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OFweek NEVVon 4 Min. Lesezeit

XPeng GX: 24.863 Bestellungen für Groß-SUV ab 34.500 €

XPeng (小鹏) bringt den vollelektrischen Groß-SUV GX in China ab ca. 34.500 € in den Handel. 12 Stunden nach Bestellstart gab es 24.863 Vorbestellungen. Ein europäischer Marktstart ist nicht angekündigt.

XPeng GX: 24.863 Bestellungen für Groß-SUV ab 34.500 €

XPeng (小鹏) hat am 20. Mai den Groß-SUV GX offiziell auf den Markt gebracht und mit einem aggressiven Preis für Aufsehen gesorgt. Das Fahrzeug ist in mehreren Varianten erhältlich, der Einstiegspreis liegt bei ca. 34.500 € (269.800 Yuan) – ein satter Preisnachlass von 5.000 € gegenüber der ursprünglichen Preiserwartung von ca. 39.800 € (319.800 Yuan). Die offizielle Preisliste reicht von ca. 35.800 € (279.800 Yuan) bis ca. 46.100 € (359.800 Yuan), der günstigste Einstieg gilt jedoch für Bestellungen bis zum 30. Juni 2025. Mit 24.863 Bestellungen in den ersten zwölf Stunden zeigte sich der Markt begeistert – die Ultra-Flaggschiff-Version machte 70 % der Bestellungen aus.

Platzhirsch unter den Sechsmeter-SUVs

Mit einer Länge von 5.265 mm, einer Breite von 1.999 mm, einer Höhe von 1.800 mm und einem Radstand von 3.115 mm gehört der XPeng GX zur Liga der ganz großen SUVs. Optisch setzt er auf durchgehende Leuchtenbänder und eine coupéhafte Linienführung. Das Interieur bietet Platz für bis zu sechs Personen und ist serienmäßig mit einem 17,3-Zoll-Zentralbildschirm, einem 88-Zoll-AR-Head-up-Display sowie einer Kühlbox ausgestattet. Die Ultimate-Versionen erhalten zusätzlich zwei 21,4-Zoll-Bildschirme für die zweite Sitzreihe. Die Flaggschiff-Variante verfügt über KI-gestützte Privatsphären-Trennwände – ein Novum in dieser Klasse.

Technik: KI-Chips und autonomes Fahren

XPengs Kernkompetenz liegt im automatisierten Fahren. Der GX nutzt die hauseigenen „Turing AI Chip“-Prozessoren: die Max-Version mit einem Chip, die Ultimate-Version mit zwei, die Flaggschiff-Variante mit drei Chips (Gesamtrechenleistung 3.000 TOPS). Sie unterstützen die zweite Generation des VLA (Vision-Language-Action-Modells) und VLM (Vision-Language-Modell) – multimodale KI-Modelle, die Fahrassistenz auf ein neues Niveau heben sollen. Das System beherrscht ab Werk City NGP (Navigation Guided Pilot) sowie einen Autobahn-Piloten, vergleichbar mit Teslas FSD. Ab August soll mit dem Update 6.3 eine weitere Leistungssteigerung kommen. XPeng plant zudem, den GX als erste Robotaxi-Plattform in China einzusetzen – Tests starten in der zweiten Jahreshälfte.

Antrieb: EREV und BEV, bis zu 750 km CLTC

Der XPeng GX wird als Range-Extender (EREV) und als reines Elektroauto (BEV) angeboten. Der EREV kombiniert einen 1,5-Liter-Turbobenziner mit zwei E-Motoren und einem 63,3 kWh-Akku – die rein elektrische Reichweite beträgt 430 km (CLTC)*, die kombinierte Gesamtreichweite liegt bei 1.585 km. Die BEV-Version leistet 430 kW (ca. 585 PS) und 750 Nm Drehmoment, beschleunigt in 4,5 Sekunden auf 100 km/h und kommt mit einem 110 kWh-Akku auf eine CLTC-Reichweite von 750 km – entspricht ca. 640 km (WLTP-Schätzwert).

Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
CLTC (chinesischer Verbrauchszyklus, typischerweise 10–15 % höher als WLTP)

Wettbewerb und Konzerninterne Kannibalisierung

Der XPeng GX positioniert sich im heiß umkämpften Segment der großen Sechssitzer-SUVs. Konkurrenten sind unter anderem der Li Auto L9 (理想L9), der AITO M9 (问界M9) und der NIO ES8 (蔚来ES8) – alle zwischen ca. 46.000 und 64.000 € angesiedelt. Durch den niedrigeren Preis (ca. 34.500 bis 46.100 €) tritt der GX vor allem gegen den Voyah V9X und den kommenden Denza D19 an. Die innere Konkurrenz zum eigenen XPeng G9 (ab ca. 30.700 €) könnte jedoch problematisch werden: Der GX bietet mehr Platz, eine umfangreichere Serienausstattung (Luftfeder, AR-HUD, Fahrer-Notfallassistent) und kostet nur rund 3.500 € mehr. Der G9 verkauft sich zuletzt nur noch dreistellig.

Sicherheitstechnisch setzt XPeng Maßstäbe: eine 16.000-Tonnen-Vorderachs-Pressung, eine „Schwalbenschwanz"-Karosseriestruktur mit einer Torsionssteifigkeit von 56.000 Nm/Grad und elf Airbags. Der „Full-Scene Safety Assistance System“ umfasst unter anderem AES (Automatic Emergency Steering), Notausweichmanöver bei Reifenplatzer, Ausweichen bei kleinen Objekten, Wasserwaten bis 700 mm und ein Fahrer-Notfall-System, das bei Bewusstlosigkeit automatisch den Stopp einleitet. Zusätzlich sind die Türen mit einer Notentriegelung bei Stromausfall ausgestattet.


In Europa

Dieses Fahrzeug bzw. Modell ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

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