misst 5.265 mm in der Länge, 1.999 mm in der Breite und 1.800 mm in der Höhe bei einem Radstand von 3.115 mm – das Format eines Fullsize-SUV, vergleichbar mit dem Mercedes GLS. Das Design folgt der „Yacht-Linie“ mit durchgehender Lichtleiste und wirkt bullig.

  • EREV (Range Extender): 1,5-Liter-Turbobenziner + zwei Elektromotoren, 63,3-kWh-Akku. CLTC-Reichweite (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP): 430 km – entspricht ca. 366 km (WLTP-Schätzwert). Kombinierte Reichweite: 1.585 km.
  • BEV (rein elektrisch): Zwei Motoren mit 430 kW (585 PS) und 750 Nm Drehmoment, 0–100 km/h in 4,5 Sekunden. 110-kWh-Akku, CLTC-Reichweite: 750 km – entspricht ca. 638 km (WLTP-Schätzwert).

Hightech: Fahrassistenz und Komfort

XPeng setzt wie gewohnt auf Technologie. Der GX ist serienmäßig mit einem 17,3-Zoll-Touchscreen, einem 88-Zoll-AR-Head-up-Display und einer Kühlbox ausgestattet. Die Ultra-Version bietet zusätzlich zwei 21,4-Zoll-Bildschirme für die Rücksitzpassagiere und eine KI-gestützte Privatsphärenzone.

Das Fahrassistenzsystem basiert auf Nvidia-Orin-Chips (im Text „图AI“ – hier als Nvidia AI-Chips interpretiert). Je nach Ausstattung kommen ein bis drei Chips zum Einsatz, die Rechenleistung erreicht bis zu 3.000 TOPS. Das System unterstützt die zweite Generation des VLA (Vision-Language-Action) und VLM (Vision-Language-Model) für urbanes und autonomes Fahren. XPeng kündigt an, dass im August das Update 6.3 weitere Verbesserungen bringt. Der GX ist zudem das erste XPeng-Modell mit Robotaxi-Fähigkeit – Tests sollen noch 2025 beginnen.

Sicherheit und Fahrwerk

Die Karosserie des GX erreicht eine Torsionssteifigkeit von 56.000 Nm/Grad (vergleichbar mit Supersportwagen). Elf Airbags und ein „Allwetter-Sicherheitssystem“ mit AES (Autonomous Emergency Steering) sowie Funktionen wie Reifenplatzerkennung und Fahren auf zwei Rädern sind an Bord. Erstmals gibt es einen Fahrer-Notfall-Assistenten, der bei medizinischen Problemen automatisch eine Warnung ausgibt, das Fahrzeug abbremst und einen Notruf absetzt.

Das Fahrwerk umfasst serienmäßig eine hydraulische Bremsanlage, Doppelquerlenker vorne und eine H-förmige Hinterachse. Die Ultra-Version erhält eine Hinterachslenkung, die den Wendekreis auf 0,6 Meter reduziert.

Bestellungen und Marktreaktion

Laut XPeng gingen innerhalb von 12 Stunden nach Marktstart 24.863 Bestellungen ein – ein Rekord für das Modell. Die Ultra-Version machte davon 70 % aus. Das Unternehmen vergleicht den GX offen mit dem Li Auto L9 und AITO M9, positioniert ihn preislich aber deutlich unter diesen Konkurrenten (25.000–35.000 €-Segment).

Kannibalisierung des G9?

Auffällig ist der Preisabstand zum kleineren XPeng G9: Der GX ist nur etwa 3.000 € teurer, bietet aber mehr Platz, eine serienmäßige Hinterachslenkung und Lederausstattung. Analysten befürchten, dass der GX den Verkauf des G9 kannibalisieren könnte, dessen monatliche Auslieferungen bereits auf unter 1.000 Einheiten gefallen sind.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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