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D1EVVon 2 Min. Lesezeit

TE Connectivity: Aluminium-Kabelbäume sparen bis zu 100 % Kupfer

Auf der Munich Shanghai Electronic Show 2026 präsentiert TE Connectivity (泰科电子) neue Aluminium-Leitungssätze. Die Technologie reduziert Kupferanteil um 18–100 %, senkt Kosten und CO₂-Emissionen – auch für E-Autos und Roboter.

TE Connectivity: Aluminium-Kabelbäume sparen bis zu 100 % Kupfer

TE Connectivity: Aluminium-Kabelbäume sparen bis zu 100 % Kupfer

TE Connectivity (泰科电子) hat auf der Munich Shanghai Electronic Show 2026 (Stand W1-305) ein umfassendes Technologiepaket für automobile Kabelbäume vorgestellt. Unter dem Motto „Gemeinsam Grenzen überwinden – Wertschöpfung durch Partnerschaft" zeigte der Zulieferer Innovationen in den Bereichen Material, Fertigung, Ökosystem und neue Einsatzfelder.

Aluminium ersetzt Kupfer – 18 bis 100 % Gewichtsreduktion

Im Fokus steht die Abkehr von Kupfer hin zu Aluminium in Hoch- und Niedervolt-Leitungssätzen. TE präsentierte eine neue Generation von Niedervolt-Leitungen aus legiertem Aluminium sowie Hochvolt-Aluminiumlösungen (Kabel und Schienen). Damit lassen sich je nach Anwendung 18 bis 100 Prozent des Kupfers einsparen. Gleichzeitig sinken Materialkosten und Fertigungsaufwand. TE schätzt, dass bei flächendeckendem Einsatz in China jährlich über eine Million Tonnen CO₂ eingespart werden könnten. Neue Steckverbinder wie der CSJ, HVA280 und HVA630 wurden speziell für die Aluminium-Weltechnik entwickelt und bieten verbesserte Vibrationsfestigkeit und elektromagnetische Verträglichkeit.

Fertigung: Schweißen in unter einer Sekunde

Weiches Aluminium neigt zum Kriechen, herkömmliches Crimpen beschädigt die Leitung. TE setzt auf Ultraschallschweißen für Niedervolt-Aluminiumlitzen – die Schweißzeit beträgt weniger als eine Sekunde. Die Anlage lässt sich nahtlos in bestehende Automatisierungslinien integrieren, sodass Kabelbaumhersteller millionenschwere Umbauten vermeiden. Für flexible Flachkabel (FFC) präsentierte TE eine neuartige Durchdringungskontakt-Technologie, die Prozessschritte reduziert und Material- sowie Fertigungskosten um mehr als zehn Prozent senkt.

Ökosystem: Partner statt Einzelkämpfer

Kein Unternehmen beherrscht die gesamte Kette von der Legierungsentwicklung über das Ziehen von Drähten bis zur Hochgeschwindigkeits-Schweißtechnik. TE arbeitet daher mit Partnern wie KOMAX (Maschinenbau), Jiaocheng Ultrasonic (Schweißtechnik) und Boway Alloy (Legierungsentwicklung) zusammen. Die gemeinsamen Entwicklungen fließen in konkrete Produkte für Automobilhersteller ein – von 48-V-Architekturen über Dach-FFC-Lösungen bis zu Steckverbindern für Assistenzsysteme.

Neue Felder: Humanoide Roboter und E-Zweiräder

TE erweitert sein Portfolio auf wachstumsstarke Bereiche. Für humanoide Roboter zeigte das Unternehmen Steckverbinder für Sensorik, Aktorik, Antrieb und Gelenke – kompakt, hochzuverlässig und für schnelle Datenübertragung ausgelegt. Im Zweiradbereich (E-Bikes, E-Scooter) werden nun Pkw-Komponenten adaptiert: Hochstrom-Ladebuchsen, wasserdichte Steckverbinder und Antriebslösungen mit hoher Vibrationsfestigkeit. Erste Serieneinsätze bei führenden chinesischen Zweirade-Herstellern sind bereits bestätigt.

TE-Vizepräsident Sun Xiaoguang kommentierte: „Mit unserer ‚Aluminium statt Kupfer‘-Strategie zeigen wir, wie Innovation den Preiskampf überwinden kann. Wir wollen unseren Partnern helfen, Kosten zu senken und gleichzeitig die Umweltbilanz zu verbessern."


In Europa

Die vorgestellten Komponenten und Technologien sind nicht an ein bestimmtes Fahrzeugmodell gebunden, sondern als Zulieferprodukte global erhältlich. TE Connectivity ist auch in Europa mit Engineering- und Produktionsstandorten vertreten.