Qijing GT7: E-Shooting-Brake ab 25.600 € mit L3-Technik
Qijing (启境) hat den GT7 am 26. Juni 2026 in China auf den Markt gebracht. Der vollelektrische Shooting Brake positioniert sich in der 200.000- bis 300.000-Yuan-Klasse (ca. 25.600 bis 38.400 €*). Das Besondere: eine L3-taugliche Architektur mit voller Redundanz in der gesamten Steuerungskette und die Integration von Huawei-Technologie.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
Technische Highlights:
- 896-Linien-Lidar mit zwei optischen Pfaden
- 4D-Millimeterwellenradar
- Huawei ADS 5 Fahrassistenzsystem
- L3-taugliche Steuerungsarchitektur mit voller Redundanz
L3-Redundanz und Huawei Qiankun
Herzstück ist das Huawei-Qiankun-System (乾崑), das Augen, Gehirn und Körper des Fahrzeugs integriert. Qijing verspricht Level-3-Fähigkeiten (vergleichbar mit Mercedes Drive Pilot), bei denen das Auto bei Hardware-Ausfällen einen sicheren Plan B hat. Der GT7 beherrscht das „Parkplatz-zu-Parkplatz"-Fahren inklusive Zwischenzielen (z. B. Freunde an einem internen Weg absetzen) ohne Neustart der Navigation. Auch die Anbindung an Ladesäulen (Star Charge) und Parkhäuser (Smart Parking) erfolgt nahtlos: Das Auto identifiziert sich per VIN, startet den Ladevorgang und zeigt die Rechnung im Cockpit an.
Assistenz im Alltag
Der Huawei ADS 5 lässt sich jederzeit aktivieren – auf unbefestigten Wegen, in Kreisverkehren oder bei Sackgassen. Bei Hindernissen weicht der GT7 selbstständig aus, große Lkw werden defensiv umfahren. Eine Neuerung ist der „RCA" (Roving Cruise Assist), bei dem das Auto ohne Ziel einfach herumstreunt – ideal für entspannte Ausfahrten.
Parken leicht gemacht
Zum Einparken genügt eine Handbewegung – der GT7 rollt automatisch aus der Parklücke, ohne dass man das Smartphone zücken muss. In engen Situationen wie Sackgassen sucht sich das Auto selbstständig einen besseren Weg. Auch schmale Seitenlücken meistert es präzise. Dank hinterem Lidar erkennt es sogar überhängende Hindernisse wie Feuerlöschkästen.
Sicherheit von allen Seiten
Der GT7 erkennt selbst kleine Hindernisse wie heruntergefallene Kartons und weicht aus. Im Test meisterte er auch eine Serie von Hindernissen (Kegel, Karton, Fahrrad, Hund) sanft und ohne Lenkradzittern. Bei Gegenlicht blieb die Leistung stabil. Im Regennebel bei 120 km/h erkannte der GT7 eine nicht sichtbare Person und bremste rechtzeitig. Auch Schutz vor Auffahrunfällen bietet das System: Bei herannahendem Querverkehr beschleunigt der GT7 und weicht aus. Im Falle einer Fahrerohnmacht versucht er, den Fahrer zu wecken, und leitet gleichzeitig Notfallmaßnahmen ein (Warnblinker, Bremsen, Notruf).
Fazit
Der Qijing GT7 tritt in einem hart umkämpften Segment an, punktet aber mit hochintegrierter Huawei-Technik und einem ausgefeilten Assistenzsystem. Ob er sich gegen etablierte Konkurrenz durchsetzen kann, hängt auch von den noch ausstehenden technischen Daten und dem finalen Preis in Europa ab.
Bislang ist der GT7 ausschließlich für den chinesischen Markt bestätigt. Ein Europa- oder Deutschland-Start ist nicht angekündigt.


