Audi RS 5 Plug-in-Hybrid: 375 kW V6 mit E-Motor
Audi (奥迪) wagt den Spagat: Der neue RS 5 Sportback bekommt einen Plug-in-Hybrid-Antrieb, der klassische Verbrenner-Tugenden mit elektrischer Unterstützung vereint. Die Ingolstädter wollen damit die Lücke zwischen reinen Verbrennern und vollelektrischen Sportlern schließen – und setzen auf eine Kombination, die in China bereits als „BBA“ (BMW, Mercedes-Benz, Audi – die drei deutschen Premiumhersteller) bekannt ist.
Antrieb: V6-Biturbo trifft auf E-Motor
Herzstück ist der bekannte EA839-Motor: ein 2,9-Liter-V6 mit zwei Turboladern, die in einem 90-Grad-V-Winkel angeordnet sind. Die VGT-Turbolader (variable Geometrie) sorgen für spontane Ansprache. Der Verbrenner leistet 375 kW (510 PS) und 600 Newtonmeter Drehmoment. Dazu gesellt sich ein P2-Elektromotor mit 130 kW (177 PS) und 460 Nm, der zwischen Motor und Achtgang-Tiptronic platziert ist. Das Gesamtsystem übertrifft damit die reinen Verbrenner-RS-Modelle deutlich.
Die 400-Volt-Architektur beinhaltet eine 22-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, die unter der Heckklappe liegt. Sie ermöglicht rein elektrisches Fahren auf Kurzstrecken, unterstützt aber auch Rekuperation und automatischen Motor-Stopp.
quattro: Mechanischer Allradantrieb bleibt
Der RS 5 setzt weiterhin auf das mechanische quattro-System mit Torsen-Mittendifferenzial. Die Drehmomentverteilung variiert zwischen 70/30 und 15/85 (vorn/hinten). Neu ist ein elektrischer Vektoraktor an der Hinterachse: Ein separater Elektromotor mit 8 kW (11 PS) und 40 Nm kann an jedem Hinterrad einzeln Drehmoment aufbauen – ähnlich einer Torque-Vectoring-Einheit. Das verbessert die Agilität in Kurven, ohne dass ein rein elektrischer Antriebsstrang nötig ist.
Wettbewerbsvergleich: Hybrid gegen Elektro
Mit einer Beschleunigung von 0–100 km/h in unter 3,5 Sekunden (geschätzt) liegt der RS 5 auf Augenhöhe mit reinen E-Sportlern wie dem Tesla Model 3 Performance. Der Hybrid-Ansatz bietet aber den Klang des V6 und die vertraute Quattro-Traktion. Für Puristen ist das ein Argument – auch wenn die Konkurrenz mit reinen E-Antrieben wie dem Porsche Taycan Turbo GT oder dem Lotus Emeya bereits aufwartet.
Die Kombination aus mechanischem Allrad und elektrischem Torque-Vectoring ist eine intelligente Weiterentwicklung des bewährten Konzepts. Ob der Markt jedoch langfristig auf Plug-in-Hybride in dieser Klasse setzt, bleibt abzuwarten.
In Europa
Dieses Fahrzeug ist in Europa aktuell nicht offiziell erhältlich. Eine Markteinführung wurde bislang nicht angekündigt.

