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D1EVVon 2 Min. Lesezeit

Alu statt Kupfer: TE startet Ökosystem für Leichtbau-Kabel

TE Connectivity, Boway, SBT und Komax bündeln Kräfte für „Aluminium statt Kupfer“ in Autokabelbäumen. Ziel: 60 % Gewichtsreduktion und Millionen Tonnen CO₂-Einsparung pro Jahr.

Alu statt Kupfer: TE startet Ökosystem für Leichtbau-Kabel

Alu statt Kupfer: TE startet Ökosystem für Leichtbau-Kabel

Am 1. Juli 2026 haben TE Connectivity (泰科电子), Boway Alloy (博威合金), SBT Ultrasonic (骄成超声) und Komax (库迈思) auf der Electronica Shanghai einen strategischen Vier-Parteien-Vertrag unterzeichnet. Gemeinsam wollen sie die industrielle Umsetzung von „Aluminium statt Kupfer“ (全面铝代铜) im Automobilbereich vorantreiben – von der Materialentwicklung über die Fertigungstechnik bis zur Serienproduktion.

Hintergrund: Kupferknappheit zwingt zur Innovation

China ist der größte Kupferverbraucher der Welt, besitzt aber nur rund 3–4 % der globalen Kupferreserven. Gleichzeitig steigt der Kupferbedarf pro Fahrzeug bei Elektroautos auf das Drei- bis Vierfache eines Verbrenners. Die Kombination aus Ressourcenknappheit und Kostendruck macht den Umstieg auf Aluminium von einer Option zur Notwendigkeit. Das neue Ökosystem schließt die Lücke zwischen Materialforschung, Schweißtechnik und Serienintegration.

Technischer Vorteil: 60 % weniger Gewicht

TE Connectivity hat bereits konkrete Produkte vorgestellt: Hochvolt-Aluminiumkabel und -Schienen, Niedervolt-Aluminiumleiter sowie komplette PDU-Lösungen (Power Distribution Unit) mit Aluminium-Busbars. Ohne große Änderungen an bestehenden Fertigungslinien lässt sich das Gewicht der verbauten Leitungen um bis zu 60 % senken – das entspricht über 6 kg pro Fahrzeug. Bei flächendeckender Einführung in der chinesischen Autoindustrie könnte der Ansatz jährlich mehr als eine Million Tonnen CO₂ einsparen (Niedervolt: ~850.000 t, Hochvolt: ~180.000 t).

Rolle der Partner

  • Boway Alloy liefert die Hochleistungs-Aluminiumlegierungen.
  • SBT Ultrasonic und Komax steuern Ultraschall-Schweiß- und Kabelverarbeitungstechnik bei.
  • TE Connectivity übernimmt als Ökosystem-Koordinator die Engineering-Verifikation und Projektumsetzung bei Endkunden.

Die Partner wollen die Technologie weiter optimieren und auf immer mehr Serienanwendungen ausweiten. Die Unterzeichnung des Abkommens ist der Startschuss für eine effiziente Zusammenarbeit, die den Kupferverbrauch senkt und die CO₂-Bilanz der Autoindustrie verbessert.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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