XPeng G9L feiert Europa-Premiere ab 74.990 €
XPeng (小鹏) hat auf dem Pariser Autosalon den G9L vorgestellt — ein neues Flaggschiff-SUV, das von Beginn an für den Weltmarkt entwickelt wurde. Parallel zum globalen Marktstart hat der Hersteller den europäischen Vorverkauf eröffnet; in Frankreich beginnt der Preis bei 74.990 € (ca. 585.900 Yuan).* Gefertigt wird der G9L im österreichischen Graz.
Lokale Produktion in Graz, Entwicklung für Europa
Seit dem dritten Quartal 2025 lässt XPeng beim Auftragsfertiger Magna in Graz fertigen. Der G9L ist das vierte Modell, das der Hersteller in Europa produziert, und läuft parallel in Guangzhou (China) und Graz vom Band — das soll eine reibungslose Auslieferung in Europa sichern.
Für die Anpassung an europäische Kunden und Straßen betreibt XPeng ein eigenes Entwicklungszentrum in Europa. Dort kümmert man sich um Homologation, Sprachbedienung, Fahrwerksabstimmung, Ladeinfrastruktur und Tests der Fahrassistenzsysteme. Als Zulieferer nennt XPeng Bosch und Dassault; auf dem Pariser Salon wurde zudem eine strategische Rahmenvereinbarung mit Michelin unterzeichnet. Mit der Volkswagen-Gruppe arbeitet XPeng bereits bei der Elektronikarchitektur und der gemeinsamen Fahrzeugentwicklung zusammen.
Außerdem startet XPeng mit „XPENG AI ENGINEERING" eine offene Technologieplattform: Fahrzeugplattform, modulare Technik und komplette Toolchains werden globalen Partnern angeboten. Auch der Turing-AI-Chip und das Basismodell der „physischen Welt" sollen für Dritte zugänglich werden. Robotaxi-Projekte verhandelt XPeng nach eigenen Angaben derzeit mit führenden europäischen Mobilitätsanbietern.
Ein SUV für Business, Familie und Gelände
Der G9L ist über 5,1 Meter lang, der Radstand misst 3,1 Meter. XPeng bewirbt das Modell mit dem Prinzip „ein Auto, drei Zwecke" — es soll Dienstreisen, Familienalltag und Outdoor-Einsätze abdecken. Für europäische Leser ist der G9L als großes Elektro-SUV ein Konkurrent zu Modellen wie dem VW ID.6, dem Kia EV9 oder dem Škoda Enyaq.
Innen setzt XPeng auf Komfort: adaptive AI-Sitze für Fahrer und Beifahrer, aktive Geräuschunterdrückung (RNC) und ein Kinderabteil mit schadstoffarmen Materialien. Für Europa integriert das System unter anderem Google Maps und Google Play mit über 500 nativen Apps.
NGP fährt erstmals in Europa auf öffentlichen Straßen
Beim Pariser Autosalon veranstaltete das offizielle „Autonomous Lab" (智驾实验室, öffentliche Testplattform für Fahrassistenzsysteme) eine Probefahrt auf öffentlichen Straßen. Laut XPeng waren nur zwei Marken dabei — XPeng und Tesla. Für XPeng ist es die erste große öffentliche Vorführung des NGP-Fahrassistenzsystems in Europa; über 400 internationale Medien sollen sich im Vorfeld angemeldet haben.
Vor der Messe testete Konzernchef He Xiaopeng den NGP persönlich am Verkehrsknoten rund um den Triumphbogen, wo zwölf Straßen zusammenlaufen. Das System meisterte die Szene — laut He wie ein „erfahrener europäischer Fahrer". Zuvor hatte XPeng den NGP in Deutschland einer lokalen Abnahmeprüfung unterzogen; in Amsterdam trat das System gegen Teslas FSD an (vergleichbar mit einem Stadt- und Autobahn-Pilot).
Hinzu kommt regulatorisches Engagement: XPeng wurde zum Generalsekretär einer neu eingerichteten Arbeitsgruppe der UNECE (Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa) gewählt, die sich mit dem Informationsaustausch zu automatisierten Fahrszenarien befasst. XPeng ist damit nach eigenen Angaben das erste chinesische Unternehmen in einer solchen Rolle im UN-Rahmen.
Hinweis: Preise beziehen sich auf den chinesischen Markt und können in Europa abweichen.
In Deutschland
XPeng ist in Norwegen, Schweden, Dänemark und den Niederlanden erhältlich, jedoch noch nicht offiziell in Deutschland.
XPeng ist in mehreren nordeuropäischen Ländern vertreten, der Markteintritt in Deutschland ist angekündigt.

